Aktenzeichen XY vom 25.02.2026:Vergewaltigungsserie im Raum Hamburg und Neumünster
Dreimal schlug ein Täter zwischen 2020 und 2024 zu und zwang junge Frauen zu sexuellen Handlungen. Er konnte nicht gefasst werden. Die Ermittler suchen mit Aktenzeichen XY Zeugen.
XY-Szenenfoto: Ein Mann drängte mindestens drei junge Frauen zu sexuellen Handlungen und vergewaltigte sie teilweise.
Quelle: ZDFMindestens drei Taten wurden einem Sexualstraftäter aus dem Raum Hamburg und Neumünster zugeordnet, da die Vorgehensweise deutliche Parallelen aufwies. Trotz gesicherter DNA-Spuren und der Veröffentlichung eines Phantombilds ist der Mann bislang unbekannt geblieben.
In der aktuellen Sendung geht es unter anderem um die Suche nach einem Serientäter und den Mord an einer 16-Jährigen. Rudi Cerne und die Kripo hoffen wieder auf wertvolle Hinweise.
25.02.2026 | 90:02 minErste Tat in Hamburg-Billstedt
Am 27. August 2020 sprach ein Unbekannter am helllichten Tag eine 19-Jährige nach einem Arzttermin an. Er machte ihr Komplimente und wollte mit ihr etwas trinken gehen. Als sie ablehnte, versuchte er, sie zu küssen, bedrohte sie und zwang sie mitzukommen.
Durch wahlloses Klingeln verschaffte er sich Zugang zum Keller eines Mietshauses, wo er sie zu sexuellen Handlungen nötigte. Der jungen Frau gelang es zu fliehen.
Mit Hilfe eines Opfers hat die Kripo ein Phantombild des Täters erstellt.
Quelle: LKA HamburgZweite Tat in Neumünster
Am 20. November 2021 sprach derselbe Mann eine 17-Jährige am Bahnhof Neumünster an, die dort das WLAN nutzte. Er forderte sie auf, zu lächeln und seine Hand zu nehmen, erzählte von sich - er sei Ende 20, Lkw-Fahrer und komme aus einem Stadtteil mit "B". Er näherte sich ihr immer weiter, berührte sie am Gesäß, küsste sie und drohte mit Gewalt.
Nachdem er im DB-Store Alkohol gekauft und sie zum Trinken gezwungen hatte, konnte sie zunächst entkommen. In einer Sackgasse holte er sie jedoch ein und drängte sie zum Oralverkehr. Danach gelang ihr die Flucht.
Weitere Tat in Hamburg-Wandsbek
Am frühen Morgen des 20. Juli 2024 wurde eine 19-Jährige am Bahnhof Wandsbek-Markt angesprochen, nachdem sie sich bei einem 24-Stunden-Bäcker Kaffee geholt hatte. Auf einem nahegelegenen Parkplatz tauchte der Mann erneut auf, stellte Fragen und schlug ihr plötzlich den Becher aus der Hand.
Er zerrte sie vor einen Lieferwagen und zwang sie ebenfalls zum Oralverkehr. Dabei würgte er sie bis fast zur Bewusstlosigkeit. Anschließend verschwand er.
Alle drei Taten geschahen im Großraum Hamburg, bis nach Neumünster.
Quelle: MapTiler / OpenStreetMap / ZDFTäter setzte Opfer unter Druck - Ermittler vermuten weitere Übergriffe
Bei allen Taten setzte der Mann seine Opfer massiv unter Druck und drohte mit "Ärger" und Gewalt. Auffällig war eine zunehmende Brutalität: Ermittler schließen weitere, bislang nicht angezeigte Taten nicht aus und bitten weitere potenzielle Opfer, sich zu melden.
Personenbeschreibung
Der Gesuchte dürfte zur Tatzeit Mitte bis Ende 20, heute vermutlich Anfang bis Mitte 30 Jahre alt gewesen sein. Er soll ca. 1,80 Meter groß, von kräftiger Statur und ungepflegtem Erscheinungsbild gewesen sein.
Er trug einen fleckig-stoppeligen Vollbart, kurze dunkle Haare und soll Akne-Narben im Gesicht, eine große Narbe an der Stirn und eine Narbe am rechten Nasenflügel gehabt haben. Sein Aussehen wird als südosteuropäisch oder arabisch beschrieben. Er sprach mit einer tiefen Stimme und starkem Akzent.
Bekleidet soll er meist mit einem schwarzen Sweater mit Reißverschluss gewesen sein, darunter ein weißes T-Shirt, grüne Cargo-Hose, schwarzer Gürtel und Silberkette. Einem der Opfer gegenüber gab er an, er sei Lkw-Fahrer aus einem Hamburger Stadtteil mit "B".
Fragen nach Zeugen
- Wer hat im Großraum Hamburg Ähnliches erlebt und dies nicht der Polizei gemeldet?
- Wem kommt der Mann auf dem Phantombild bekannt vor?
- Wer kennt einen Mann, auf den die Beschreibung zutrifft und der im Raum Hamburg beruflich oder privat unterwegs ist?
- Wem ist in der Region rund um Hamburg und Neumünster ein Mann aufgefallen, der junge Frauen anspricht und auf den die Beschreibung zutrifft?
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Taten führen, ist eine Belohnung von 2.500 Euro ausgesetzt.
Zuständig
LKA Hamburg
Telefon: 040 / 42 86 50
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