Update am Morgen:Wenn die Zukunft Angst macht
von Meike Srowig
Guten Morgen,
Nato-Doppelbeschluss, Golf-Krieg, Klimakrise - jede Generation hatte ihre Themen, wogegen oder wofür sie auf die Straße gegangen ist. "Demonstrieren" ist ein Grundrecht und ein fester Bestandteil von Demokratie. Jetzt will die sogenannte Gen Z auf die Straße gehen.
Als Gen Z gilt die derzeitige Generation (je nach Definition etwas abweichend) junger Erwachsener zwischen 16 und etwa 30 Jahren. Keine kleine Gruppe und vor allem keine homogene. Derzeit rückt sie besonders in den Fokus, denn ihre Unzufriedenheit macht in vielen Ländern Politikern und der Gesellschaft zu schaffen.
Die jungen Menschen waren die Ersten, die in Frankreich auf die Straße gegangen sind und gegen die Bildungspolitik demonstriert haben, wenn sie auch sicherlich nicht die einzige Gruppierung waren. Auch in anderen Ländern kam es zu Protesten und nun hat die flugs gegründete Initiative "GenZ regelt" für den 31. Oktober auch Demonstrationen in Deutschland angekündigt.
In französischen Städten kommt es momentan zu gewalttätigen Ausschreitungen. Jacob Ross von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik erklärt, wer da gerade protestiert.
20.10.2026 | 0:58 minDie Unzufriedenheit der Jungen ist schon länger zu sehen. In der europäischen TUI-Jugendstudie von 2025 fanden beispielsweise nur sechs Prozent, dass das politische System ihres Landes uneingeschränkt gut funktioniere. Mehr als die Hälfte glaubt demnach, Politiker interessieren sich nicht oder kaum für die Anliegen junger Menschen.
Viele beschäftigen die weltweiten Kriege und Unsicherheiten. Und wenn wir uns unsere tägliche Berichterstattung anschauen, dann sind Krieg und Waffen fast jeden Tag ein Thema. Auch heute wieder, wenn wir vom "Defence TechDay" berichten, bei dem Bundeswehr und Rüstungsindustrie im bayerischen Erding Deutschlands Verteidigungsfähigkeit der Zukunft präsentieren. Da geht es dann um KI-gestützte, unbemannte Mini-Panzer oder auch KI-gestützte Präzisions-Kampfdrohnen - sie sollen eine unsichere Welt sicherer machen. Aber schaffen sie wirklich Vertrauen?
Ja, auch andere Generationen mussten mit Unsicherheiten leben. Der Kalte Krieg und die mögliche atomare Vernichtung waren reale Zukunftsängste der 1980er Jahre.
Junge Menschen heute sehen die unsichere Welt - aber sie empfinden es als widersprüchlich, wenn der Staat nun Pflichten von ihnen erwartet, wie etwa bei der Diskussion über den Wehrdienst, während der gleiche Staat bei Wohnen, Bildung, Klima oder psychischer Gesundheit aus Sicht der Jungen nicht genug Sicherheit schafft.
Viele junge Menschen wählen Linke oder AfD. Sind CDU und Grüne out bei Gen-Z-Wählern? ZDFheute live berichtete im Mai von der re:publica mit Ricarda Lang, Philipp Amthor und dem Politik-Influencer Vincent G.
19.05.2026 | 63:01 minDabei mangelt es nicht am politischen Interesse der Generation, wie Studien immer wieder zeigen. Viele wollen sich einbringen, erleben aber eine Lücke zwischen ihrem politischen Interesse und tatsächlichem Einfluss. Von daher sind Demonstrationen ein Ausdruck davon und wichtig - solange sie natürlich friedlich bleiben.
Kommen Sie gut in diesen Tag!
Meike Srowig, stellvertretende Leiterin des ZDF heute journals
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Kein Nachrichtenstress, keine Informationslücken: Die wichtigsten Themen des Tages, sorgfältig ausgewählt und verständlich erklärt – als Newsletter.Was heute noch wichtig ist
heute journal update, 22.10.2026, 00:50 Uhr
22.10.2026 | 1:06 minMinisterpräsidenten tagen in Berlin: Ein wichtiges Thema dürfte die Pflegereform sein. Die Ministerpräsidentinnen von Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland, Schwesig und Rehlinger, fordern Nachbesserungen am geplanten Pflegeneuordnungsgesetz. Das Gesetz soll die Finanzen der Pflegeversicherung laut Bundesgesundheitsministerium stabilisieren.
Neue Steuerschätzung: Wie viel Geld wird der Staat in den kommenden Jahren zur Verfügung haben? Die Herbstprognose dazu wird vom Arbeitskreis Steuerschätzungen erarbeitet und am Nachmittag von Bundesfinanzminister Klingbeil vorgestellt. Das Gremium tagt zweimal im Jahr.
"SPIEL" öffnet die Pforten: Die weltweit größte Messe für Brettspiele eröffnet in Essen - bis zu 230.000 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt werden dazu erwartet. Mehr als 900 internationale Aussteller zeigen Neuheiten rund um Karten-, Brett- und Würfelspiele.
Ausführlich informiert
Trumps Unterhändler Steve Witkoff hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Weitere Gespräche sollen folgen. Was sich so erreichen lässt und was die Gespräche für die Ukraine bedeuten, hat ZDFheute live analysiert.
ZDFheute live, 21.10.2026, 19:30 Uhr
21.10.2026 | 34:39 minChampions League
Nach dem 2:2 gegen Arsenal wird der direkte Einzug ins Achtelfinale für den FC Bayern schwieriger. Das gilt auch, weil es die nächste Auswärtsaufgabe bei Atlético Madrid in sich hat.
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Süßes, sonst gibt's Saures: Im selbstgemachten Halloween-Kostüm spazieren Pinguine durch den Matsue Vogel Park in Japan:
ZDFheute Xpress, 21.10.2026, 16:58 Uhr
21.10.2026 | 0:34 minGesagt
Ich möchte für mich, dass man mich in Ruhe zu Ende stottern und aussprechen lässt.
Jennifer Springer, Autorin und Influencerin
Wer stottert, braucht keine Hilfe beim Vervollständigen seiner Sätze, sondern Zeit, um die eigenen Worte zu Ende zu sprechen. Das sagt die Autorin Jennifer Springer, die seit einem Schlaganfall mit einer Sprechstörung lebt, der Katholischen Nachrichten-Agentur. Der heutige Welttag des Stotterns soll auf die körperlich bedingte Sprechstörung aufmerksam machen und helfen, Vorurteile abzubauen.
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21.10.2026 | 1:50 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
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Quelle: ZDF
Zusammengestellt von Torben Heine
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