Der Vergleich für Ihren Ort:Wo war dieser Winter deutlich kälter, wo wärmer als üblich?
von Moritz Zajonz
Eis und Schneechaos im Norden, mildes Wetter im Süden: Diesen Winter haben die Deutschen sehr unterschiedlich erlebt. Sehen Sie, ob es auch bei Ihnen kälter als gewöhnlich war.
Kalendarisch ist noch Winter – doch erste Hochdrucklagen bringen bereits einen Vorgeschmack auf den Frühling. Nach Minustemperaturen in vielen Landesteilen steigen die Werte nun deutlich.
26.02.2026 | 2:31 minMinus 1,5 Grad kälter als gewöhnlich war dieser Winter in Ueckermünde an der Ostsee. Auch der restliche Norden und Nordosten Deutschlands hat mehr gefroren als sonst - in Berlin und Hamburg war es rund ein Grad kälter als im Vergleichszeitraum von 1991 bis 2020.
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Im Süden war es jedoch deutlich milder, wie auch die Karte der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes oben zeigt: An der Station auf dem Brocken waren es 1,3 Grad mehr, auf dem Hohenpeißenberg in Bayern sogar ein Plus von 2,2 Grad.
Deutschlandweit war es dagegen eher trocken. Kaum eine Station verzeichnete mehr Niederschlag als gewöhnlich, bei vielen war es sogar deutlich weniger.
Wegen den eisigen Temperaturen sind in diesem Winter zahlreiche Schlaglöcher entstanden, die jetzt trotz klammer Kassen behoben werden müssen.
23.02.2026 | 1:35 minTemperatur und Niederschlag vor Ort
Wie sieht es in Ihrem Ort aus? Prüfen Sie mithilfe unseres interaktiven Wettermonitors, ob Temperaturen und Niederschlag in Ihrer Gemeinde diesen Winter normal waren.
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"Normal" bedeutet in diesem Zusammenhang: Das aktuelle Wetter weicht nicht stark vom aktuellen Klima ab. Als aktuelles Klima bezeichnen wir den Zeitraum von 1991 bis 2020. Diese Periode ist schon deutlich vom Klimawandel beeinflusst und wird für solche Vergleiche empfohlen. Die Daten stammen aus dem Netzwerk von Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Wie "normal" das Wetter der letzten 30 Tage war, können Sie ebenfalls nachschauen:
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Trotz eines kälteren Januars war der Winter 2025/26 laut Bilanz des Wetterdienstes im bundesweiten Mittel 0,4 Grad wärmer als im Vergleichszeitraum zwischen 1991 und 2020 - normal waren in diesem Zeitraum 1,4 Grad. Damit war das der 15. Winter in Folge, der wärmer als gewöhnlich war.
Falls Sie mehr zur Datengrundlage der Grafiken wissen wollen:
Datengrundlage bilden die täglichen Stationsdaten des DWD. Davon arbeiten wir nur mit Stationen, bei denen für mehr als 90 Prozent der entsprechenden Zeiträume Daten vorliegen. Aus diesen Messwerten bilden wir zum einen die langjährigen Vergleichswerte (das Klima) und zum anderen die aktuellen Durchschnittswerte (das Wetter). Daraus berechnen wir wiederum die Abweichung des Wetters vom langjährigen Vergleichswert.
Für die Einstufung sortieren wir die Vergleichswerte der Größe nach, bilden Gruppen und ordnen die Abweichungen zu: In der Mitte liegen die "normalen" Werte, direkt darüber und darunter die erste Stufe von Abweichungen ("Wärmer/Kälter/Mehr/Weniger"). Noch größere Abweichungen ("Viel mehr" etc.) liegen als zweite Stufe an den Rändern der sortierten Werte. Konkret verwenden wir als Grenzen die Quantile für 5, 20, 80 und 95 Prozent der Werte. Diese Grenzen entsprechen dem Vorgehen des DWD für Monatsrückblicke.
Für die Zuordnung zu Gemeinden greifen wir auf Daten des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG) zurück. Über die Distanz zum geografischen Mittelpunkt der Gemeinde ordnen wir die nächste Station zu. Es kann sein, dass zwischen der Gemeinde und der nächsten Station beispielsweise ein Gebirge liegt. Das Wetter an der Station kann sich besonders in solchen Fällen vom Wetter in der Gemeinde unterscheiden.
Die resultierende Liste von Stationen ist nach der Einwohnerzahl der Gemeinden sortiert, die den Stationen zugeordnet sind. Abkürzungen in Gemeindenamen wie "a. d." sind nicht ausgeschrieben worden.
Redaktion: Robert Meyer, Kevin Schubert, Kathrin Wolff
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