Klimawandeldienst Copernicus:Global drittwärmster April seit Messbeginn
Weltweit war es der drittwärmste April seit Beginn der Aufzeichnungen, bilanziert der Klimawandeldienst Copernicus für April. Auch die Meere heizen sich weiter auf.
Im Monat April haben Forscher die zweithöchste Meeresoberflächentemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Zudem war es der drittwärmste April weltweit seit Messbeginn.
08.05.2026 | 0:26 minDer Monat April war der drittwärmste April seit Beginn der Aufzeichnungen weltweit - das hat der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitgeteilt.
Auf der Nordhalbkugel gab es demnach erhebliche Temperaturunterschiede. So herrschten in Europa in weiten Teilen des Südwestens deutlich überdurchschnittliche Temperaturen, Spanien verzeichnete sogar den wärmsten April seit Beginn der Aufzeichnungen. In Osteuropa war es dagegen besonders kalt.
Diesen Frühling regnet es zu wenig, vor allem im Norden und Nordosten gibt es Dürre-Warnungen. In Ungarn kämpfen Landwirte mit den trockenen Böden, in Polen herrscht teils höchste Waldbrandgefahr.
30.04.2026 | 1:54 minDer Monat war außerdem von extremen Wetterereignissen wie tropischen Wirbelstürmen im Pazifik, Überschwemmungen im Nahen Osten und Dürren im südlichen Afrika geprägt. Sturzfluten trafen Teile der Arabischen Halbinsel, während es in manchen Regionen Irans, Afghanistans, Saudi-Arabiens und Syriens zu Überschwemmungen und Erdrutschen kam.
Klimawandel - die wichtigsten Zahlen:
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Rekordtemperaturen im Pazifik
Zudem maßen die Forscher im April die zweithöchste Meeresoberflächentemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen. Das gelte für alle Ozeane außerhalb der Polarregion. In weiten Teilen des tropischen Pazifiks wurden demnach Rekordtemperaturen gemessen, die mit starken maritimen Hitzewellen einhergingen.
In der Arktis lag die durchschnittliche Meereisausdehnung im April etwa fünf Prozent unter dem Durchschnitt. Sie war damit die zweitniedrigste für diesen Monat - knapp hinter dem im April 2019 aufgestellten Rekord von sechs Prozent unter dem Durchschnitt.
Normalerweise vermischen Wind, Wellen und Strömungen warmes Oberflächenwasser mit kaltem Tiefenwasser. Das passiert inzwischen seltener, so dass die oberste Schicht immer wärmer wird.
16.09.2025 | 0:42 minExpertin: Klima mit zunehmenden Extremen
Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage kommentierte:
Der April 2026 verstärkt das klare Signal einer anhaltenden globalen Erwärmung.
Samantha Burgess, Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage
"Die Meeresoberflächentemperaturen lagen nahe Rekordwerten mit weit verbreiteten Meereshitzewellen, das arktische Meereis blieb deutlich unter dem Durchschnitt, und in Europa gab es starke Kontraste bei Temperaturen und Niederschlägen" - für Burgess "allesamt Kennzeichen eines Klimas, das zunehmend von Extremen geprägt ist".
Der Klimawandel kostet immer mehr Menschen das Leben. Fast überall in Europa gab es von 2015 bis 2024 mehr Hitzetote als 1991 bis 2000. Besonders stark betroffen ist unter anderem Griechenland.
22.04.2026 | 0:40 minDer Klimawandeldienst Copernicus der Europäischen Union veröffentlicht regelmäßig Daten etwa zur Temperatur an der Erdoberfläche, zur Meereisdecke und zu Niederschlägen. Die Erkenntnisse beruhen auf computergenerierten Analysen, in die Milliarden von Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen auf der ganzen Welt einfließen.
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