Ebola im Kongo: Erste WHO-Impfdosen angekommen

Kampf gegen die Epidemie:Ebola: Erste Impfdosen erreichen die DR Kongo

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Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo forderte die bisher meisten Toten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat den ersten Impfstoff in geschickt.

 Mitglieder des Einsatzteams senken den Leichnam von Baudo Baraka Jules gemäß den Bestattungsvorschriften für Ebola-Opfer in Anwesenheit seiner Familie in Bunia, Demokratische Republik Kongo, am 18. August 2026 in ein Grab.

Ebola breitet sich in der DR Kongo rasant aus. Fast die Hälfte aller Infizierten versterben.

19.08.2026 | 1:31 min

Im Kampf gegen gegen die folgenschwere Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hat das zentralafrikanische Land die ersten 16.000 Dosen des Impfstoffs Ervebo erhalten. Die Lieferung traf laut dem Bericht eines AFP-Korrespondenten in der Nacht zum Samstag auf dem Flughafen von Kinshasa ein. Insgesamt soll das Land 70.000 Impfdosen erhalten.

Ebola in der DR Kongo: WHO stellt 70.000 Impfdosen zur Verfügung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Lieferung am Donnerstag angekündigt und erklärt, dass der Impfstoff für den begrenzten Einsatz bei Gefährdeten sowie Tests vorgesehen sei. Bislang ist nur für den Zaire-Stamm des Ebola-Virus nachgewiesen, dass Ervebo sicher und wirksam ist - nicht aber für die derzeit im Kongo grassierende Bundibugyo-Variante des Virus.

Temperaturmessung an einer Person

Das Ebola-Virus breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo nach wie vor rasant aus. Vor Ort versuchen auch deutsche Ärzte, so gut es geht zu helfen.

08.08.2026 | 2:34 min

Zur Verfügung gestellt wurde der Impfstoff von der Internationalen Koordinierungsgruppe für Impfstoff-Versorgung der WHO: 20.000 Impfdosen sollen für eine dritte Testphase zur Wirksamkeit von Ervebo gegen die Bundibugyo-Variante genutzt werden und 50.000 für medizinisches Personal, das an vorderster Front gegen die Epidemie kämpft.

Medizinische Versorgung in der DR Kongo eingeschränkt

Der Ebola-Ausbruch im Kongo war am 15. Mai offiziell festgestellt worden, wahrscheinlich hatte sich das Virus damals aber schon wochenlang verbreitet. Die Epidemie betrifft mehrere Provinzen im Norden und Osten der Demokratischen Republik Kongo, wo die medizinische Versorgung nach jahrelangen bewaffneten Konflikten stark eingeschränkt ist.

Demokratische Republik Kongo: Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens besprüht einen Kollegen mit Desinfektionsmittel.

Mit mehr als 2.300 Todesfällen ist die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo die tödlichste in der Geschichte des Landes. Die Sterblichkeitsrate sei auf jetzt 46 Prozent gestiegen.

17.08.2026 | 0:24 min

Am Freitag hatten die Vereinten Nationen erklärt, dass bereits mehr als 2.500 Menschen in dem zentralafrikanischen Land an Ebola gestorben sind.

Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Die Infektion kann Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall bis hin zu inneren Blutungen und Organversagen verursachen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.

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Quelle: AFP
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 19.08.2026 ab 19 Uhr.

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