Fangschrecke breitet sich aus:Mehr Sichtungen von Gottesanbeterinnen als je zuvor
So viele Gottesanbeterinnen wie nie: Die Fangschrecke breitet sich laut NABU immer weiter in Deutschland aus. Doch nicht überall fühlt sich das auch Mantis genannte Insekt wohl.
Laut Naturschutzbund NABU wurden diesen Sommer mehr Gottesanbeterinnen als je zuvor gesichtet. Aufgrund des Klimawandels breiten sie sich in Deutschland aus, sind für Menschen aber ungefährlich.
07.08.2026 | 0:32 minIn diesem Sommer wurden so viele Gottesanbeterinnen gesichtet wie nie zuvor: Das berichtet der Naturschutzbund NABU. Die Fangschrecke breite sich aufgrund des Klimawandels seit einigen Jahren in Deutschland aus, wie die Organisation in Berlin mitteilte. Noch vor wenigen Jahrzehnten habe sie hierzulande als Exotin gegolten, die nur im äußersten Süden der Republik vorkam. Inzwischen gebe es auch große Vorkommen entlang des Rheins sowie in Ostdeutschland.
Die Mittelgebirge und der Norden seien dem auch Mantis genannten Insekt noch zu kalt, sagte NABU-Sprecher Helge May. Aber:
Einzelne Funde gibt es inzwischen aus jedem Bundesland.
Helge May, NABU-Sprecher
Gottesanbeterinnen bis Ende September gut zu beobachten
Wer eine Gottesanbeterin sieht, sollte das unbedingt melden. Die Art sei ruhig und lasse sich gut fotografieren. Durch ihre großen Fangarme sei sie zudem nahezu unverwechselbar: Auswertungen von Laien-Fotos zeigten kaum Fehlbestimmungen.
Noch bis Ende September können Gottesanbeterinnen demnach häufig beobachtet werden. Geschätzt ein Drittel der Männchen stirbt laut NABU unmittelbar nach der Paarung, da sie von den Weibchen verspeist werden. "Was grausam klingt, ist im Sinne der Arterhaltung nachvollziehbar", so die Organisation: "Die Männchen haben ihre Schuldigkeit getan und die Weibchen stärken sich für die anstrengende Eierproduktion. Im Herbst sterben auch die Weibchen, nur die 'Oothek' genannten Eipakete überwintern."
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06.03.2025 | 74:07 minTier ist für Menschen harmlos
Derzeit fallen die Tiere den Angaben zufolge auf, "wenn sie auf der Suche nach Nahrung und Hochzeitspartnern kurze Flüge unternehmen und dabei auch in Gärten kommen oder sich sogar ins Haus verirren". Vor allem an sonnigen Plätzen, auf Stauden oder am Rand von Gebüschen könne man sie entdecken; meist verharrten sie dort allerdings regungslos und seien durch ihre grüne oder braune Färbung gut getarnt.
Für den Menschen sind die Tierchen übrigens ungefährlich:
Sie sind weder giftig noch können sie stechen.
Helge May, NABU-Sprecher
Die ursprünglich aus Afrika stammende Art bevorzugt den Angaben zufolge sonnige, trockenwarme Lebensräume wie Gras- und Buschlandschaften, Halbtrockenrasen und Ruderalflächen.
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