Deutschland unter dem EU-Schnitt:Junge Erwachsene: Zehn Prozent ohne Job oder Ausbildung
Kein Job, keine Ausbildung: Das ist die Realität für jeden zehnten jungen Deutschen zwischen 20 und 24. Frauen sind öfter betroffen. Immerhin: Deutschland liegt unter EU-Schnitt.
2025 waren zehn Prozent der 20- bis 24-Jährigen in Deutschland weder erwerbstätig noch in Ausbildung. Damit stieg die Quote erneut, blieb aber unter dem EU-Schnitt von 12,9 Prozent.
17.08.2026 | 0:41 minJeder zehnte junge Mensch im Alter zwischen 20 und 24 Jahren ist in Deutschland ohne Job, Bildungs- oder Ausbildungsplatz. Der Anteil ist mit 10 Prozent höher als in den Niederlanden (5,6 Prozent), Schweden oder Tschechien, aber liegt unter dem EU-Schnitt von 12,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Am höchsten ist die Quote in Rumänien mit fast einem Viertel (22,8 Prozent).
Risiken: Arbeitslosigkeit, geringe Teilhabe, Kriminalität
Ein hoher Anteil von jungen Menschen, die weder in Bildung, Ausbildung noch im Job stecken, birgt zahlreiche gesellschaftliche Risiken wie Arbeitslosigkeit, geringe Teilhabe, steigende Kriminalität oder politische Frustration.
In Deutschland ist die sogenannte NEET-Quote (Not in Employment, Education or Training - Nicht in Ausbildung, Weiterbildung oder Beschäftigung) in den vergangenen Jahren gegen den europäischen Trend angestiegen. Noch im Jahr 2022 betrug sie 8,8 Prozent.
Zehn Prozent der jungen Menschen waren 2025 weder in Arbeit noch in Ausbildung. Das verschärft den Fachkräftemangel und wird zur Wachstumsbremse, so ZDF-Experte Frank Bethmann.
17.08.2026 | 1:26 minJunge Frauen häufiger nicht in Bildung oder Arbeit
Junge Frauen sind aktuell mit anteilig 10,5 Prozent häufiger betroffen als junge Männer mit 9,6 Prozent. Anders als im europäischen Schnitt sind in Deutschland auf dem Land weniger junge Menschen aus dieser Gruppe anzutreffen (7,9 Prozent) als in den größeren Städten (10,6 Prozent).
Ist die Gen Z faul oder das System am Ende? Unternehmer Martin Limbeck diskutiert mit Nema, Koray und Anastasia über Arbeitslosigkeit, Burnout und die 4-Tage-Woche.
31.07.2026 | 1:34 minAuf der Suche nach den Gründen heißt es im nationalen Bildungsbericht aus dem Jahr 2024, dass etwa ein Viertel der Betroffenen auf Arbeitssuche sei. Rund 10 Prozent standen kurz vor der Aufnahme eines Studiums, einer Ausbildung oder eines Jobs. Nahezu zwei Drittel standen dem Arbeitsmarkt aber nicht zur Verfügung. Sie nannten häufig Betreuungspflichten und gesundheitliche Probleme als Hinderungsgründe.
Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.
Mehr zum Thema Arbeit
KI, Klimaschutz und Konkurrenz:Industrie im Wandel: Was das für Azubis bedeutet
von Chantal Riedmit Video1:24Lehrer-Protest in Stuttgart:Nach Referendariat: In den Sommerferien erst mal arbeitslos
von Pablo Silalahi und Sven Classmit Video1:29Pilotprojekt will Handwerk stärken:Handwerksjahr soll Jugendlichen bei der Berufswahl helfen
von Jenifer Girkemit Video4:16Nachrichten | heute journal:Arbeitslosenquote "noch moderat"
Video1:20