Hausarrest statt Gefängnis für Unternehmer René Benko

Verurteilter Investor:Hausarrest statt Gefängnis für Unternehmer René Benko

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René Benko darf das Gefängnis verlassen: Der Signa-Gründer kommt mit Fußfessel in den Hausarrest. Gegen den verurteilten Ex-Milliardär laufen weitere Betrugsverfahren.

Archiv: Rene Benko

René Benko wurde im Januar 2025 verhaftet.

Quelle: IMAGO / Eibner Europa

Der Immobilieninvestor René Benko wechselt vom Gefängnis in den Hausarrest mit Fußfessel. Ein entsprechender Antrag des Signa-Gründers wurde vom Landesgericht Innsbruck gewährt, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Sein Anwalt hatte argumentiert, dass Benko sich nur außerhalb des Gefängnisses angemessen auf weitere Verfahren vorbereiten könne. 

Gericht: Benko hat Gläubiger betrogen

Der Ex-Milliardär war erst im September in einem teilweise neu aufgerollten Prozess zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck hatte es als erwiesen angesehen, dass der 49-Jährige seine Gläubiger betrügerisch geschädigt hat. Er habe einen Mietkostenvorschuss von 360.000 Euro für ein Anwesen in Innsbruck geleistet, obwohl es um sein Signa-Firmen-Imperium bereits sehr kritisch gestanden habe, so das Gericht.

NEUAUFLAGE DES PROZESSES GEGEN SIGNA-GRÜNDER RENE BENKO WEGEN BE

Im September wurde Investor und Signa-Gründer René Benko zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

22.09.2026 | 0:29 min

Benko war im Januar 2025 verhaftet worden. Im umfangreichen Signa-Komplex verdächtigt Österreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den einst sehr angesehenen Geschäftsmann des Betrugs, der Untreue und des Bankrotts. Weitere Anklagen könnten folgen.

Weitere Prozesstermine stehen fest

Der Geschäftsmann hatte mit seinem verschachtelten Immobilien- und Handelsimperium Signa rund 20 Jahre lang ein Milliarden-Vermögen aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten, sowie risikoreiche Zukäufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben die Signa in die Insolvenz.

haller-sgs-wehrmann

Die kriselnde Warenhauskette Galeria hat erneut einen Insolvenzantrag gestellt - die Kaufhauskette hatte auch zu Benkos Signa-Gruppe gehört.

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Gegen Benko und andere Signa-Manager wird in mehreren weiteren Strängen ermittelt. So stehen die Termine für den nächsten Prozess gegen den Ex-Milliardär bereits fest. Am 4. und 5. November muss sich der Tiroler erneut am Innsbrucker Landesgericht verantworten, diesmal wegen der Vorwürfe des schweren Betrugs und der Schädigung seiner Gläubiger.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wirft Benko vor, gegenüber einem Investor eine wahrheitswidrige Garantie abgegeben und dessen Stiftung betrügerisch in Höhe von rund fünf Millionen Euro geschädigt zu haben

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Quelle: dpa
Über das Urteil gegen René Benko berichtete ZDFheute Xpress unter anderem in dem Bericht "Zweieinhalb Jahre Haft für René Benko" am 22.09.2026 um 18:28 Uhr.

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