Update am Morgen: Tanken auf Pump?

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Update am Morgen:Tanken auf Pump?

von Meike Srowig

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Meike Srowig


Guten Morgen,

und, haben Sie auch schon gecheckt, wo heute das Benzin am günstigsten ist? Dann sind Sie nicht allein. Denn einen Gewinner gibt es auf jeden Fall schon, seit die Benzinpreise so angestiegen sind - und das sind die Tank-Apps. Bei manchen Apps sollen sich die Nutzerzahlen sogar verdreifacht haben.

Tipps, wo der Sprit gerade besonders günstig ist, sind in Familienchat-Gruppen, Konferenzen und überall an der Tagesordnung. Vor allem, seitdem die "psychologische Grenze" von zwei Euro Ende Februar überall gerissen worden ist. Nun soll gegengesteuert werden - vor allem psychologisch, sagen viele Kritiker. Denn die Regierungskoalition möchte mit einem neuen Gesetz die Energiesteuer senken sowie den darauf entfallenden Anteil an der Umsatzsteuer.

In der Summe sind es 17 Cent, die zunächst einmal für zwei Monate jeden Liter Benzin oder Diesel günstiger machen sollen. Ob damit die magische Grenze von zwei Euro unterschritten wird, wird sich erst noch zeigen. Kritiker befürchten, dass die Mineralölkonzerne nicht ohne Weiteres die 17 Cent an die Autofahrer weitergeben werden.

Eine Person tankt ein Auto an einer Tankstelle in Wasserbillig (Luxemburg). (Archiv)

frontal zeigt, wie die Ölkonzerne bei den hohen Preisen an den Tankstellen mitverdienen.

14.04.2026 | 8:38 min

Dabei ist das genau das, was der Bundeskanzler versprochen hat. Bei der Vorstellung der Pläne am Montag sprach er von einer "ganz konkreten Entlastung für private Haushalte sowie für Unternehmen". Und weiter: Die Bundesregierung erwarte von der Mineralölwirtschaft, dass diese die Steuersenkung "direkt und ohne Einschränkungen" an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergibt.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sprach von einer Entlastung von rund 1,6 Milliarden Euro für Verbraucher und Wirtschaft. Doch wie viele Menschen betrifft es wirklich? Rund 60 Prozent der Erwerbstätigen fahren mit dem Auto zur Arbeit. Das sind in Deutschland rund 20 Millionen Menschen. Und fast zweieinhalb Millionen davon müssen mehr als 100 Kilometer zur Arbeit fahren. Kritiker sagen, dass die Energiesteuer eine klassische "Gießkanne" sei, denn auch die, die sich die hohen Spritpreise leisten könnten, würden davon profitieren - es sei also nicht sozial gerecht.

Marcel Fratzscher per Videocall zugeschaltet.

Ökonom Fratzscher hält das Paket für einen Fehler, sagt er bei ZDFheute live.

13.04.2026 | 12:42 min

Offen bleibt außerdem, wer denn am Ende die Entlastung, die ein neues Loch in den Haushalt reißen wird, finanzieren wird. Viele befürchten Steuererhöhungen oder anderes, was am Ende bedeuten würde, dass doch wieder die Steuerzahler ran müssen. Eine langfristige Entlastung sieht anders aus, kritisieren Ökonomen.

Heute wird also sicherlich heftig diskutiert werden im Bundestag. Wenn alles nach Plan der Bundesregierung läuft, dann soll der Gesetzentwurf in den nächsten zehn Tagen alle weiteren Instanzen durchlaufen, um dann ab dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, gelten zu können. Aber auch danach werden die Apps sicherlich weiter gefragt werden: Wo ist denn jetzt der Sprit am günstigsten?

Fahren Sie gut in diesen Tag,

Meike Srowig, stellvertretende Leiterin des ZDF heute journal

Was im Iran-Krieg passiert ist

Israelische Truppen rücken im Südlibanon weiter vor: Israels Ministerpräsident Netanjahu kündigte an, dass die Streitkräfte des Landes ihren Einsatz im Südlibanon fortsetzen und weitere Gebiete im Nachbarland unter ihre Kontrolle bringen würden. Derzeit konzentrierten sich die Kämpfe auf die strategisch wichtige Stadt Bint Dschbeil, wo israelische Truppen im Begriff seien, "diese große Hochburg der Hisbollah zu beseitigen", so Netanjahu in einer Videoansprache.

Republikaner im US-Senat lehnen Resolution gegen Iran-Krieg erneut ab: Die Republikaner von US-Präsident Trump haben im Senat erneut eine Resolution abgewiesen, die das US-Militär vorerst zum Rückzug aus dem Konflikt mit Iran gezwungen hätte. Es war bereits das vierte Mal in diesem Jahr, dass der US-Senat dafür stimmte, sich bei Militäreinsätzen der Entscheidung des Präsidenten unterzuordnen.

Laut iranischem Staatsfunk melden sich 26 Millionen für Kriegsdienst: Trotz Waffenruhe melden sich nach Angaben des staatlichen Senders Irib immer mehr Iraner freiwillig für den Kriegsdienst. Demnach sollen sich mehr als 26 Millionen Menschen für die Kampagne "Leben opfern" registriert haben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist nicht möglich. Laut Staatsfunk sollen die Freiwilligen zusätzlich zu den Truppen der Revolutionsgarden und der Armee eingesetzt werden. Zudem sind Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant.

Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran. Alle Berichte rund um Iran finden Sie auf unserer Themenseite.

Was im Ukraine-Krieg passiert ist

Luftschläge auf Ukraine: Nach ukrainischen Angaben haben russische Streitkräfte binnen 13 Stunden 361 Drohnen und 21 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe mit. 349 Drohnen und 20 Raketen seien abgeschossen oder abgefangen worden. Es seien zwölf Drohneneinschläge und ein Raketeneinschlag sowie zwölf Fälle von herabfallenden Trümmern registriert worden.

Mindestens zwei Tote bei Angriffen auf Kiew: Bei der Welle russischer Luftangriffe auf Kiew seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind, schreibt Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf der Plattform Telegram. Zudem seien 18 Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko war das getötete Kind zwölf Jahre alt, eine getötete Frau war 35.

Ukraine meldet Geländegewinne: Die ukrainischen Truppen haben ihrem Oberbefehlshaber Syrskyj zufolge im März im Abwehrkampf gegen Russland Geländegewinne erzielt. Fast 50 Quadratkilometer Staatsgebiet hätten sie von der russischen Armee zurückerobert, teilt Syrskyj mit.

Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

Was heute noch wichtig ist

Ausblick

Bundestag berät über Tankrabatt / Europäischer Gerichtshof urteilt zu bayerischem Familiengeld

16.04.2026 | 0:32 min

Privater Rettungsversuch für Wal Timmy soll sofort starten: Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat einen neuen privaten Rettungsversuch für den vor der Insel Poel bei Wismar festliegenden Buckelwal erlaubt. Die Rettungsaktion soll sofort beginnen. Taucher sollen das Tier zunächst beruhigen und den Untergrund untersuchen.

China veröffentlicht Wachstumszahlen für erstes Quartal: Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt bestimmt durch ihre Lieferketten und Produktionskraft den globalen Handel und die Weltwirtschaft mit. 2025 stand Chinas Wirtschaft wegen der nationalen Immobilienkrise, des globalen Handelskonflikts mit den USA und der schwachen Inlandsnachfrage vor großen Hürden.

Lufthansa-Streik geht weiter: Hunderte Lufthansa-Flüge fallen aus. Die Pilotengewerkschaft VC hatte bereits am Montag und Dienstag zum Arbeitskampf aufgerufen, heute und morgen soll nun erneut gestreikt werden.

Ausführlich informiert

Der Streit zwischen US-Präsident Trump und dem Papst: Was steckt hinter dem Konflikt? Wie sehr schaden Trump seine eigenen Äußerungen? ZDFheute live spricht mit Jürgen Erbacher, Leiter der ZDF-Redaktion Religion und Leben, und mit ZDF-Korrespondentin Claudia Bates in Washington:

Donald Trump links im Bild und rechts daneben ein Bild von Papst Leo dem 14.

15.04.2026 | 33:15 min

Champions League

Halbfinale: In einem spektakulären Rückspiel reichte dem FC Bayern ein knapper Sieg gegen Real Madrid: Mit 4:3 vergoldeten die Münchner ihr Ticket in der Königsklasse - schon im Hinspiel hatten sie die Madrilenen knapp bezwungen. Luis Díaz und Michael Olise sorgten kurz vor Schluss für die entscheidenden Treffer.

Unter dem Link finden Sie alle Spiele und alle Tore der UEFA Champions League sowie ausführliche Zusammenfassungen der Spiele mit deutscher Beteiligung.

Ein Lichtblick

Kunst kann vieles sein. Schön. Inspirierend. Berührend. Meist aber auch: teuer. Und nicht jeder hat so viel Glück wie der Pariser, der diese Woche für 100 Euro einen echten Picasso gewonnen hat (auch wenn dazu gesagt werden muss, dass Transport, Lagerung und Versicherung bei so hochpreisiger Kunst extrem aufwendig und kostspielig sind, es bei den 100 Euro also nicht bleibt):

Péri Cochin, Mitinitiatorin der Aktion, telefoniert neben einem Gemälde von Pablo Picasso mit dem Gewinner der Verlosung zugunsten der Alzheimerforschung.

Für einen Einsatz von 100 Euro hat ein Kunstliebhaber aus Paris ein Gemälde des spanischen Malers Picasso gewonnen. Für die Aktion wurden 120.000 Lose verkauft.

15.04.2026 | 0:22 min

Die Idee der Affordable Art Fair ist deshalb, "die Kunstwelt zu demokratisieren". Vergleichsweise günstige Preise sollen mehr Menschen den Zugang zu Kunst ermöglichen und "die Hürden für das Sammeln" abbauen, wie der Veranstalter mitteilt. Ab heute ist die Affordable Art Fair zum bereits dritten Mal in Berlin zu Gast: Zahlreiche Galerien stellen Tausende zeitgenössische Kunstwerke aus, deren Preise allesamt zwischen 100 und 10.000 Euro liegen.

Weitere Schlagzeilen

Die Nachrichten im Video

heute Xpress

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

16.04.2026 | 2:31 min

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So wird das Wetter heute

Am Donnerstag wechseln sich Sonne und Wolken ab. Vereinzelt sind kurze gewittrige Schauer möglich. Mit 12 Grad bleibt es an der See kühler, sonst wird es mit bis zu 22 Grad am Oberrhein frühlingshaft.

Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie jederzeit auf unserer Übersichtsseite.

Das Wetter am Donnerstag 16.04.2026

Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Kevin Schubert.

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