Wetterbilanz: Sommer 2025 trotz nassem Juli warm und trocken

Wetterbilanz des DWD:Sommer war trotz nassem Juli warm und trocken

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Obwohl es im Juli viel geregnet hat, war der Sommer insgesamt vergleichsweise trocken und sonnig. Besonders der Juni war laut Deutschem Wetterdienst ungewöhnlich warm.

Symbolbild: Die Hände einer Frau zeigen trockenen Ackerboden auf einem Feld.

Der Sommer war im Vergleich zum langjährigen Mittel trocken - trotz des teils verregneten Julis. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zieht eine gemischte Bilanz der vergangenen drei Sommermonate. Neben zwei Hitzewellen gab es einen vergleichsweise kühlen und nassen Juli, wie der DWD nach der ersten Auswertung von Daten seiner rund 2.000 Messstationen mitteilte.

Ärgerlich für manchen Urlauber, aber gut für die Natur war demnach der nasse Juli. Er habe die Trockenheit zwischenzeitlich gemildert.

Juni und August deutlich zu trocken

Im gesamten Sommer fielen dem DWD zufolge bundesweit rund 227 Liter Regen pro Quadratmeter - etwa fünf Prozent weniger als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Auch im Vergleich zur neueren Vergleichsperiode von 1991 bis 2020 betrage das Defizit rund sechs Prozent. 

So "normal" war der Sommer 2025 bei Ihnen

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Der Vergleich mit vieljährigen Werten ermöglicht den Angaben zufolge eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels

Passanten gehen mit Regenschirmen im strömenden Regen durch die Innenstadt.

Der Juli war zu nass und zu warm. Das zeigte auch schon die Monatsbilanz des Deutschen Wetterdienstes. Im Durchschnitt fielen 114 Liter Regen pro Quadratmeter.

30.07.2025 | 1:24 min

Laut der vorläufigen Bilanz waren Juni und August deutlich zu trocken: Mit 61 beziehungsweise 54 Litern pro Quadratmeter habe es jeweils rund 30 Prozent weniger geregnet als im langjährigen Mittel von 1961 bis 1990. Im Juli hingegen sei mit 114 Litern pro Quadratmeter mehr Regen gefallen als üblich.

DWD: Siebtwärmster Juni seit Aufzeichnungsbeginn

Die Temperatur lag laut DWD in den drei Monaten im Mittel bei 18,3 Grad und damit zwei Grad über dem Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990. Gegenüber der aktuellen Vergleichsperiode 1991 bis 2020 ergab sich ein Plus von 0,7 Grad. 

Der Juni war demnach der siebtwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Bei den Hitzewellen Anfang Juli und Mitte August wurden Höchstwerte bis zu 38 Grad beziehungsweise 37 Grad Celsius gemessen.

Als Starkregen gilt Niederschlag ab 15 l/qm pro Stunde bzw. 20 l/qm in sechs Stunden. Der Klimawandel macht solche Wetterextreme häufiger und intensiver. Denn bei steigenden Temperaturen verdunstet mehr Wasser. Pro 1 °C Erwärmung kann die Luft 7 % mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Die Folge: große Regenwolken und heftige Niederschläge.

Den bundesweiten Spitzenwert meldete Anfang Juli Andernach am Mittelrhein in Rheinland-Pfalz mit 39,3 Grad. Die niedrigste Temperatur dieses Sommers wurde im sächsischen Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge am vergangenen Sonntag mit nur 0,6 Grad gemessen.

Im Schnitt: 720 Stunden Sonnenschein

Insbesondere im Südwesten konnte man sich nach DWD-Angaben nicht über zu wenig Sonne beschweren. Dort wurden zum Teil mehr als 800 Sonnenstunden registriert. Im nordwestlichen Tiefland und an den Alpen sank die Bilanz mancherorts dagegen unter 600 Stunden.

Luftaufnahme der Überschwemmungen im bayerischen Reichertshofen.

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Bundesweit lag der Schnitt bei rund 720 Stunden Sonnenschein. Das waren über 106 Sonnenstunden oder 17 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode 1961 bis 1990 und auch knapp 70 Sonnenstunden mehr als im Zeitraum von 1991 bis 2020 (654 Stunden).

Quelle: dpa, AFP

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