Höchster Stand seit Anfang Juni:Ölpreis steigt nach erneuter Eskalation im Iran-Krieg weiter
Die erneute Eskalation im Krieg zwischen USA und Iran treibt auch den Ölpreis weiter in die Höhe. Er stieg auf den höchsten Stand seit Anfang Juni.
Spätestens an der Zapfsäule spürt man es: Die Ölpreise legen weiter zu.
Quelle: dpaDer Krieg zwischen den USA und Iran treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Für die Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September stieg er erstmals seit Anfang Juni über die Marke von 96 US-Dollar je Barrel (159 Liter).
Getrieben wird der Preis, der bis Anfang Juli noch auf rund 70 Dollar gefallen war, von der Eskalation im US-iranischen Krieg. Von Iran unterstützte Huthi-Milizen erklärten zudem, sie hätten zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen; dies verschärft den Nahostkonflikt weiter und droht zu schwerwiegenderen Versorgungsunterbrechungen zu führen.
Neue Angriffswelle auf Iran
In der Nacht führte das US-Militär eine erneute Angriffswelle gegen Ziele in Iran durch. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 Uhr US-Ostküstenzeit (6 Uhr Ortszeit Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit.
Im Nahen Osten kündigen die USA und Iran weitere gegenseitige Angriffe an. Wie die militärischen Spannungen die Spritpreise in Deutschland beeinflussen, berichtet Frank Bethmann.
15.07.2026 | 1:05 minZu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.
Ölpreis noch deutlich unter bisherigem Jahreshoch im April
Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe - etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region.
Schon vor dem Ende des Tankrabatts zogen die Spritpreise an. Der ADAC sieht keine Rechtfertigung.
30.06.2026 | 2:47 minNoch liegt der Ölpreis aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Krieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben.
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