Preisverleihung in Los Angeles:Golden Globes 2026: Das sind die Gewinner
von Anna Grösch, Washington D.C.
"One Battle After Another" gewinnt den Golden Globe für die beste Komödie, "Hamnet" für das beste Drama. Neben Glamour gibt es bei der Gala aber auch politische Zwischentöne.
Stellan Skarsgård
Der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård ist bei den Golden Globes als bester männlicher Nebendarsteller ausgezeichnet worden für seine Rolle in dem Familiendrama "Sentimental Value".
Quelle: APSie sind zwar nicht genauso prestigeträchtig, trotzdem gelten sie als wichtiger Indikator dafür, wer im März eine der begehrten Oscar-Trophäen mit nach Hause nehmen darf: In Los Angeles sind in der Nacht die Golden Globes verliehen worden.
Comedienne Nikki Glaser führte durch die Show, bei der in diesem Jahr Preise in 27 Kategorien für Film- und Fernsehen vergeben wurden. Erstmals wurde in diesem Jahr auch der beste Podcast ausgezeichnet. Und neben Tränen, Glamour und Blitzlichtgewitter gab es bei der Show auch politische Statements.
Auszeichnungen für "One Battle After Another" und "Hamnet"
Den Preis für den besten Comedy-Film gewann der Actionthriller "One Battle After Another" von Regisseur Paul Thomas Anderson, mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Der Favorit war mit neun Nominierungen ins Rennen gestartet. Als bester Film in der Kategorie Drama wurde "Hamnet" von Regisseurin Chloé Zhao ausgezeichnet. Der Film behandelt das Leben der Familie Shakespeare, die den Verlust ihres Sohnes Hamnet verkraften muss.
Hauptdarstellerin Jessie Buckley gewann für ihre Rolle als William Shakespeares Ehefrau auch den Preis als beste Drama-Darstellerin. Bester Drama-Darsteller wurde der Brasilianer Wagner Moura für seine Rolle in "The Secret Agent".
Taylor: "Wir gehören in jeden Raum"
Bereits mit den ersten Preisen des Abends wurde es politisch: Teyana Taylor gewann den Preis als beste Nebendarstellerin für ihre Darbietung in "One Battle After Another". In ihrer Dankesrede wandte sie sich unter Tränen direkt an ihre "braunen Schwestern und braune kleine Mädchen, die zuschauen".
Wir gehören in jeden Raum, in den wir hineingehen. Unsere Stimmen zählen.
Teyana Taylor
Über den Preis für den besten Nebendarsteller konnte sich der Schwede Stellan Skarsgård in "Sentimental Value" für seine Darstellung als entfremdeter Vater freuen. Der erste Golden Globe für den "Besten Podcast" ging an das Format "Good Hang with Amy Poehler" - von und mit der gleichnamigen Schauspielerin und Komikerin.
Wer hat gewonnen, wer verloren? Hier können Sie noch einmal sehen, wer im Vorfeld der Golden Globes als Favorit oder Favoritin gehandelt wurde.
11.01.2026 | 3:31 minAuszeichnungen für Chalamet und Byrne
In der Kategorie "Bester Schauspieler - Komödie oder Musical" schlug Timothée Chalamet unter anderem Favorit Leonardo DiCaprio. Der 30-jährige Chalamet wurde für seine Rolle als "Marty Supreme" mit seinem ersten Golden Globe ausgezeichnet.
- Prognosen zur Verleihung: Politthriller mit DiCaprio könnte bei Golden Globes abräumen
Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie oder Musical wurde die Australierin Rose Byrne für ihre Rolle in der Tragikomödie "If I Had Legs I'd Kick You". Byrne setzte sich unter anderem gegen Emma Stone ("Bugonia") und Kate Hudson ("Song Sung Blue") durch. Der Gewinn sei ein Schock, sagte sie:
Wir haben diesen Film in 25 Tagen für ungefähr 8,50 Dollar gedreht. Vielen Dank!
Rose Byrne, Schauspielerin
Als bester nicht-englischsprachiger Film wurde "The Secret Agent" aus Brasilien ausgezeichnet. Die beste Filmmusik ging an den schwedischen Filmkomponisten Ludwig Göransson für den Soundtrack zu "Blood & Sinners".
Oscar-Verleihung am 15. März
Unpolitisch blieb es auch auf dem roten Teppich nicht: So trug unter anderem Schauspieler Mark Ruffalo einen "Be Good"-Anstecker, im Gedenken an Renee Good. Die 37 Jahre alte US-Amerikanerin war am 7. Januar von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis erschossen worden.
Das nächste Highlight der diesjährigen Awards-Season für Filmfans ist dann die Verkündung der Oscar-Nominierungen am 22. Januar. Vergeben werden die wichtigsten Preise der US-Filmbranche dann am 15. März.
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