Junge Erwachsene: Zehn Prozent ohne Job oder Ausbildung

Deutschland unter dem EU-Schnitt:Junge Erwachsene: Zehn Prozent ohne Job oder Ausbildung

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Kein Job, keine Ausbildung: Das ist die Realität für jeden zehnten jungen Deutschen zwischen 20 und 24. Frauen sind öfter betroffen. Immerhin: Deutschland liegt unter EU-Schnitt.

Bundesagentur für Arbeit auf dem Absolventenkongress der Universität in Köln im Jahre 2007.

Jeder zehnte junge Mensch in Deutschland ist weder erwerbstätig noch in einer Ausbildung. (Symbolbild)

Quelle: Imago

Jeder zehnte junge Mensch im Alter zwischen 20 und 24 Jahren ist in Deutschland ohne Job, Bildungs- oder Ausbildungsplatz. Der Anteil ist mit 10 Prozent höher als in den Niederlanden (5,6 Prozent), Schweden oder Tschechien, aber liegt unter dem EU-Schnitt von 12,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Am höchsten ist die Quote in Rumänien mit fast einem Viertel (22,8 Prozent).

Risiken: Arbeitslosigkeit, geringe Teilhabe, Kriminalität

Ein hoher Anteil von jungen Menschen, die weder in Bildung, Ausbildung noch im Job stecken, birgt zahlreiche gesellschaftliche Risiken wie Arbeitslosigkeit, geringe Teilhabe, steigende Kriminalität oder politische Frustration.

In Deutschland ist die sogenannte NEET-Quote (Not in Employment, Education or Training - Nicht in Ausbildung, Weiterbildung oder Beschäftigung) in den vergangenen Jahren gegen den europäischen Trend angestiegen. Noch im Jahr 2022 betrug sie 8,8 Prozent.

Vier Personen stehen nebeneinander (Martin Limbeck, Nema Ehrlich, Koray Yardaş und Anastasia Barner) und im Hintergrund sind Stühle und Mikrofone zu sehen.

Ist die Gen Z faul oder das System am Ende? Unternehmer Martin Limbeck diskutiert mit Nema, Koray und Anastasia über Arbeitslosigkeit, Burnout und die 4-Tage-Woche.

31.07.2026 | 1:34 min

Junge Frauen häufiger nicht in Bildung oder Arbeit

Junge Frauen sind aktuell mit anteilig 10,5 Prozent häufiger betroffen als junge Männer mit 9,6 Prozent. Anders als im europäischen Schnitt sind in Deutschland auf dem Land weniger junge Menschen aus dieser Gruppe anzutreffen (7,9 Prozent) als in den größeren Städten (10,6 Prozent).

Auf der Suche nach den Gründen heißt es im nationalen Bildungsbericht aus dem Jahr 2024, dass etwa ein Viertel der Betroffenen auf Arbeitssuche sei. Rund 10 Prozent standen kurz vor der Aufnahme eines Studiums, einer Ausbildung oder eines Jobs. Nahezu zwei Drittel standen dem Arbeitsmarkt aber nicht zur Verfügung. Sie nannten häufig Betreuungspflichten und gesundheitliche Probleme als Hinderungsgründe.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF in "Unbubble" mit dem Titel "Generation Z: Zu weich für den Arbeitsmarkt?" am 31.07.2026 um 08:40 Uhr.
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