Tunnel und Straßen gesperrt:Warnstreiks treffen Autofahrer bundesweit hart
Bundesweit brauchen Autofahrer heute deutlich mehr Geduld als sonst. Warnstreiks im öffentlichen Dienst sind der Auslöser. Allein in NRW sind zahlreiche Tunnel gesperrt.
Wegen Warnstreiks im öffentlichen Dienst sind im Norden und in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Brücken und Tunnel gesperrt.
20.01.2026 | 0:25 minAutofahrer müssen heute in einigen Teilen Deutschlands auf Autobahnen, Bundes- und Landstraßen mit Behinderungen rechnen. Grund sind Warnstreiks im Tarifkonflikt bei der Autobahn GmbH des Bundes sowie des öffentlichen Dienstes.
Schwerpunkt: Tunnel in Nordrhein-Westfalen
Ein Schwerpunkt der Aktionen ist Nordrhein-Westfalen. Dort sollen am Nachmittag alle 28 Tunnelleitzentralen des Landes bestreikt werden, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bereits am Sonntag mitgeteilt hatte.
Bei elf langen Tunneln im Verlauf von Bundes- und Landesstraßen müssen Auto- und Lkw-Fahrer mit Sperrungen rechnen, wie der Landesbetrieb Straßen.NRW bekanntgab.
Der Beamtenbund dbb macht im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes Druck. Falls es kein verhandlungsfähiges Angebot gebe, würden die Warnstreiks ausgeweitet, warnte dbb-Chef Geyer.
12.01.2026 | 0:21 minAuf Landesebene wollen Beschäftigte unter anderem in Straßenmeistereien sowie in Verkehrs- und Tunnelleitzentralen die Arbeit niederlegen, nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
18 Standorte bundesweit bestreikt
Insgesamt sind Warnstreiks nach Verdi-Angaben an 18 Standorten bundesweit geplant.
Sie arbeiten bei Minus-Temperaturen am Fließband - und das für wenig Geld. Ein Streik bei dem Döner-Hersteller Birtat geht mit einer Einigung zu Ende.
08.08.2025 | 1:45 minAktionen und Arbeitsniederlegungen gibt es demnach in Niederlassungen und Außenstellen der Autobahn GmbH etwa auch in Nürnberg, Rostock, Stuttgart, Hannover, Montabaur, Hamm, Gelsenkirchen, Köln, Kiel, Hamburg und Berlin.
Elbtunnel nur eingeschränkt befahrbar
Der Hamburger Elbtunnel soll wegen des Warnstreiks nur eingeschränkt befahrbar sein. Je Richtung wird einer von drei Fahrstreifen des Autobahntunnels geschlossen, wie die Autobahn GmbH mitteilte. Die Teilsperrung, die die A7 betrifft, sollte bis Dienstagabend dauern.
Aktuell haben wir alles, was nach Hamburg rein will – Richtung Norden und sogar auch Richtung Süden – mit deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen.
Sprecherin der Verkehrsleitzentrale Hamburg
Auf der A1 in Richtung Hamburg staute sich der Verkehr am Vormittag laut der Sprecherin auf rund zwölf Kilometern, ebenso vom Autobahndreieck Südwest auf der A7. Auch auf der B75 bis Wilhelmsburg ging es kaum voran. Ausweichrouten wie die Bremer Straße oder die B4 seien derzeit nur im Stop-and-go-Verkehr passierbar.
Wer verdient in Deutschland wie? Mit einem Durchschnittsgehalt von fast 5.400 Euro sind indische Beschäftigte die Arbeitnehmer mit dem höchsten Verdienst - dahinter folgen Österreicher und US-Amerikaner.
02.01.2026 | 0:25 minStreik-Aufruf für etwa 14.000 Beschäftigte
Der Warnstreik-Aufruf gilt rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH sowie mehreren Tausend Beschäftigten der Landesstraßenbauverwaltungen.
Die Gewerkschaft ist unzufrieden mit dem Verlauf der Tarifrunden zur Autobahn GmbH und zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder. Verdi fordert in beiden Tarifrunden sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stützen.
Mehr zu Tarifkonflikten
Tarifgespräche der Bundesländer:Verdi: "Es geht um die Zukunft des öffentlichen Dienstes"
von Kai Niklaschmit Video1:30Tarif-Frieden bis Ende Februar:Bahn und GDL verhandeln - vorerst ohne Streiks
mit Video0:19Nordwestdeutsche Stahlindustrie:Einigung im Tarifstreit: Mehr Lohn und weiterhin Teilzeit
mit Video0:24Aufruf der Gewerkschaft Verdi:Streiks in Schulen und Ämtern
Video0:16