Evakuierung in Monschau möglich:Belgischer Waldbrand nähert sich deutscher Grenze
Ein großer Waldbrand nähert sich von Belgien her der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau. Mehrere Ortsteile wurden aufgerufen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.
Das Feuer bei Hürtgenwald sei unter Kontrolle, doch die Einsatztrupps müssten womöglich "auf belgischer Seite im Hohen Venn" an der deutschen Grenze helfen, so ZDF-Reporter Roettig.
15.08.2026 | 1:07 minEin großer Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn verschärft die Lage in der grenznahen Stadt Monschau in Nordrhein-Westfalen.
Die Feuerfront im Hohen Venn ist nur noch etwa drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, teilte die Stadt Monschau in der Nacht auf ihrer Webseite mit und rief die Ortsteile Kalterherberg und Mützenich dazu auf, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Bereits zuvor hatte die Stadt die Bewohner in Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau, Plattevenn und Geisberg aufgefordert, sich auf eine mögliche Räumung einzustellen.
Einwohner sollen den Angaben nach Notgepäck bereithalten und ihre Nachbarn informieren. Zudem wird darum gebeten, die Notrufleitungen von Polizei und Feuerwehr nicht zu blockieren.
Die Feuerwehr in Deutschland sei gut aufgestellt, um überall zu reagieren, sagt Ulrich Cimolino vom Deutschen Feuerwehrverband. Aber es brauche Nachschulungen für großflächige Waldbrände.
15.08.2026 | 19:32 minFeuerwehr bereitet Löschmaßnahmen vor
Eine Sprecherin der Stadt sagte der Nachrichtenagentur dpa, betroffen seien rund 5.000 Menschen. Sie betonte, es seien Vorsichtsmaßnahmen. Nach aktuellem Stand gehe man von keiner Evakuierung aus. Die Stadt erklärte, vorsorglich würden Löschmaßnahmen vorbereitet, damit im Falle eines Überspringens des Feuers auf deutsches Gebiet unmittelbar mit den Löscharbeiten begonnen werden kann.
ZDFheute Infografik
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Die Behörden in Belgien haben demnach die Evakuierung der unmittelbar westlich an den Ortsteil Kalterherberg angrenzenden Ortschaft Küchelscheid bereits angeordnet. Laut belgischer Nachrichtenagentur Belga wurden etwa 600 Menschen in zwei belgischen Orten angewiesen, ihre Häuser zu verlassen.
Der Gouverneur der belgischen Provinz Lüttich teilte mit, der Waldbrand habe mittlerweile eine Fläche von 2.700 Hektar erfasst. Das entspricht einer Fläche von fast 3.800 Fußballfeldern. Zum Vergleich: Beim Brand in Hürtgenwald in der Eifel, nur 20 Kilometer von Monschau entfernt, sind nach Angaben des Kreises Düren etwa 300 Hektar Wald vom Feuer betroffen.
Der Brand im Hürtgenwald ist zwar noch nicht komplett gelöscht, aber die Lage hat sich stabilisiert. Die ersten Bewohner des Ortes Geye können in ihre Häuser zurückkehren.
15.08.2026 | 2:04 minVorsichtiges Aufatmen in Hürtgenwald
In Hürtgenwald habe sich die Lage "deutlich entspannt", teilte der Kreis am Abend mit. Befürchtungen, eine Gewitterfront mit Böen könnte das Feuer neu entfachen, hätten sich nicht bewahrheitet.
"Die Lage hat sich gebessert, aber das Feuer ist noch lange nicht aus", sagte ein Sprecher des Kreises Düren der dpa. Unter anderem müssten zahlreiche Glutnester bekämpft werden. Die Löscharbeiten würden voraussichtlich noch mehrere Tage dauern.
Fast 2.000 Menschen mussten aus dem Ortsteil Gey evakuiert werden.
14.08.2026 | 1:42 minGute Nachrichten für Bewohner von Gey
Noch am Abend hatten die Behörden entschieden, dass die Bewohner des Ortsteils Gey in Hürtgenwald in ihre Häuser zurückkehren dürfen. Die gut 1.800 Bewohner hatten zuvor in der Nacht auf Freitag wegen des Waldbrandes in der Nordeifel das Gebiet verlassen müssen. Die Flammen waren bis auf 250 Meter an Grundstücke herangerückt.
"Eine aktuelle Gefahr durch den Waldbrand besteht nicht mehr. Es ist gelungen, Gey so zu sichern, dass Flammen nicht auf den Ort übergreifen können", erklärte der Dürener Landrat Ralf Nolten. Es bleibe aber eine "leichte Geruchsbelästigung".
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