Neues Apple-Privatmuseum in Utrecht

Kult-Konzern wird 50:Neues Apple-Privatmuseum in Utrecht

Ina Baltes

von Ina Baltes

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Apple ist eine Erfolgsgeschichte. Der Konzern ist inzwischen eine der teuersten Firmen der Welt. Ein Museum in Utrecht zeigt, wie Apple-Design und -Technik die Welt verändert haben.

Ein rotes rundes Gebäude von oben, in dem die Ausstellung ist.

Gründer und Apple-Fan Ed Bindels will zeigen, wie das Apple-Design die Welt verändert hat. Im Museum in Utrecht können Smartphones und Computer aus den letzten 50 Jahren bestaunt werden.

31.03.2026 | 2:03 min

Man kann tief eintauchen in den Mythos Apple, direkt an der Autobahn in Utrecht in den Niederlanden. Hier hat Ed Bindels, ein großer Apple-Fan und -Händler, sein Museum in einem futuristischen roten Gebäude eröffnet. Er hat viele alte Apple-Schätze zusammengetragen. Smartphones, Computer, MP3-Player aus den vergangenen 50 Jahren. Vom allerersten Apple-Gerät aber, dem Apple I, gibt es nur einen Nachbau.

Es gibt nur 70 Stück davon weltweit, die sind sehr teuer. Ein Apple I ist neulich für über zwei Millionen Dollar verkauft worden.

Ed Bindels, Apple-Museum Utrecht

Bindels Faszination für die Firma mit dem Apfel teilen viele Technik- und Designfans weltweit. Denn der Erfolg von Apple ist - mit allen Höhen und Tiefen - beispiellos. Rund um den Globus besitzen rund 27 Prozent der Weltbevölkerung ein Apple-Gerät.

Die sind immer noch Kult, Status-Symbole und Design-Objekte. Und heute, 50 Jahre nach der Gründung des Unternehmens am 1. April 1976, ist Apple eines der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Apple, Imac Computer

Ein iMac von Apple aus dem Jahr 1998.

Quelle: Imago

Apple: 1976 in einer Garage gegründet

Alles begann in der Garage der Eltern von Steve Jobs in Kalifornien. Steve Jobs war bis zu seinem Tod 2011 Gründer, Visionär und der Geschäftsmann der Firma. Das technische Genie hinter Apple war Steve Wozniak. Zu einer Zeit, als es weltweit noch kaum Computer gab, träumten die beiden davon, einen eigenen zu besitzen.

Sie hatten kein Geld und keine Geschäftserfahrung - aber die Kombination von Jobs und Wozniak war ein Glücksfall. Denn mit dem Apple II wurden Computer schließlich Mainstream.

Apple ist zur Legende geworden, hauptsächlich wegen des Designs. Es waren auch revolutionäre Computer, aber der Haupterfolg ist das Design.

Ed Bindels, Apple-Museum Utrecht

Steve Jobs kehrte Apple 1985 für zwölf Jahre den Rücken, weil es interne Konflikte und Machtkämpfe gab. Das Unternehmen ging durch schwierige Zeiten. Nach seiner Rückkehr setzte er wieder auf einfaches Design. Und völlig neue Produkte: 2001, kurz nach den Anschlägen des 11. September, stellte Jobs den iPod vor.

Ein neues iPhone Air wird während einer Apple-Sonderveranstaltung am 9. September 2025 in der Apple-Zentrale in Cupertino, Kalifornien, vorgestellt.

Der Technikkonzern Apple hat sein neues iPhone 17 vorgestellt und setzt dabei auf ein ganz neues Design. Der Anteil an Künstlicher Intelligenz ist dagegen auffällig gering.

10.09.2025 | 1:27 min

Erstes iPhone war 2007 revolutionär

Der MP3-Player etablierte sich in den kommenden Jahren trotz der schwierigen Startbedingungen als erfolgreichstes Apple-Produkt. Auch das erste iPhone von 2007 war revolutionär: Es vereinte ein Mobiltelefon, einen Breitbild-iPod und ein Internet-Gerät. Neu waren das große Display, ohne die bis dahin bekannte Plastiktastatur - und die Wischgeste.

Bei allem Erfolg steht Apple auch oft in der Kritik: Die Produkte sind deutlich teurer als vergleichbare Geräte anderer Hersteller. Zudem bindet Apple seine Nutzer stark an sich, viele Programme und Dienste laufen nur auf Apple-Geräten. Reparaturen sind oft teuer und kompliziert.  

Apple CEO Tim Cook vor schwarzem Huintergrund und buntem Apple-Symbol

Das neue iPhone ist da - und schon brodelt die Gerüchteküche. Alte iPhones werden langsamer, die Akkus schlechter, Updates funktionieren nicht mehr. Was ist dran? Ein Faktencheck.

15.09.2024 | 13:59 min

KI bereitet Apple Kopfzerbrechen

Wie sich Apple in der Zukunft entwickeln wird, ist unklar. Am kritischsten für den Konzern ist wohl die Entwicklung in China. Der Wettbewerb mit chinesischen Rivalen wie Huawei ist hart. Kopfzerbrechen bereitet Investoren auch das Zukunftsthema Künstliche Intelligenz. Apple gehört hier nicht zu den Spitzenreitern.

"Die Ideen der Firmen ähneln sich jetzt immer mehr", sagt Wouter Sluis-Thiescheffer, Professor für Mediendesign an der Fachhochschule in Arnhem und Nijmegen (HAN).

Die Frage ist, ob Apple sich nochmal neu erfinden kann. Heute Morgen erst hat der Apple-Chef gesagt, dass Kinder weniger oder gar keine Zeit an ihren Smartphones verbringen sollten.

Wouter Sluis-Thiescheffer, HAN Media-Design, Fachhochschule Nijmegen

Vier neue Apple iPhone Air werden vor einer weißen Lenwand präsentiert. Im Hintergrund ist das Apple-Logo zu sehen.

In Sachen künstliche Intelligenz befindet sich das Technologieunternehmen Apple noch in der Findungsphase. Die Konkurrenz hingegen ist schon deutlich weiter.

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Von einer Garage in Kalifornien zum globalen Tech-Riesen - wo auch immer die Reise von Apple jetzt hingeht, der Konzern hat die Art und Weise, wie wir leben und kommunizieren nachhaltig geprägt. 

Ina Baltes ist zurzeit Korrespondentin im ZDF-Studio in Brüssel.

Geschrieben mit Material von dpa und AFP.

Über dieses Thema berichtete heute in Europa am 31.03.2026 ab 16:00 Uhr.

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