Konzern suchte Investoren:EU: Bund darf bei Stromnetzbetreiber Tennet einsteigen
Grünes Licht aus Brüssel: Der Bund darf rund 25 Prozent des Netzbetreibers Tennet übernehmen. Der niederländische Konzern sucht seit Jahren Investoren für seine deutsche Tochter.
Nach einer Prüfung der EU darf der Bund Pläne zum Einstieg beim Stromnetzbetreiber Tennet Deutschland umsetzen. Nach früheren Angaben geht es um 25,1 Prozent des Unternehmens.
26.05.2026 | 0:19 minDie EU-Kommission hat den Einstieg des Bundes beim Stromnetzbetreiber Tennet Deutschland genehmigt. Das angemeldete Vorhaben gebe keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken, teilte die auf EU-Ebene für Wettbewerb zuständige Behörde mit.
Über die staatliche Förderbank KfW übernimmt der Bund nach früheren Angaben der niederländischen Tennet Holding für rund 3,3 Milliarden Euro 25,1 Prozent des Unternehmens. Tennet Deutschland ist der größte von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland und betreibt ein rund 14.000 Kilometer langes Höchstspannungsstromnetz zwischen Schleswig-Holstein und Bayern.
Beim Netzbetreiber Tennet steigen drei große Staatsfonds ein, dadurch könnte der Ausbau des deutschen Stromnetzes künftig an Tempo zulegen. Dazu ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller.
24.09.2025 | 1:33 minNiederlande: Deutsches Netz nicht unsere Aufgabe
Der niederländische Tennet-Konzern versucht seit Jahren, seine deutsche Tochter abzustoßen oder Investoren mit ins Boot zu holen. Der Erhalt und Ausbau des deutschen Hochspannungsnetzes erfordere hohe Investitionen und gehöre nicht zu den Aufgaben eines niederländischen Staatsunternehmens, argumentierte die niederländische Regierung.
Im Zuge der Energiewende müssen Tausende Kilometer neue Stromleitungen gebaut werden, damit der vor allem im Norden produzierte Windstrom in große Verbrauchszentren im Süden gelangen kann. Dieser Ausbau der Netze kostet viele Milliarden Euro.
Mit den bereits bestehenden Beteiligungen des Bundes an 50Hertz (20 Prozent) und TransnetBW (24,95 Prozent) wäre der Bund künftig an drei der vier deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber beteiligt.
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