Angriffe auf Einsatzkräfte:Ausschreitungen und tödliche Pyro-Unfälle in Silvesternacht
In der Silvesternacht kommt es erneut zu Ausschreitungen: Allein in Berlin gibt es 430 Festnahmen. In Bielefeld sterben zwei Menschen durch Pyrotechnik.
Millionen Deutsche feiern friedlich Silvester. Aber es gab auch Tote und Verletzte durch Unfälle und Krawalle.
01.01.2026 | 1:55 minZum Jahreswechsel ist es in Deutschland zu zahlreichen Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren landesweit im Großeinsatz. In Berlin wurden bis zum frühen Donnerstagmorgen rund 430 Menschen festgenommen, wie die Polizei mitteilte. 14 Verdächtige wurden zur Verhinderung weiterer Taten inhaftiert und sieben zum Erlass eines Haftbefehls einem Richter vorgeführt.
Vor allem durch die zahlreichen Angriffe mit Feuerwerkskörpern zählte die Polizei 35 verletzte Beamte, zwei davon so schwer, dass sie stationär in Krankenhäusern aufgenommen werden mussten.
In Bielefeld sind in der Nacht zwei junge Männer durch selbstgebaute Pyrotechnik gestorben. Beide erlitten tödliche Gesichtsverletzungen, wie die Polizei mitteilte.
01.01.2026 | 0:19 minBerliner Polizei: Massive Angriffe mit Pyrotechnik
So seien Polizisten bei der linken Demonstration "Silvester im Knast" in Moabit "massiv mit Pyrotechnik angegriffen" worden. Kurz nach Mitternacht hätten in Kreuzberg rund 150 Menschen gezielt Flaschen und Pyrotechnik auf Polizisten geworfen. Gegen 0:20 Uhr flogen demnach Steine und Raketen aus einer Menschenmenge in Mitte auf ein Polizeiauto.
In Moabit randalierten laut Polizei 500 Personen auf einer Straße. Dort wurden brennende Barrikaden errichtet, die Feuerwehr konnte laut Polizei aufgrund von massivem Beschuss mit Pyrotechnik die Brände zunächst nicht löschen. Erst ein Wasserwerfereinsatz, gezielte Festnahmen und die "Anwendung unmittelbaren Zwanges" hätten "zu einer Lageberuhigung" geführt.
Während viele Menschen den Jahreswechsel feiern, sind andere bei der Arbeit. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte bereiteten sich auf die Silvesternacht vor.
31.12.2025 | 1:29 minGroßeinsätze auch in Hamburg und Leipzig
In Hamburg wurden laut offiziellen Angaben zehn Polizisten verletzt. Auch in Leipzig wurden Beamte attackiert. Dabei griffen Gruppen von Randalierern nach Polizeiangaben in den Stadtteilen Connewitz und Grünau die Einsatzkräfte massiv mit Pyrotechnik, Steinen und farbgefüllten Gläsern an. Teils errichteten sie Barrikaden, Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt.
Eine Polizistin und ein Feuerwehrmann wurden laut Behördenangaben verletzt. In einem Fall sei eine Attacke so konzentriert gewesen, dass sich Einsatzkräfte zurückziehen mussten.
Selbstgebaute Pyrotechnik: Zwei Tote in Bielefeld
In Bielefeld kamen zwei 18-Jährige bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik ums Leben. In der Nähe von Rostock verlor ein 23-Jähriger durch einen explodierten Böller seine linke Hand.
Bundesweit Dutzende Menschen erlitten teils schwerste Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Allein im Unfallkrankenhaus Berlin wurden nach Angaben einer Sprecherin mehr als 30 Menschen behandelt, darunter acht Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Einigen mussten Finger oder Handteile amputiert werden.
Verletzungen durch Pyrotechnik meldeten Einsatzkräfte unter anderem auch aus Rostock, Kiel, Bremen, Baden-Baden und Jena. Dazu kamen unzählige Einsätze wegen brennender Mülltonnen, Wohnungen, Hecken und Autos.
Allein in Berlin hatte die Polizei aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Jahren rund 3.200 zusätzliche Beamte zusammengezogen, in Hamburg zusätzlich etwa 1.000. Auch in vielen anderen Städten setzen die Behörden auf robustes Einschreiten sowie Feuerwerksverbotszonen.
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