Hochwasser nach Unwetter in Rheinland-Pfalz

Rhein-Lahn-Kreis besonders betroffen:Hochwasser nach Unwetter in Rheinland-Pfalz

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Im Rhein-Lahn-Kreis stiegen die Pegel der Flüsse Dörsbach, Mühlbach und Ahr kurzfristig stark an, teilte eine Sprecherin des Kreises mit. Im Lauf der Nacht gingen sie wieder zurück.

Feuerwehrleute gehen über eine überflutet Straße.

Der Flusspegel am Dörsbach in Rheinland-Pfalz steigt schnell und stark.

Quelle: dpa

Bei einem Unwetter in Rheinland-Pfalz stiegen die Wasserstände einiger Flüsse stark an. Besonders betroffen war der Rhein-Lahn-Kreis. Dort legten die Pegel von Dörsbach, Mühlbach und Ahr binnen kürzester Zeit deutlich zu, wie eine Sprecherin des Kreises mitteilte.

Wasserpegel am Dörsbach stieg zwischenzeitlich um mehr als 1,5 Meter

Erste Daten legen demnach ein 50-jähriges Hochwasser nahe. Die Messstelle beim Kloster Arnstein zeigte, wie schnell der Pegel des Dörsbachs stieg: Der Wasserstand lag gegen 17 Uhr noch bei 27 Zentimetern.

Ein 50-jähriges Hochwasser bezeichnet ein Hochwasser, das statistisch gesehen nur alle 50 Jahre auftritt. Es kann zu außergewöhnlich hohen Wasserständen, Sturzfluten und Überschwemmungen in größerem Umfang kommen. Auch Erdrutsche sind möglich. Die Folgen reichen von erheblichen Sachschäden bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen, etwa wenn Hochwasserschutzanlagen versagen.

2021 war es im Ahrtal zu einem Jahrhunderthochwasser gekommen. Dabei starben mindestens 135 Menschen und Tausende Gebäude wurden zerstört.

Quelle: dpa, Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz


Bis 20:45 Uhr stieg der Pegel bis auf 1,96 Meter an. In den Stunden danach fiel der Wasserstand wieder deutlich. Aktuelle Wasserstände sind unter www.hochwasser.rlp.de abrufbar.

Mehr als 60 Feuerwehreinsätze in Katzenelnbogen

Besonders betroffen war den Angaben zufolge der Bereich Katzenelnbogen. Dort musste wegen der Überflutungsgefahr ein Mittelaltermarkt kurzfristig abgesagt werden. Auch ein Zeltlager wurde vorsorglich evakuiert.

Hier warnt der DWD vor Gewittern

ZDFheute Infografik

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Die Feuerwehr war zudem zu Dutzenden Einsätzen gerufen worden. Die Einsatzkräfte seien vor allem wegen überfluteter Straßen und umgestürzter Bäume mehr als 60-mal ausgerückt. 

Koordinierungsstelle beim Katastrophenschutz eingerichtet

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte bereits am Abend zeitweise vor einem Extremhochwasser gewarnt. Zwischenzeitlich war auch eine Koordinierungsstelle beim Katastrophenschutz eingerichtet worden. Für Anliegergemeinden am Dörsbach bei Katzenelnbogen gelte Warnstufe "Gefahr", schrieb das Amt auf seiner Internetseite.

Die Hochwasservorsorgezentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt:

  • Behalten Sie das Wetter- und Abflussgeschehen im Blick und bleiben Sie informiert.
  • Beachten Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte.
  • Bringen Sie sich nicht in Gefahr.
  • Bleiben Sie im Gebäude, aber außerhalb überfluteter Bereiche.
  • Gehen Sie nicht in Keller und nicht in Tiefgaragen.
  • Fahren Sie mit dem Auto nicht in überflutete Bereiche.
  • Meiden Sie Tunnel, Unterführungen und gewässernahe Bereiche.
  • Stellen Sie den Strom ab.
  • Informieren Sie Einsatzkräfte über Gefahren und in Not geratene Personen. Wählen Sie den Notruf 112 nur in ernsthaften Notfällen.

Weitere Empfehlungen gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Die Behörde warnte davor, überflutete Räume oder Flächen zu betreten, und riet, tiefer gelegene Bereiche in Häusern zu meiden, falls bereits Wasser eingedrungen sei. In besonders exponierten Lagen sei eine Evakuierung nicht ausgeschlossen.

Özden Terli, Leonie Imhäuser, Dr. Katja Horneffer, Christa Orben

Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung

19.06.2026 | 1:11 min

Ein Sprecher des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz hatte am späten Abend gesagt:

Es wird gerade intensiv geguckt, wie sich die Pegel entwickeln und welche Maßnahmen notwendig sind.

Sprecher des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz

Das Land stehe in engem Austausch mit dem betroffenen Rhein-Lahn-Kreis.

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Quelle: dpa
Über extreme Hitze und Unwetter über Deutschland berichtete das ZDF am 19.06.2026 ab 17:10 Uhr bei "hallo deutschland".

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