Papst Leo XIV. für Lungen-OP in Klinik

Knoten soll entfernt werden:Papst Leo XIV. für Lungen-OP in Klinik

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Papst Leo XIV. hat sich für eine Operation in das Gemelli-Krankenhaus in Rom begeben. An seiner Lunge war ein Knoten entdeckt worden.

Papst Leo XIV. trifft an der Gemelli-Poliklinik ein, wo er zur Entfernung eines Lungenknotens stationär aufgenommen wird.

Papst Leo ist in der Gemelli-Klinik in Rom angekommen. Dort soll ihm ein Knoten aus der Lunge entfernt werden.

13.10.2026 | 0:19 min

Papst Leo XIV. ist für seine bevorstehende Operation an der Lunge ins Krankenhaus gekommen. Das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken erreichte die Gemelli-Klinik im Nordwesten von Rom in einem schwarzen Auto und mit Polizeieskorte, wie auf Videoaufnahmen zu sehen war. Der Eingriff sollte nach Angaben aus dem Vatikan am Nachmittag stattfinden.

Nach der kurzen Fahrt vom Vatikan zum Krankenhaus wurde der Papst von zahlreichen Menschen empfangen, die sich versammelt hatten, um ihn zu begrüßen. Leo lächelte ihnen zu und winkte. Er betrat anschließend die Klinik durch den Haupteingang.

Kein Aufenthalt im Papst-Zimmer

Papst Leo werde von dem thoraxchirurgischen Ärzteteam unter der Leitung von Professor Stefano Margaritora operiert, hieß es vom Heiligen Stuhl.

 Papst Leo XIV. spricht am 11.10.2026 auf dem Petersplatz im Vatikan das Angelusgebet

Papst Leo XIV. hat bekanntgegeben, dass Ärzte kürzlich einen Knoten in seiner Lunge festgestellt haben. Dieser sei in einem frühen Stadium und solle entfernt werden.

11.10.2026 | 0:32 min

In der Gemelli-Klinik am Rande der italienischen Hauptstadt gibt es einen extra für Aufenthalte von Päpsten vorgesehenen Trakt. Wegen einer Renovierung wird Leo XIV. Medienberichten zufolge jedoch nicht in dem dazugehörigen Papst-Zimmer untergebracht sein.

Das Gemelli-Krankenhaus ist die größte Klinik in Rom, gehört zur Universität und ist seit Langem die bevorzugte medizinische Anlaufstelle für Päpste.

Leos Vorgänger Franziskus hatte das Krankenhaus viermal wegen verschiedener gesundheitlicher Probleme besucht und verbrachte vor seinem Tod mehrere Wochen zur Behandlung einer Lungenentzündung in der Klinik.

Papst Johannes Paul II., von 1978 bis 2005 Oberhaupt der katholischen Kirche, wurde neunmal dort behandelt und verbrachte insgesamt 153 Tage dort. Seine vielen und langen Aufenthalte veranlassten den Vatikan 1981 dazu, im Krankenhaus eine Mini-Residenz einzurichten: ein Apartment im zehnten und obersten Stockwerk, das über einen langen Korridor erreichbar ist, der von der italienischen Polizei und der vatikanischen Garde bewacht wird.

Papst Benedikt XVI. hingegen war nach offiziellen Angaben nie im Gemelli-Krankenhaus untergebracht. 

(Quelle: AFP)


Genesungswünsche an Leo übermittelt

Für den Abend hat der Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom, Kardinal Baldassare Reina, ein Rosenkranzgebet in der Kapelle des Krankenhauses angekündigt. Weitere Bischöfe in Rom sandten dem Kirchenoberhaupt Genesungswünsche.

Die Deutsche Bischofskonferenz wünsche Leo Gottes Segen und eine rasche Genesung, erklärte der Konferenzvorsitzende, Bischof Heiner Wilmer, in sozialen Medien. Die Bischöfe beteten dafür, "dass er mit neuer Kraft schon bald wieder seinen Aufgaben nachkommen kann".

Papst gab Lungenknoten selbst bekannt

Der 71 Jahre alte Pontifex hatte am Sonntag bekanntgegeben, dass bei ihm ein "Knoten in der Lunge" entdeckt worden sei. Dieser sei bei Kontrollen in einem "sehr frühen Stadium" gefunden worden und "gut lokalisiert". Dem Rat seiner Ärzte folgend habe er sich entschlossen, sich operieren zu lassen.

Mit seiner Bekanntgabe hat Leo eine für einen Papst ungewöhnliche Offenheit im Umgang mit seiner Gesundheit gezeigt. Es ist das erste größere gesundheitliche Problem, das öffentlich bekannt wurde. Der Vatikan hielt traditionell den Gesundheitszustand der Päpste streng unter Verschluss.

Papst Franziskus winkt Pilgern während der Jubiläumsaudienz 2025 im Vatikan zu.

Leos Vorgänger Franziskus war vor seinem Tod an einer beidseitigen Lungenentzündung erkrankt.

21.04.2025 | 2:02 min

Papst-Audienzen für eine Woche abgesagt

Ein Knoten in der Lunge kann sehr unterschiedliche Ursachen haben: zurückliegende Entzündungen oder Infekte, gutartige Wucherungen - aber auch Lungenkrebs oder Metastasen eines Tumors an anderer Stelle im Körper. Eine endgültige Klärung, ob ein Knoten gutartig oder bösartig ist, bringt oft erst eine Gewebeprobe. Viele zufällig entdeckte Knoten sind nicht krebsartig.

Welche genaue Art von Eingriff am Papst vorgenommen wird, wurde nicht offiziell bekanntgegeben. Vatikan-Sprecher Matteo Bruni hatte im Vorfeld erklärt, danach brauche Leo etwa eine Woche Erholung. Wegen des Krankenhausaufenthaltes wurden alle Audienzen des Papstes bis einschließlich 20. Oktober abgesagt.

Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in den Beiträgen "Papst Leo im Krankenhaus" am 13.10.2026 um 15:00 Uhr sowie "Papst Leo muss operiert werden" am 11.10.2026 um 14:58 Uhr.

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