Rave The Planet: Zehntausende tanzen - auch gegen den Terror

Techno-Parade "Rave The Planet":Berlin tanzt wieder: Mit Schweigeminute und Schutzmaßnahmen

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Drei Wochen nach dem CSD-Anschlag feiern Zehntausende bei "Rave The Planet" im Berliner Tiergarten. Bei 35 Grad trotzen die Raver dem Terror - und würdigen die Opfer.

Menschen nehmen am 15. August 2026 in Berlin an der „Rave the Planet Parade“ teil.

In Berlin hat die Techno-Parade "Rave the Planet" begonnen. Unter dem Motto "Imagine Love" demonstrieren die Teilnehmenden für Frieden und Zusammenhalt.

15.08.2026 | 0:21 min

Zehntausende Raver schwitzen bei der Techno-Parade "Rave The Planet" im Berliner Tiergarten, tanzen trotz 35 Grad im Takt der Bässe. Es ist die erste Großveranstaltung nach dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) vor drei Wochen. Sie stellt Polizei und Veranstalter in Berlin vor besondere Herausforderungen: Es gilt - ganz in der Nähe des damaligen Tatorts - die Sicherheit der Raver zu gewährleisten und sie gleichzeitig vor den Auswirkungen der Hitze zu schützen.

Ein Wasserwerfer der Polizei sprüht Wasser auf die Menge, um die Teilnehmer der „Rave the Planet Parade“ am 15. August 2026 in Berlin abzukühlen, wo die Temperaturen 35 Grad Celsius erreichten.

Temperaturen weit über 30 Grad: Ein Wasserwerfer kühlt die Feiernden in Berlin ab.

Quelle: AFP

Hubschrauber und Sperrungen sorgen für Sicherheit

Für das als Demonstration angemeldete Spektakel unter dem Motto "Imagine Love" auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Die Polizei zeigt starke Präsenz und ist mit rund 1.500 Beamten im Einsatz. Ein Hubschrauber ist in der Luft, auch Drohnen will die Polizei zum Schutz der bis in den Abend andauernden Veranstaltung aufsteigen lassen. Die Veranstaltung geht offiziell bis 22 Uhr.

Weiträumig sind Straßen und Wege in der Umgebung gesperrt und teils mit Pollern gesichert. Polizistinnen und Polizisten sind zu Fuß und auf Pferden auf den Wegen im weitläufigen Tiergarten unterwegs. S-Bahn-Züge halten nicht mehr am Brandenburger Tor. Auch die U-Bahnhöfe Brandenburger Tor und Bundestag werden nicht angefahren.

Nach dem islamistischen Terroranschlag am Christopher Street Day in Berlin sind viele Fragen offen - Fragen, die der Innenausschuss nun klären will.

Wieso konnte der islamistische Terroranschlag auf den CSD in Berlin nicht verhindert werden? Eines der Themen im Innenausschuss des Bundestages.

04.08.2026 | 1:40 min

Schweigeminute für Opfer des CSD-Anschlags

Insgesamt erwarteten die Veranstalter bis zu 300.000 Techno-Fans, die Polizei spricht gegen 17.30 Uhr von Zehntausenden Teilnehmern. Und die wollen richtig laut sein. Doch zu Beginn der Parade ist es erst mal ganz still. Mit einer Schweigeminute halten die Menschen kurz inne, um an die Opfer des Terroranschlags zu erinnern.

Der Mitbegründer der gemeinnützigen Organisation "Rave The Planet", Dr. Motte, bürgerlich Matthias Roeingh, ruft die Teilnehmer bei der Auftaktkundgebung auf, an Liebe zu denken - für sich selbst, für die anderen.

Dann könnte daraus vielleicht Weltfrieden entstehen. Lasst uns doch diese Vision Wirklichkeit werden.

Dr. Motte alias Matthias Roeingh

Julia Miosga vom Berliner CSD-Verein sagt: "Lasst uns mutig sein. Lasst uns Haltung zeigen. Jetzt erst recht." Anna-Maria Seifert vom Karneval der Kulturen sagt:

Unsere Stadt Berlin ist stark, wenn die Menschen zusammenkommen. Wir sind viele, wir sind vielseitig und darin liegt unsere Stärke.

Julia Miosga, Berliner CSD-Verein

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"Wir sind es der queeren Community schuldig", sagt Clara Bünger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken nach dem CSD-Anschlag in Berlin.

04.08.2026 | 8:35 min

Erinnerungen an den Anschlag auf den CSD

Auch am 25. Juli beim CSD feiern Hunderttausende am Brandenburger Tor in Berlins Mitte, ehe der Horror am Abend seinen Lauf nimmt. Ein islamistischer Attentäter fährt in einem Wäldchen im Tiergarten mit einem Van in eine Menschengruppe und attackiert anschließend vermutlich mit einer Machete Anwesende. Eine Frau stirbt, und mindestens 31 Menschen werden zum Teil schwer verletzt. Einen Tag danach erschießt die Polizei den Terroristen.

Viele der Teilnehmer bei "Rave The Planet" haben die Bilder von damals im Kopf. Doch sie wollen positiv denken, Haltung zeigen, ausgelassen feiern, Glück in der Gemeinschaft finden. Es ist eine Hitzeschlacht gegen die Terrorangst, die so manchen der zumeist jungen Raver auch körperlich einiges abverlangt: Rund 35 Grad im Schatten zeigen die Thermometer an.

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in heute Xpress am 15.08.2026 ab 17:00 Uhr sowie in den heute-Nachrichten am 15.08.2026 ab 19:00 Uhr.

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