Stiftung Warentest und ADAC warnen:Autokindersitze im Test: Diese Modelle sind lebensgefährlich
Stiftung Warentest und ADAC schlagen Alarm: Acht getestete Kindersitze zeigen gravierende Mängel im Frontalcrash. Welche Modelle Sie ab sofort nicht mehr nutzen sollten.
Acht Kindersitze sind im aktuellen Test der Stiftung Warentest durchgefallen - schlechte Verarbeitung sorgt für Gefahr bei Frontalcrashs. Und: Alle Sitze stammen von EINEM Hersteller in China.
16.04.2026 | 2:21 minDie Stiftung Warentest und der ADAC warnen vor mehreren Autositzmodellen für Kinder. Insgesamt acht Modelle versagten demnach in einem Frontalcrash-Szenario, heißt es vom Automobilclub und der Stiftung. Bei Crashversuchen hätten diese Sitze "gravierende Mängel" gezeigt. Die Tester raten: "Finger weg!" Die Sitze sollten ab sofort nicht mehr benutzt werden.
Der Stiftung Warentest zufolge handelt es sich um eine Gruppe baugleicher Kindersitze, die unter verschiedenen Namen vertrieben werden und die Zulassungsnummer "E8 0313715" tragen sowie die Babyschale "Kinderkraft Mink Pro 2 plus Basisstation Mink FX2".
Bereits im vergangenen Jahr hatte der ADAC Kindersitze getestet. Die meisten erfüllen die Anforderungen.
16.07.2025 | 2:55 minLebensgefahr für das Kind bei Frontalcrash mit 50 km/h
Wer einen der betroffenen Sitze bereits gekauft hat, solle ihn ab sofort nicht mehr nutzen und sich an den jeweiligen Anbieter wenden, heißt es. Reiner Metzger von der Stiftung Warentest warnt:
Die Sitze sind offensichtlich zu schwach konstruiert.
Reiner Metzger, Stiftung Warentest
An den entscheidenden Stellen, an denen die Last bei einem Aufprall auftritt, seien die entsprechenden Teile "nicht dick genug", sie würden etwa abknicken oder ausreißen. Bei einem Frontalcrash mit 50 km/h bestehe dadurch Lebensgefahr für das Kind.
Die beiden Online-Plattformen Shein und Temu bieten ihre Produkte zu Billigpreisen an. Viele ihrer Produkte beurteilt die Stiftung Warentest nun als "giftig" und "gefährlich".
04.11.2025 | 1:33 minHersteller und Händler reagieren unterschiedlich
Dabei würden die Hersteller und Händler unterschiedlich reagieren: Kinderkraft biete einen kostenlosen Umtausch oder vollständige Rückerstattung an, Kunden sollten sich dafür per E-Mail an safety@kinderkraft.com melden, gab die Stiftung an.
"Der Hersteller der Klon-Sitze, die chinesische Firma Yangzhou Lettas Baby Product CO., LTD, verweist auf sein Kundenserviceteam", führte die Stiftung aus. Dem ADAC gegenüber teilte Lettas mit, "dass man bereits seit Januar einige Verbesserungen an den Sitzen vorgenommen habe, die das Sicherheitsproblem betreffen".
Problematisches Modell unter verschiedenen Namen verkauft
Der Automobilclub erklärte, dass der Kindersitz mit europäischer Zulassung auf der Plattform "Alibaba" nach Kundenwunsch individualisiert und dann in größerer Stückzahl bestellt werden kann. "Dies haben offenbar einige Händler getan", was erkläre, dass das Sitzmodell sich unter verschiedenen Namen auf diversen Online-Verkaufsportalen wiederfinde.
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