Kritik an Waffenlieferungen nach Israel:Demonstranten kleben sich vor Rheinmetall-Standorten fest
An mehreren Standorten des Rüstungsunternehmens Rheinmetall haben sich Demonstranten festgeklebt. Damit wollen sie gegen Waffenlieferungen an Israel protestieren.
Rund 2.000 Demonstranten haben sich vor das Rüstungsunternehmen Rheinmetall an unterschiedlichen Standorten in Deutschland geklebt. Damit wollen sie gegen Waffenlieferungen demonstrieren.
20.10.2026 | 0:36 minIndem sie sich dort festklebten, haben am Dienstag vielerorts in Deutschland Aktivisten die Zufahrten zu Rüstungsunternehmen blockiert. Betroffen waren mehrere Standorte des Unternehmens Rheinmetall.
Unter anderem in Berlin-Wedding klebten sich mehrere Menschen vor dem Rheinmetall-Firmengelände aus Protest gegen Waffenlieferungen auf der Straße fest.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat im Sommer in Bayern eine der modernsten Pulverfabriken Europas eröffnet. Als einstige Schattenbranche gewinnt die Rüstungsindustrie weiter an Bedeutung.
23.07.2026 | 2:17 minMehrfach Proteste gegen Rheinmetall in Berlin
Einsatzkräfte der Polizei wurden um 5.30 Uhr alarmiert und lösten vor Ort Demonstranten von der Straße, wie eine Polizeisprecherin sagte. Von elf Protestierenden hatten sich nach ihren Angaben neun auf der Straße festgeklebt. Die Polizei sei zwischenzeitlich mit etwa 90 Kräften vor Ort gewesen. Es werde wegen Nötigung sowie wegen des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen durch Ausrufe ermittelt.
Rheinmetall hatte im Sommer dieses Jahres die Rüstungsproduktion am Standort des ehemaligen Werks des Autozulieferers Pierburg aufgenommen. Seitdem gab es immer wieder Proteste gegen das Werk, an denen sich auch die Aktivistin Greta Thunberg beteiligte.
Zu der Aktion vor dem Rheinmetall-Gelände hatte nach eigenem Bekunden die Gruppe "Peacefully Against Genocide" aufgerufen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Gruppe in Berlin mit solchen Aktionen protestiert. In den vergangenen Monaten kam es deswegen mehrfach zu Polizeieinsätzen vor dem Rheinmetall-Gelände.
Der Auftragsbestand von Rheinmetall sei auf fast das sechsfache des erwarteten Jahresumsatzes gestiegen. "Selbst für die Rüstungsindustrie ein Spitzenwert", so Frank Bethmann.
06.08.2026 | 1:29 minDiese Bundesländer waren ebenfalls betroffen
Es habe auch vor anderen Rüstungsstandorten in unterschiedlichen Bundesländern ähnliche Aktionen gegeben, teilte die Gruppe mit. Mehr als 70 Menschen hätten sich an den Aktionen bundesweit beteiligt. Sie wolle damit gegen Waffenlieferungen aus Deutschland an die israelische Armee protestieren.
In Kassel (Hessen) blockierten sieben Personen die Zufahrt zu einem Rheinmetall-Werk. Wie die Polizei mitteilte, zeigten sie dabei Plakate zum Nahost-Konflikt. Die nicht angemeldete Versammlung wurde demnach nach knapp eineinhalb Stunden am Mittag aufgelöst.
In München wurde vor ein paar Wochen ein Anschlagsversuch auf ein Unternehmen aus dem Rüstungsbereich vermutet. Mehrere Brandsätze wurden auf eine Baustelle vor der Konzernzentrale geworfen.
03.09.2026 | 1:29 minAuch in Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) klebten sich zehn Aktivisten vor einem Rüstungsunternehmen fest. Die Demonstration war laut Polizei nicht angemeldet und wurde von der Stadtverwaltung formal beendet.
Mit Sitzblockaden protestierten nach Angaben der Polizei 24 Personen zudem vor der Firmenzufahrt eines Betriebs in Neuenburg (Baden-Württemberg). Um welches Unternehmen es sich handelte, teilte die Polizei nicht mit. Laut der Gruppe "Peacefully Against Genocide" gab es an zwei Standorten in Baden-Württemberg Protestaktionen, darunter die Rheinmetall-Fabrik in Neuenburg.
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