VW: Mitarbeiter kritisieren "desaströse Kommunikation"

Vorwürfe gegen Management:VW: Mitarbeiter kritisieren "desaströse Kommunikation"

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VW steckt tief in der Krise. Zehntausende Arbeitsplätze stehen im Zuge eines Sparprogramms auf der Kippe. In einer internen Umfrage übt die Belegschaft massive Kritik am Vorstand.

Mitarbeiter betreten durch das Tor 17 das Volkswagen Stammwerk am 30.10.2025 in Wolfsburg, Niedersachsen.

In einer internen Umfrage übt die VW-Belegschaft massive Kritik am Konzern-Vorstand. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Im Ringen um ein weiteres Sparpaket bei Europas größtem Autobauer Volkswagen kritisiert die Belegschaft den Kommunikationsstil des Managements. Wegen der "desaströsen Kommunikation nach außen durch den Vorstand" seien die Mitarbeiter und ihre Familien "verunsichert und verängstigt", heißt es in einer Intranet-Meldung des Betriebsrats vom Montag, die mehreren Nachrichtenagenturen vorliegt.

Der Betriebsrat habe die Stimmungslage der Belegschaft in der vergangenen Woche online abgefragt. Dabei seien auch Fragen zur Zukunft der Altersteilzeit und der Aufhebungsverträge gestellt worden, zudem sei nach Perspektiven für die Werke in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm gefragt worden.

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Am Freitag hatte er in einem im Intranet veröffentlichten Interview die Lage als "mehr als kritisch" bezeichnet. "3,8 Prozent operative Rendite sind in dieser anspruchsvollen Situation zwar solide", sagte Blume. "Aber sie reichen bei Weitem nicht aus, um dauerhaft ausreichende Mittel zu erwirtschaften für neue Technologien, neue Produkte und unsere Standorte."

Für den Sparkurs appellierte er an die Mitarbeiter. Blume sagte der "Bild am Sonntag":

Auf die nächsten Wochen kommt es an: Alle müssen mitziehen. Wir haben den größten Transformationsplan in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns aufgesetzt.

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Zudem habe Blume weder Details zur Zukunft der Werke in Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm noch zu einem möglichen Arbeitsplatzabbau genannt. Blume hat angekündigt, die Kapazitäten in den Konzernwerken in Europa um 500.000 Fahrzeuge pro Jahr zu senken. "Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm können wir heute keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre darstellen", sagte er.

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Zudem sollen die Kosten deutlich reduziert werden. Die Gemeinkosten seien um 30 Prozent höher als bei Wettbewerbern. "Die häufig genannte Zahl von rund 50.000 Stellen weltweit ist dabei keine fixe Zielgröße", sagte der VW-Chef. "Sie errechnet sich aus unserem Kostenziel im Vergleich zum Wettbewerb und gibt eine Orientierung, wie groß unser Handlungsbedarf ist."

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Quelle: Reuters
Über dieses Thema berichtete das ZDF in den heute-Nachrichten am 27.07.2026 ab 19 Uhr.

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