Trump erhebt neue Zölle gegen Kanada

50 Prozent auf viele Produkte:Trump erhebt neue Zölle gegen Kanada

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Die USA verschärfen den Handelsstreit mit Kanada und erheben Strafzölle von 50 Prozent auf eine breite Palette kanadischer Produkte. Diese sollen in 30 Tagen in Kraft treten.

Donald Trump hält im East Room des Weißen Hauses in Washington eine Ansprache an die Nation.

US-Präsident Donald Trump hat Zölle von 50 Prozent auf viele Produkte aus dem Nachbarland Kanada verfügt.

Quelle: action press

US-Präsident Donald Trump erhöht im Handelsstreit mit Kanada den Druck und kündigt neue Zusatzzölle in Höhe von 50 Prozent an. Betroffen ist laut dem Weißen Haus eine breite Palette von Gütern, die in die USA importiert werden - als Beispiele wurden Hockeyschläger, Wein und Zement genannt. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer teilte mit, dass die neuen Zölle auf Importe aus Kanada im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar gelten werden.

Laut einer Erklärung aus dem Weißen Haus reagieren die USA damit "auf Kanadas diskriminierende Behandlung amerikanischer Produkte". Die Zölle sollen 30 Tage nach der Unterzeichnung in Kraft treten, laut Proklamation am 19. August. Mit den Zöllen will Trump erreichen, dass die Bedingungen für den Export von amerikanischen Autos verbessert werden.

Kanada-USA

Die geplanten Strafzölle sind ein Wendepunkt im kanadisch-amerikanischen Verhältnis. Kanada weiß, wie hart die Folgen sein werden - deshalb wollen viele Kanadier nun selber agieren.

04.03.2025 | 2:05 min

Kanada und USA schon länger im Streit

Die neuen Zölle sind eine weitere Umdrehung im Handelsstreit zwischen den beiden Nachbarländern. Immer wieder hatte Trump Kanada wie auch anderen Ländern weltweit ein Handelsungleichgewicht zulasten der USA vorgeworfen. Zölle sind ein wichtiges Instrument seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident. Kanada sieht hingegen einen Verstoß gegen ein Freihandelsabkommen der Nachbarländer.

Allerdings hatte Trump mit seiner Zollpolitik nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs in den USA zurückrudern müssen, als es ihm verbot, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz Zölle auf den Import von Waren aus vielen Ländern zu verhängen. Seither versucht der Präsident über alternative Wege, Zölle durchzusetzen. In der Vergangenheit kam es zudem vor, dass er zwar Zölle androhte, sie aber dann doch nicht in die Tat umsetzte.

Repräsentantenhaus in den USA

Das US-Repräsentantenhaus hat sich in einer Abstimmung im Februar gegen Donald Trumps Kanada-Zölle gestellt. Auch sechs Republikaner votierten trotz Drohungen des US-Präsidenten dafür.

12.02.2026 | 0:22 min

Der kanadische Premierminister Mark Carney signalisierte in einer Reaktion auf die neueste Zollankündigung Washingtons Gesprächsbereitschaft. Kanada sei bereit, sich mit Nachdruck an Gesprächen zu beteiligen, um noch offene Streitpunkte mit den USA zu lösen. Zugleich machte er klar, dass man die Stärke Kanadas ausbauen wolle.

X-Beitrag von Mark Carney

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Waldbrände in Kanada verärgerten Trump

Vor wenigen Tagen hatte Trump Kanada bereits aus einem anderen Grund mit höheren Zöllen gedroht. Er schrieb auf seiner Plattform Truth Social, dass den USA mit der durch Waldbrände verursachten Luftverschmutzung hohe Kosten entstehen würden. Deswegen müssten diese Kosten "zwangsläufig" den bestehenden Zöllen auf kanadische Importe hinzugerechnet werden.

Der Rauch der Waldbrände aus dem Nordwesten Ontarios hüllt den Himmel über Toronto ein.

Der Himmel über Toronto ist derzeit gelb gefärbt. Ursache sind Waldbrände hunderte Kilometer entfernt. Wegen der schlechten Luft sollen Bewohner zu Hause bleiben.

16.07.2026 | 0:23 min

In großen Teilen des Nordostens der USA hatte es in der vergangenen Woche Rauchschwaden gegeben, nachdem Dutzende Wälder im benachbarten Kanada gebrannt hatten. In der Hauptstadt Washington wurde etwa für Freitag zeitweise eine Warnung an die Bewohner vor der schlechten Luftqualität ausgesprochen. Dort lag ein Brandgeruch in der Luft.

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Quelle: dpa, Reuters
Über dieses Thema berichtete ZDF Xpress am 21.07.2026 ab 5:30 Uhr.

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