Erkrankung lokal begrenzt:Vatikan: Krebs bei Papst Leo hat nicht gestreut
Der Lungenkrebs bei Papst Leo hat nach Angaben seiner Ärzte nicht gestreut. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Erkrankung lokal begrenzt gewesen sei.
Papst Leo XIV. braucht nach Angaben seiner Ärzte keine weitere Therapie. (Archivbild)
Quelle: action press / Claudio Asquini/ CatholicpressphPapst Leo XIV. muss sich seinen Ärzten zufolge nach seiner Lungenkrebs-Operation keiner weiteren Behandlung unterziehen. Gewebeuntersuchungen hätten die Diagnose eines Karzinoms der Lunge bestätigt, der Tumor sei aber lokal begrenzt geblieben, hieß es in einer am Mittwoch vom Vatikan veröffentlichten Erklärung der Chefchirurgen Stefano Margaritora und des Leibarztes des 71 Jahre alten Oberhauptes der katholischen Kirche, Luigi Carbone.
Eine anschließende onkologische Beurteilung hat bestätigt, dass keine weitere Therapie erforderlich ist.
Luigi Carbone, Leibarzt des Papstes
Papst Leo hatte sich vor wenigen Tagen wieder den Gläubigen gezeigt. Mehr als 30.000 Menschen versammelten sich auf dem Petersplatz.
18.10.2026 | 0:33 minDienstag vergangene Woche war dem Pontifex der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt worden, in dem sich ein bösartiger Tumor befand. Am Samstag konnte Leo nach nur wenigen Tagen das Krankenhaus im Nordwesten der italienischen Hauptstadt wieder verlassen. Schon am Tag danach sprach er das traditionelle Angelus-Gebet vor Zehntausenden Gläubigen aus aller Welt.
Keine weitere Krebstherapie nötig
Zuletzt war unklar, ob der Papst nach dem 90-minütigen Eingriff krebsfrei war. In dem medizinischen Bulletin der behandelnden hieß es nun, die "endgültigen histologischen Befunde sowie die molekularbiologischen Untersuchungen" des während Eingriffs entfernten Gewebematerials seien ausgewertet und dokumentiert worden.
Die Ergebnisse haben bestätigt, dass es sich um ein Lungenadenokarzinom handelte.
Aus der Mitteilung der behandelnden Ärzte
Vier Tage nach seiner Lungenkrebs-Operation darf Papst Leo XIV. das Krankenhaus verlassen. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob er krebsfrei ist.
17.10.2026 | 0:21 minBei einem Lungenadenokarzinom handelt es sich Experten zufolge um die häufigste Form von Lungenkrebs. Die Sorge unter den weltweit 1,4 Milliarden Katholiken um ihr Oberhaupt war groß, ob der Krebs gestreut haben könnte.
Experten hatten bereits zuvor erklärt, im besten Fall - wenn der Krebs nicht gestreut hat - sei der Papst nach der OP bereits geheilt und es stehe nur noch etwas Nachsorge an. Auch der Verlust eines Lungenlappens müsse nicht dramatisch sein. Der Verlust eines der fünf Lappen gehe mit etwa 10 bis 20 Prozent Leistungsverlust der Lunge einher, was im Alltag oft kaum auffalle.
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