Konjunktur: Lage auf dem Arbeitsmarkt leicht positiver

Beschäftigung und Arbeitslosigkeit:Lage auf dem Arbeitsmarkt leicht positiver

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Während sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt insgesamt langsam aufhellt, kriselt es in der Industrie weiter. Auch der Handel plant mit weniger Personal.

Frankfurter Osthafen

Die Aussichten am deutschen Arbeitsmarkt verbessern sich erstmals seit Jahresbeginn. Grund für allzu viel Optimismus ist das aber nicht, die Industrie-Krise bremst weiterhin.

28.10.2026 | 0:32 min

Der Arbeitsmarkt in Deutschland sendet positive Signale: Das Arbeitsmarktbarometer des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) steigt im Oktober auf 100,1 Punkte und überspringt damit die Marke von 100 Punkten, von der an von einer positiven Entwicklung ausgegangen wird.

Auch das Beschäftigungsbarometer des Münchner ifo-Instituts stieg im Oktober leicht. Die Unternehmen in Deutschland planten nach Einschätzung des ifo-Instituts, insgesamt etwas weniger Stellen abzubauen.

ZDF-Korrespondent Bethmann ist zu sehen.

Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung dürfte die Konjunktur zum Jahresende zulegen. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann ordnet den Optimismus ein.

28.10.2026 | 1:19 min

IAB-Experte dämpft Optimismus

Das IAB-Barometer besteht aus zwei Komponenten - Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Die Beschäftigungskomponente verzeichnet mit einem Anstieg von 0,6 Punkten auf 100,1 Punkte das größte Plus seit der Erholung nach der Corona-Pandemie.

Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit hat den Rückschlag vom Jahresbeginn mittlerweile wettgemacht: Sie steigt leicht um 0,1 Punkte auf ebenfalls 100,1 Punkte. Die Bundesagentur für Arbeit wird ihre Zahlen für Oktober an diesem Freitag bekanntgeben.

Arbeitslosenquote

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Grund für allzu viel Optimismus ist das nach Einschätzung der IAB-Experten noch nicht. Klar positive Aussichten habe es seit 2023 nicht mehr gegeben. "Mit stabilerer Konjunktur haben sich die Arbeitsmarktaussichten aus dem Tal gekämpft. Aber für mehr reicht es im Moment noch nicht", sagte IAB-Forscher Enzo Weber.

Die Hypotheken der Industriekrise und der demografischen Schrumpfung - fehlende Arbeitskräfte hemmen das Wachstum - würden schwer wiegen.

Eine Frau sitzt mit einem Laptop in einem Cafe.

Die Jobsuche gestaltet sich für Berufseinsteiger zunehmend schwieriger. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung könnte auch künstliche Intelligenz eine Rolle spielen.

03.10.2026 | 1:17 min

Situation in der Industrie verschlechtert

Für das Arbeitsmarktbarometer werden die Einschätzungen aller deutschen Arbeitsagenturen für die jeweils kommenden drei Monate abgefragt. Nach Einschätzung der ifo-Experten ist die Situation in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. In der Industrie habe sich die Situation gegenüber September eher verschlechtert.

Die Unternehmen planten weiter mit weniger Personal. Vor allem in der Autoindustrie sollen weitere Stellen abgebaut werden. Bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen seien dagegen mehr Neueinstellungen vorgesehen.

Zuletzt plante die Industrie Anfang 2023 einen Personalaufbau. Die Dienstleister wollen dem Ifo zufolge eher Personal einstellen. Auch bei Leiharbeitsfirmen wachse angesichts der verbesserten Konjunkturaussichten die Zuversicht.

Valerie Haller an der Börse in Frankfurt am Main.

Die Bundesregierung hat über 200 Unternehmen zum Investitionsgipfel nach Berlin eingeladen. Das Ziel: finanzielle Investitionen in neue Technologien. Valerie Haller berichtet.

20.10.2026 | 1:06 min

Handel plant mit weniger Personal

Im Handel planten die Unternehmen dagegen unverändert mit weniger Personal. Auch im Baugewerbe zeichne sich ein leichter Stellenabbau ab. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hatte sich zuletzt erneut verbessert - laut ifo-Institut den sechsten Monat in Folge.

Für die Konjunktur wächst die Zuversicht: Die Bundesregierung rechnet mit 1,3 Prozent Wachstum der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr. Das ifo-Institut erwartet ein Plus von 1,4 Prozent. Damit würde die jahrelange Flaute enden: 2025 hatte das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,2 Prozent zugelegt, in den beiden Jahren davor war die Wirtschaft geschrumpft.

Quelle: dpa
Über das Thema berichtete ZDFheute Xpress am 28.10.2026 ab 15:44 Uhr in dem Beitrag "Arbeitsmarkt: Erste positive Signale".

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