Opec: Vereinigte Arabische Emirate wollen austreten

Austritt aus Ölallianz zu Mai geplant:Vereinigte Arabische Emirate wollen aus Opec austreten

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Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen zum 1. Mai aus der Opec austreten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise.

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Die weitgehende Blockade der Straße von Hormus sorgte für eine Energiekrise - hier ein Öltanker vor der Küste von Dubai.

Quelle: AFP

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben ihren Austritt aus der Ölallianz Opec erklärt. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien am Dienstag.

"Diese Entscheidung spiegelt die langfristige strategische und wirtschaftliche Vision der VAE wider sowie das sich wandelnde Energieprofil", meldete die nationale staatliche Nachrichtenagentur WAM am Dienstag. Auch aus der Opec+, zu der weitere Ölförderländer wie etwa Russland gehören, wollen sich die VAE demnach zurückziehen.

Das OPEC Hauptquartier in Wien (Archivbild).
Quelle: reuters

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) fördert mehr als ein Drittel des weltweiten Erdöls und besitzt rund drei Viertel der Reserven. Das Ölkartell wurde am 14. September 1960 in der irakischen Hauptstadt Bagdad von Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela gegründet. Ziel war, die Ölquellen statt der Ölkonzerne selbst zu kontrollieren und durch Förderabsprachen auch den Ölpreis zu beeinflussen, um sich stabile Gewinne zu sichern.

Heute hat das Ölkartell 12 Mitgliedsländer: Algerien, Äquatorialguinea, Gabun, Irak, Iran, Republik Kongo, Kuwait, Libyen, Nigeria, Saudi-Arabien, Venezuela und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

Die Opec hat an Einfluss verloren, weil beispielsweise die USA neue Förderquellen in großem Umfang erschlossen haben.

Quelle: dpa, ZDF
Stand: 28.04.2026


Iran-Krieg löste weltweite Energiekrise aus

Im Zuge des Kriegs gegen Iran hatten die Emirate schwere Vorwürfe gegen andere arabische Staaten erhoben. Die Entscheidung ist ein schwerer Schlag für die Exportländer und deren De-facto-Anführer Saudi-Arabien, zumal der Krieg in Iran bereits einen historischen Energieschock ausgelöst und die Weltwirtschaft verunsichert hat.

Am 26. April 2026 ist im Nordwesten von Teheran ein Banner mit der Aufschrift „Märtyrer Ayatollah Ali Khamenei“ entlang der Promenade zu sehen.

Die Verhandlungen im Iran-Krieg stagnieren: Irans Außenminister trifft Putin, Trump plant eine Krisensitzung – Kanzler Merz wirft den USA fehlende Strategie vor.

27.04.2026 | 2:28 min

Der überraschende Verlust des langjährigen Mitglieds droht, die Opec zu schwächen, die trotz interner Meinungsverschiedenheiten über Geopolitik oder Förderquoten meist um ein geschlossenes Auftreten bemüht war.

Für US-Präsident Donald Trump ist der Austritt der VAE dagegen ein großer Erfolg. Er hatte der Organisation vorgeworfen, den Rest der Welt durch künstlich überhöhte Ölpreise "auszunehmen". Trump hatte zudem die militärische Unterstützung der USA für die Golfstaaten mit den Ölpreisen verknüpft: Während die USA die Opec-Mitglieder verteidigten, nutzten diese die Situation durch hohe Preise aus.

Quelle: Reuters, AFP
Über dieses Thema berichtet ZDFheute Xpress in Kürze. Über die Energiekrise und den Iran-Krieg berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem im heute journal am 27.04.2026 ab 21:45 Uhr.
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