Rechenzentren als Stromfresser:IEA warnt: Stromverbrauch durch KI wächst
Bis 2030 könnten Rechenzentren laut der Internationalen Energieagentur mehr Strom brauchen als ganz Japan. KI, 5G, Cloud und Streaming gelten als Hauptursachen für den Anstieg.
Rechenzentren werden bis 2030 deutlich mehr Strom benötigen, prognostiziert die Internationale Energieagentur.
Quelle: ImagoDer Strombedarf von Rechenzentren wird sich nach einer Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) bis 2030 mehr als verdoppeln. Angetrieben von Künstlicher Intelligenz werde die Nachfrage weltweit auf 945 Terawattstunden klettern, was etwas mehr als dem Stromverbrauch Japans entspreche, heißt es in dem IEA-Bericht.
In den USA werden Rechenzentren demnach bis 2030 mehr Strom verbrauchen als die Erzeugung aller energieintensiven Güter wie Zement, Chemie und Stahl zusammen.
Fast die Hälfte des Stroms in der EU wird mittlerweile aus erneuerbaren Energien gewonnen. Der Anteil des genutzten Kohlestroms ist auf unter zehn Prozent gesunken.
23.01.2025 | 0:18 minMehr KI, mehr Cloud - mehr Strom
Das seit 2022 verfügbare Programm ChatGPT hatte einen Boom von Anwendungen sogenannter generativer KI ausgelöst. Konzerne wie Google und Meta brachten seitdem ähnliche Programme auf den Markt. Die Sprachmodelle, auf denen die Programme beruhen, erfordern enorme Rechenkapazitäten und leistungsstarke Server, die viel Energie verschlingen.
Der KI-Trend führe demnach zu einem Wiederanstieg der Stromnachfrage auch in wohlhabenden Volkswirtschaften, in denen sie zuletzt teils stagniert habe oder rückläufig gewesen sei, so die IEA. Der Mehrbedarf stelle die Energiesektoren vor neue Herausforderungen.
Rechenzentren entwickeln sich also vielerorts zum Hauptabnehmer von Strom. Nötig sind sie nicht nur wegen immer mehr KI, sondern auch wegen des 5G-Mobilfunks und des Geschäfts mit Clouds und Streaming-Diensten.
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