Unwetter in Deutschland: Verletzte bei Blitzen und Sturm

Bundesweit schwere Unwetter:Blitze in Rastatt: Neun Menschen verletzt

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Blitze, Sturm und Starkregen: In verschiedenen Teilen Deutschlands sind Menschen bei Unwettern verletzt worden. Auch für Samstag sind Gewitter vorausgesagt.

19.06.2026, Hessen, Schmitten: Menschen beobachten Blitze eines Gewitters am Großen Feldberg im Taunus.

In Teilen des Landes mussten wegen schwerer Gewitter Einsatzkräfte ausrücken. Bäume knickten um, Starkregen sorgte für kleinere Überflutungen. Am Wochenende drohen neue Unwetter.

20.06.2026 | 0:19 min

Heftige Unwetter haben in mehreren Regionen Deutschlands für Verletzte, Evakuierungen und zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests in Rastatt in Baden-Württemberg wurden neun Menschen verletzt. Sechs von ihnen kamen in ein Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

Im Zuge des Handballfests zelteten in der Nacht mehrere Menschen auf einem Sportplatz im Stadtteil Niederbühl, als ein starkes Unwetter über die Region zog. Über die Schwere der Verletzungen lagen zunächst keine Details vor. In Lebensgefahr schwebt den Angaben nach jedoch niemand.

Zelte auf dem Sportfest in Rastatt nach dem Blitzeinschlag

Bei dem Unwetter in Rastatt wurden einige Zelte umgerissen.

Quelle: ap

Während des Unwetters schlug ein weiterer Blitz in Münsingen im Landkreis Reutlingen ein und verletzte eine Frau leicht. Sie war laut Polizei im Stadtteil Dottingen auf einem Sportplatz unterwegs gewesen. Der Rettungsdienst brachte sie in ein Krankenhaus.

Festival wegen Sturms geräumt

In Viöl südlich von Flensburg wurde indes ein Festival mit rund 5.000 Besuchern in Viöl in der Nacht zu Samstag wegen eines Sturms geräumt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden 13 Menschen bei dem Sturm leicht verletzt. Für die Festival-Besucher wurde zwischenzeitlich eine Sammelstelle eingerichtet. Mittlerweile durften die Menschen zurück auf das Gelände.

Die Infografik zeigt, wie man sich bei Gewitter verhalten sollte und worauf man achten sollte. Beispielsweise Schutz in festen Gebäuden und Autos suchen oder klein machen und Füße eng zusammen und den Kopf schützen. Abstand halten zu Metallstangen, Zäunen, Wasser, Bäumen und dem Fahrrad.

In Rheinland-Pfalz zogen schwere Unwetter mit Starkregen über Teile des Bundeslandes und führten zu schweren Überschwemmungen. Besonders betroffen war der Rhein-Lahn-Kreis. Die Pegelstände der Flüsse Dörsbach, Mühlbach und Ahr stiegen am Freitagabend binnen kürzester Zeit stark an. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte bereits am Abend zeitweise vor einem Extremhochwasser gewarnt. Im Laufe der Nacht fielen die Pegelstände wieder.

Gewitter

Gewitter und Blitze sind schön anzusehen, werden aber von vielen Menschen sehr unterschätzt. Was sollte man tun und lassen, wenn ein Unwetter aufzieht?

09.08.2024 | 2:18 min

Hochwasser in Rheinland-Pfalz

Die Messstelle beim Kloster Arnstein zeigte, wie schnell der Pegelstand des Dörsbachs stieg: Der Wasserstand lag gegen 17 Uhr noch bei 27 Zentimetern. Bis 20.45 Uhr stieg der Pegelstand bis auf 1,96 Meter an. In den Stunden danach fiel der Wasserstand wieder deutlich.

Hochwasser nach starkem Regen am 19.06.2026 in Seelbach, Rheinland Pfalz.

In Seelbach im Rhein-Lahn-Kreis setzte der Starkregen Straßen unter Wasser.

Quelle: dpa

Besonders betroffen war den Angaben zufolge der Bereich Katzenelnbogen. Dort musste wegen der Überflutungsgefahr ein Mittelaltermarkt kurzfristig abgesagt werden. Auch ein Zeltlager wurde vorsorglich evakuiert.

Eine Frau schützt sich mit einer erhobenen Hand vor der Sonne.

Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung

19.06.2026 | 1:11 min

Kräftige Gewitter auch am Samstag möglich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete für Samstag mit weiteren Gewittern. Von den Mittelgebirgen bis zu den Küsten könnten sie gebietsweise kräftig ausfallen. Unwetter seien nicht ausgeschlossen. Die Gewitterfront werde langsam in Richtung Osten ziehen. "Dort dann im Laufe des Nachmittags Intensivierung und vereinzelte Unwetter wahrscheinlich", hieß es vom DWD.

Am Spätnachmittag und Abend seien dann auch in den übrigen Regionen - abgesehen vom äußersten Nordwesten - erneut einzelne kräftige Gewitter möglich, "allerdings nur sehr kleinräumig und bei Weitem nicht überall".

Hier warnt der DWD vor Gewittern

ZDFheute Infografik

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Quelle: dpa
Über das Thema berichtet ZDFheute Xpress am 20.06.2026 in dem Beitrag "Schwere Gewitter in Deutschland" um 10:00 Uhr.

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