Indonesien öffnet mehrere Flughäfen nach Vulkanausbruch wieder

Flugverkehr normalisiert sich:Indonesien öffnet mehrere Flughäfen nach Vulkanausbruch

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Ein Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau hat den Flugverkehr in Indonesien massiv beeinträchtigt. Nach Tausenden Flugausfällen sind die meisten Flughäfen inzwischen wieder geöffnet.

ndonesien, Provinz Lampung: Ein vom Indonesischen Zentrum für Vulkanologie und Geologische Gefahrenabwehr (PVMBG) via XinHua bereitgestelltes Drohnenfoto zeigt den Vulkan Anak Krakatau, der Aschewolken ausstößt.

Der indonesische Vulkan Anak Krakatau ist ausgebrochen. Laut Behörden stieg die Aschewolke bis auf 15.000 Meter Höhe. Am Flughafen in Jakarta wurde zeitweise der Flugverkehr eingestellt.

06.09.2026 | 0:19 min

Nach tagelangen Schließungen wegen eines Vulkanausbruchs hat Indonesien seinen wichtigsten Flughafen in der Hauptstadt Jakarta sowie vier weitere Flughäfen wieder geöffnet. Der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau hatte den Flugverkehr zum Erliegen gebracht und fast 3.000 Flüge beeinträchtigt.

"Wir gehen vorsichtig vor, weil die Windrichtung sehr dynamisch ist", erklärte Verkehrsminister Dudy Purwagandhi am Dienstag. Man wolle sicherstellen, dass die Vulkanasche von den Flughäfen abgezogen sei.

"Es dürfte etwas dauern, die Flugzeuge vorzubereiten", so Purwagandhi. Die Behörden müssten zunächst die Lufttüchtigkeit von 178 Maschinen prüfen, die während der Schließung am Flughafen Soekarno-Hatta abgestellt waren.

Vulkanausbruch dauerte mehrere Tage

Der Vulkan Anak Krakatau war am späten Freitag ausgebrochen und hatte Jakarta sowie umliegende Gebiete mit Asche überzogen. Der Vulkanausbruch mit Lavafontänen und lauten Explosionen war am Sonntag abgeklungen. Am Dienstagmorgen war die Vulkaninsel jedoch weiterhin aktiv.

Gemeinsame Such- und Rettungsteams bereiten sich darauf vor, Opfer zu evakuieren, die vom Ausbruch des Mount Dukono in Nord-Halmahera (Provinz Maluku, Indonesien) am 8. Mai 2026 betroffen sind.

Bei einem Vulkanausbruch in Indonesien im Mai waren drei Menschen zu Tode gekommen. Trotz eines Kletterverbots befanden sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs 20 Bergsteiger auf dem Vulkan Dukono.

08.05.2026 | 0:50 min

Aus Sicherheitsgründen waren acht Flughäfen geschlossen worden. Insgesamt kam es bei 2.961 Flügen zu Ausfällen, Umleitungen und Verspätungen. Rund 341.000 Reisende seien betroffen gewesen, erklärte Infrastrukturminister Agus Harimurti Yudhoyono. Die Fluggesellschaften stehen nun vor der logistischen Aufgabe, alle gestrandeten Passagiere an ihre vorgesehenen Ziele zu befördern.

Geöffnet wurden der internationale Flughafen Soekarno-Hatta und der Flughafen Halim Perdanakusuma in Jakarta, der Flughafen Husein Sastranegara in der Stadt Bandung im Westen der Insel Java sowie zwei kleinere Flughäfen in der Provinz Banten. Ein weiterer Flughafen war bereits am Montag wieder geöffnet worden, zwei blieben gesperrt.

Menschen räumen die Trümmer eines durch ein Erdbeben beschädigten Hauses weg.

Bei einem schweren Erdbeben im August auf der zu Indonesien gehörenden Insel Flores starben Dutzende Menschen.

15.08.2026 | 0:18 min

Indonesien hat zahlreiche aktive Vulkane

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, wo mehrere tektonische Platten aufeinandertreffen. Dadurch gibt es immer wieder Vulkanausbrüche und Erdbeben. Der Vulkan Anak Krakatau liegt in der Meerenge zwischen Java und Sumatra und damit im Bereich des Pazifischen Feuerrings.

Indonesien zählt rund 130 aktive Vulkane. Zuletzt war das Land zudem von Waldbränden und einem Erdbeben Mitte August betroffen. Präsident Prabowo Subianto sagte nach Beratungen mit den Behörden am Montag, die Mittel für den Katastrophenschutz müssten deutlich erhöht und die Vorsorge verstärkt werden.

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Quelle: Reuters, AP, AFP
Über dieses Thema berichtete heuteXpress in dem Beitrag "Vulkan Anak Krakatau ist ausgebrochen" am 06.09.2026 um 10:16 Uhr.

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