Niedrigwasser: Hotelschiff fährt sich fest - Fähre fällt aus

Niedrigwasser in deutschen Flüssen:Hotelschiff fährt sich fest - Rheinfähre fällt aus

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In vielen deutschen Flüssen herrscht Niedrigwasser: Im Rhein bei Bonn hat sich jetzt ein Hotelschiff festgefahren, eine Rheinfähre muss den Betrieb pausieren.

Bodensee hat Niedrigwasser

Hohe Temperaturen und wenig Regen: In den letzten Wochen sind die Wasserstände in Flüssen und Talsperren deutlich zurückgegangen. Nicht ohne Folgen.

13.07.2026 | 1:30 min

Das Niedrigwasser in deutschen Flüssen hat Folgen: Im Rhein bei Bonn hat sich ein Hotelschiff festgefahren. Es liegt seit etwa 7 Uhr am Morgen etwa auf Höhe der Bonner Oper quer auf dem Rhein, wie die Feuerwehr mitteilte. Demnach sind 75 Passagiere sowie 40 Besatzungsmitglieder an Bord - alle sind unverletzt.

Das Schiff hat sich den Angaben nach beim Anlegemanöver festgefahren und liegt mit der linken vorderen Seite auf einer Sandbank. Es soll am Nachmittag freigeschleppt werden. Andere Schiffe können in langsamer Fahrt dennoch in beide Richtungen passieren.

Nordrhein-Westfalen, Bonn: Das Schiff Thurgau Gold liegt quer auf dem Rhein auf einer Sandbank auf.

Nichts geht mehr: Das Schiff Thurgau Gold liegt quer auf dem Rhein auf einer Sandbank.

Quelle: dpa

Niedrige Pegel: Rheinfähre fällt aus

Zudem fällt in Leverkusen wegen der niedrigen Pegelstände die Rheinfähre aus. "Wie lange das der Fall sein wird, lässt sich nicht sicher prognostizieren und ist abhängig von der Pegelentwicklung", teilte die Stadt Leverkusen mit. Für das Wochenende werde allerdings ein leicht steigender Wasserstand erwartet.

15.07.2026, Nordrhein-Westfalen, Köln: Binnenschiffe fahren bei Niedrigwasser vor der Kulisse des Kölner Doms über den Rhein.

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Niedrigwasser in vielen deutschen Flüssen

Viele deutsche Flüsse wie der Rhein, die Elbe oder die Donau sind derzeit von starkem Niedrigwasser betroffen. Das hat auch Auswirkungen auf die Schifffahrt. Andreas Bartel, Sprecher des Duisburger Hafens "Duisport", betont:

Die Folge sind geringere Transportmengen pro Schiff und damit steigende Transportkosten entlang der Lieferkette.

Andreas Bartel, Hafen "Duisport"

Gleichzeitig führe die reduzierte Auslastung dazu, dass für die gleiche Warenmenge mehr Schiffe eingesetzt werden müssen.

Eine weibliche (l) und eine männliche Schellente sitzen und schwimmen bei sommerlichen Temperaturen im Fluss Spree.

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Derzeit keine amtlichen Sperrungen

Amtliche Sperrungen durch die Bundeswasserstraßenverwaltung (WSV) gebe es derzeit nicht, sagt Fabian Spieß, stellvertretender Geschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB).

Die Schifffahrt fährt, solange es sicher möglich ist.

Fabian Spieß, Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt

Dennoch bestätigt die WSV Niedrigwasser an zahlreichen Rheinpegeln. Laut der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) wurde an der Donau in den vergangenen Tagen zudem bereits der niedrigste bisherige Wasserstand gemessen. Der Wasserstand der Elbe lag am Dresdner Pegel am Mittwoch bei 59 Zentimetern - fast 90 Zentimeter unter dem Mittelwert.

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Derzeit kein ergiebiger Regen absehbar

Am grundlegenden Bild der Flüsse werde sich erst etwas ändern, wenn es zu ergiebigen Regenfällen im ganzen oder wenigstens in großen Teilen des Einzugsgebietes der jeweiligen Flüsse kommt, betont Florian Krekel, Fachbereichsleiter Schifffahrt beim WSV. Dies sei momentan aber nicht absehbar.

Verlässliche Vorhersagen für die Wasserstände könnten nicht weiter blicken als die Wettervorhersagen, so Krekel. Letztlich seien die Wasserstände nur eine Zusammenfassung der Niederschläge im jeweiligen Einzugsgebiet. Laut der BfG ist in den kommenden Wochen keine nachhaltige Entspannung der Lage zu erwarten.

Pegelstandsmesser im Bodensee

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Ausweichmöglichkeit Schienenverkehr

Trotz der Probleme zeige sich die Binnenschifffahrt aktuell dennoch robust und weiche beispielsweise auf den Schienenverkehr aus, betont Bartel. Für die Zukunft rechnet der Hafen-Sprecher immer öfter mit derartigen Problemen:

Der Klimawandel wird dazu führen, dass Phasen mit Niedrigwasser künftig häufiger auftreten können.

Andreas Bartel, Hafen "Duisport"

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Quelle: dpa
Über das Thema hat das ZDF in mehreren Sendungen berichtet, zuletzt im ZDF-Mittagsmagazin am 15.07.2026 ab 12 Uhr.

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