Wettermonitor:Rekordhitze und zu trocken: So war das Wetter im Juni
von Moritz Zajonz
Rekordtemperaturen und zu wenig Regen - der DWD hat die Bilanz für den Juni veröffentlicht. Machen Sie für Ihre Region den Vergleich im Wettermonitor.
Nach Ansicht des Raumplanungsexperten Jörn Birkmann muss der Hitzeschutz in die Infrastrukturplanung mit eingepreist werden. Sonst könnten "erhebliche ökonomische Schäden entstehen".
29.06.2026 | 5:24 minSpätestens seit den Hitzerekorden zum Monatsende ist klar: Dieser Juni war besonders warm. An allen Wetterstationen war es wärmer als normal, an den meisten sogar deutlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet insgesamt unterdurchschnittliche Regenmengen.
Mit einer mittleren Temperatur von 19,5 °C liegt der Juni 2026 nach vorläufigen Auswertungen des DWD auf Platz 2. Seit Aufzeichnungsbeginn war nur der Juni 2019 mit 19,8 °C wärmer.
Der derzeitige Allzeitrekord wurde mit 41,7 °C in Neißemünde-Coschen (Brandenburg) gemessen. Regen fiel laut DWD regional sehr unterschiedlich. Es regnete vor allem am Alpenrand und im äußersten Nordwesten.
Das aktuelle Extremwetter belastet Menschen und die Natur. In ganz Deutschland halten mehrere Waldbrände die Feuerwehr in Atem, und auch die Infrastruktur kommt an ihre Grenzen.
29.06.2026 | 3:48 minTemperatur und Niederschlag: Orte bundesweit im Vergleich
In der folgenden Übersicht finden Sie für den Abgleich mit dem eigenen Gefühl die Daten: Wie "normal" waren Temperatur und Niederschlag in Ihrer Gemeinde in den vergangenen 30 Tagen - also wie stark sind sie vom aktuellen Klima abgewichen?
Suchen Sie einfach nach Ihrem Gemeindenamen:
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Als aktuelles Klima bezeichnen wir den Zeitraum von 1991 bis 2020. Diese Periode ist schon deutlich vom Klimawandel beeinflusst und wird für solche Vergleiche empfohlen. Die Daten stammen aus dem Netzwerk von Wetterstationen des DWD.
Wettervergleich über die Jahreszeit
Wie "normal" die vergangene Jahreszeit war, finden Sie in der folgenden Ansicht. Auch hier können Sie nach Ihrer Gemeinde suchen:
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Wie das Wetter in naher Zukunft aussehen wird, hat die ZDFheute Wetter-Redaktion aufbereitet.
Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung
13.07.2026 | 1:15 minFalls Sie mehr zur Datengrundlage der Grafiken wissen wollen:
Datengrundlage bilden die täglichen Stationsdaten des DWD. Davon arbeiten wir nur mit Stationen, bei denen für mehr als 90 Prozent der entsprechenden Zeiträume Daten vorliegen. Aus diesen Messwerten bilden wir zum einen die langjährigen Vergleichswerte (das Klima) und zum anderen die aktuellen Durchschnittswerte (das Wetter). Daraus berechnen wir wiederum die Abweichung des Wetters vom langjährigen Vergleichswert.
Für die Einstufung sortieren wir die Vergleichswerte der Größe nach, bilden Gruppen und ordnen die Abweichungen zu: In der Mitte liegen die "normalen" Werte, direkt darüber und darunter die erste Stufe von Abweichungen ("Wärmer/Kälter/Mehr/Weniger"). Noch größere Abweichungen ("Viel mehr" etc.) liegen als zweite Stufe an den Rändern der sortierten Werte. Konkret verwenden wir als Grenzen die Quantile für 5, 20, 80 und 95 Prozent der Werte. Diese Grenzen entsprechen dem Vorgehen des DWD für Monatsrückblicke.
Für die Zuordnung zu Gemeinden greifen wir auf Daten des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG) zurück. Über die Distanz zum geografischen Mittelpunkt der Gemeinde ordnen wir die nächste Station zu. Es kann sein, dass zwischen der Gemeinde und der nächsten Station beispielsweise ein Gebirge liegt. Das Wetter an der Station kann sich besonders in solchen Fällen vom Wetter in der Gemeinde unterscheiden.
Die resultierende Liste von Stationen ist nach der Einwohnerzahl der Gemeinden sortiert, die den Stationen zugeordnet sind. Abkürzungen in Gemeindenamen wie "a. d." sind nicht ausgeschrieben worden.
Inspiration für diesen Wettermonitor kommt von den Angeboten der Kolleg*innen von "Süddeutscher Zeitung", "Funke Interaktiv", "Spiegel", "Tagesspiegel" sowie "Quarks" (WDR).
Redaktion: Robert Meyer, Kevin Schubert, Kathrin Wolff, Lukas Wagner
Die Hitzewelle in Nordeuropa 2025 war außergewöhnlich heftig - woran das lag.
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