Streiks im Nahverkehr und am BER: Wo diese Woche gestreikt wird

Verdi korrigiert Ankündigungen:Nahverkehr und Flughafen BER: Wo diese Woche gestreikt wird

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Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zu Warnstreiks im Nahverkehr auf. Wo Fahrgäste mit Ausfällen bei Bus und Bahn in mehreren Bundesländern rechnen müssen - ein aktueller Überblick.

Die Gewerkschaft Verdi bestreik den VGF-Betriebshof Gutleut

Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag neue ÖPNV-Warnstreiks in Bayern, dem Saarland, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg angekündigt. Auch in Hessen und Bremen könnte gestreikt werden.

16.03.2026 | 0:27 min

Zusätzlich zum Warnstreik von Verdi am Berliner Flughafen BER am Mittwoch ruft die Gewerkschaft für Donnerstag in mehreren Bundesländern erneut Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf.

In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg sollen am Donnerstag Busse und Bahnen ganztägig in den Depots bleiben, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Streiks: Verdi korrigiert Ankündigungen teilweise

In Hessen ist die Gefahr weiterer Warnstreiks abgewendet. In der Nacht auf Dienstag haben sich die Tarifpartner auf einen Kompromiss geeinigt, wie Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband berichten. Auch in Bremen wird auf Arbeitsniederlegungen verzichtet - hier will man weitere Verhandlungen abwarten.

Angaben, dass man sich auch im Saarland und in Brandenburg an dem erneuten Arbeitskampf beteiligen wolle, korrigierte Verdi inzwischen. In beiden Bundesländern sind am Donnerstag keine Warnstreiks geplant.

Ein Streikender trägt bei einer Demonstration eine Warnweste der Gewerkschaft Verdi.

Erst Ende Februar stand der ÖPNV in fast allen Bundesländern still. Die Streikenden forderten höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

27.02.2026 | 1:43 min

Warnstreiks legen Berliner Flughafen BER lahm

Aufgrund eines Warnstreiks von Verdi fällt seit Mittwochmorgen und den ganzen Tag über der gesamte Passagier-Flugverkehr am Hauptstadtflughafen BER aus. Der Arbeitskampf sei am frühen Morgen planmäßig angelaufen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler. Der Ausstand soll demnach bis zum Betriebsende um Mitternacht andauern.

Aufgerufen zum Warnstreik sind rund 2.000 Beschäftigte der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB). Darunter sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Feuerwehr, der Verkehrsleitung oder dem Terminalmanagement. Die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs gilt deshalb als nicht möglich. In den Terminals war am Morgen entsprechend wenig los.

Alle Flüge sind zum Beginn des Warnstreiks von Verdi am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg BER gestrichen.

Der Berliner Hauptstadtflughafen BER steht still. Die Gewerkschaft Verdi legt dort den gesamten Personenverkehr lahm.

18.03.2026 | 0:21 min

Verdi: "Wir streiken nicht aus Prinzip"

Der Arbeitskampf am Donnerstag ist der dritte großflächig koordinierte ÖPNV-Streik in den laufenden Tarifverhandlungen, die Verdi parallel in allen Bundesländern führt. In Baden-Württemberg sowie in Schleswig-Holstein gibt es bereits Einigungen. Die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle, teilte mit:

In vielen Ländern stehen wir - im vierten Monat der Tarifrunde - leider immer noch am Anfang.

Christine Behle, Vize-Vorsitzende von Verdi

Tarifverhandlung im regionalen Nahverkehr

Bereits im Februar standen Busse und Straßenbahnen vielerorts still.

27.02.2026 | 2:33 min

Die Gewerkschaftsvertreterin verwies darauf, dass es von den Arbeitgebern heiße, die Zeiten seien schwierig. "Allerdings können wir uns Zögerlichkeit am Verhandlungstisch nicht leisten, es müssen dringend Lösungen her", so Behle. Die Gewerkschaft rufe daher gezielt dort zu Streiks auf, wo es für eine Einigung mehr Druck brauche. Die Proteste seien ein Signal für bessere Arbeitsbedingungen. "Aber wir streiken nicht aus Prinzip", sagte Behle. "Wenn es am Verhandlungstisch gut vorangeht, bleiben Streiks aus."

Ziel der Gewerkschaft sei es, die hohe Belastung der Beschäftigten zu senken und die Berufe wieder attraktiver zu machen. Nur so könne man die hohe Personalfluktuation stoppen und den Mangel an Fahrerinnen und Fahrern bekämpfen.

Wenn uns das nicht gelingt, ist der ÖPNV massiv gefährdet - als Daseinsvorsorge, als Garant für Teilhabe und für Lebensqualität.

Christine Behle, Vize-Vorsitzende von Verdi

Drei Busse stehen still

Welche Auswirkungen die Streiks im Februar hatten, hatte ZDFheute live eingeordnet.

02.02.2026 | 21:18 min

Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen

Dieses Mal treffen die Warnstreiks weniger Bundesländer als bei den vorigen Ausständen, bei denen teils über mehrere Tage hinweg der kommunale Nahverkehr nahezu bundesweit zum Erliegen kam. Wie zuletzt dürfte es regional Unterschiede bei Streikdauer und -beginn geben.

Verschont von Arbeitskämpfen blieb bisher vor allem Niedersachsen. Dort gilt bis Ende März eine Friedenspflicht, während der nicht gestreikt werden darf.

Quelle: dpa, AFP
Über die laufenden Tarifverhandlungen berichteten mehrere Sendungen, etwa ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Neue Nahverkehr-Streiks am Donnerstag" am 16.03.2026 um 11:44 Uhr und die heute-Nachrichten am 27.02.2026 ab 19:00 Uhr.

Mehr zur den jüngsten Streiks im ÖPNV

  1. Mitarbeiter mit Warnwesten stehen während eines Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr in Deutschland vor dem BVG-Busdepot Lichtenberg in Berlin am 27. Februar 2026.

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