"Weder glaubwürdig noch attraktiv":Ebay weist Übernahmeangebot von Gamestop zurück
Der Online-Marktplatz Ebay lehnt ein Übernahmeangebot von Gamestop ab - und zweifelt an dessen Glaubwürdigkeit. Das Unternehmen hatte 55 Milliarden Dollar geboten.
Die Online-Plattform Ebay hat das Übernahmeangebot der US-Videospielkette Gamestop abgelehnt.
Quelle: APDer Online-Marktplatz Ebay lehnt das 55 Milliarden US-Dollar schwere Übernahmeangebot des Videospiele-Händlers Gamestop ab. Es sei "weder glaubwürdig noch attraktiv", teilte Ebay mit.
Gamestop hatte seinen Vorschlag, sich mit Ebay - einem Unternehmen, das fast viermal so groß ist - zusammenzuschließen, in der vergangenen Woche bekanntgegeben. Das Angebot hatte unter Experten die Frage aufgeworfen, wie Gamestop sich das überhaupt leisten kann.
Gamestop hält seit Februar einen Anteil von rund fünf Prozent an Ebay. Nun machte die US-Videospielkette ein Übernahmeangebot.
04.05.2026 | 0:19 minEbay: Unklarheiten bei Finanzierung der Übernahme
Ebay teilte mit, dass es das Angebot gemeinsam mit seinen Rechts- und Finanzberatern einer gründlichen Prüfung unterzogen habe. In einen Schreiben an Gamestop verwies der Chairman von eBay, Paul Pressler, auf mehrere Bedenken, berichtet die "New York Times". Unklar sei nicht nur die Finanzierung der Übernahme, sondern auch die Höhe der Schulden, die dem Unternehmen durch die Transaktion entstehen würden.
Pressler hob zudem die verbesserte Geschäftsentwicklung von Ebay hervor, da das Unternehmen eine Wende vollzogen habe, um besser mit Giganten wie Amazon konkurrieren zu können. "Wir haben unseren strategischen Fokus geschärft, die Umsetzung gestärkt, unseren Marktplatz und das Verkäufererlebnis verbessert und den Aktionären konsequent Kapital zurückgeführt", schrieb Pressler.
Der Videospielhändler Gamestop hat Ebay ein Übernahmeangebot gemacht. "Es geht um Marktanteile und viel Geld", sagt ZDF-Börsenexpertin Stephanie Barrett.
04.05.2026 | 1:12 minGamstop wurde zur Zocker-Aktie
Gamestop sorgte zu Beginn der Corona-Pandemie für Schlagzeilen, weil Amateur-Händler aus dem Netz den Kurs der Aktie entgegen den Zweifeln der Wall-Street-Analysten am Geschäftsmodell in die Höhe trieben.
Gamestop-Fans und andere private Spekulanten hatten sich vor allem auf der Online-Plattform Reddit verabredet, um gegen Hedgefonds zu wetten, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Indem sie den Aktienkurs des Videospiele-Händlers hochjagten, gelang es ihnen, institutionelle Hedgefonds in Schwierigkeiten zu bringen.
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