Kaum Preisanstiege bei Lebensmitteln:Inflation sinkt im Februar auf unter zwei Prozent
Die Inflationsrate ist im Februar auf unter zwei Prozent gesunken - deutlicher als erwartet. Die Verbraucherpreise lagen um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Die Inflationsrate ist im Februar unter die Zwei-Prozent-Marke gefallen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent.
27.02.2026 | 0:20 minDie Inflation ist im Februar nach vorläufigen Daten wieder auf unter zwei Prozent zurückgegangen. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Damit sank die Inflation in Deutschland insgesamt deutlicher als erwartet. Von Januar auf Februar 2026 erhöhten sich die Verbraucherpreise nach Berechnungen der Statistiker insgesamt um 0,2 Prozent.
Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater sieht die Inflation in Deutschland weiterhin im grünen Bereich. "Der Preisauftrieb ist in den vergangenen Monaten durch niedrigere Energiepreise und einen starken Wechselkurs des Euro zum US-Dollar gebremst worden."
Diese Einflüsse fallen allerdings künftig weg, so dass es keinen weiteren Rückgang der Inflation geben dürfte.
Ulrich Kater, Dekabank-Chefvolkswirt
Kaum noch Preisanstiege bei Lebensmitteln
Besonders bei Lebensmitteln flachte der Preisauftrieb im Vergleich zum Vorjahresmonat merklich ab. Bei Nahrungsmitteln gehen die Statistiker von einem Preisanstieg um 1,1 Prozent aus. Nach Daten aus den Ländern verteuerte sich besonders Obst und Süßwaren, während Butter und Speisefette deutlich billiger wurden.
ZDFheute Infografik
Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Im Januar hatte es bei Lebensmitteln ein deutliches Plus von 2,1 Prozent gegeben, das zum Jahresbeginn auch maßgeblich zu einem erneuten Anstieg der Inflation beigetragen hatte.
Die Verbraucherpreise hatten im Januar noch um 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen. Als Preistreiber gelten vor allem Schokolade und Fleisch.
17.02.2026 | 0:25 minZudem sanken die Energiepreise den vorläufigen Daten zufolge im Februar mit 1,9 Prozent noch stärker als zuvor. Im Januar waren sie um 1,7 Prozent und im Dezember um 1,3 Prozent zurückgegangen.
Preistreiber Dienstleistungen
Preistreiber blieben Dienstleistungen, die sich auch im Februar überdurchschnittlich um 3,2 Prozent verteuerten. Hier wirkt sich die Verteuerung des Deutschlandtickets für bundesweite Fahrten im Regional- und Nahverkehr aus.
Zudem spüren Kunden in vielen Restaurants und Cafés nichts davon, dass zum Jahreswechsel die Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde. Viele Betriebe behalten die Steuerersparnis ein.
Zum Jahreswechsel wurde die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent gesenkt. Das sollte die Gaststätten und Restaurants entlasten.
05.01.2026 | 1:15 minTeuerungsrate wieder moderater
Ziehen die Preise stark an, schmälert das die Kaufkraft der Menschen. Gerade beim täglichen Lebensmittel-Einkauf spüren Verbraucher die Inflation. Nahrungsmittel haben sich dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft zufolge zwischen 2021 und 2025 um fast ein Drittel verteuert - auch wenn die Preise oft nicht permanent anziehen, sondern schwanken, wie bei Butter.
Nicht zuletzt wegen teurerer Lebensmittel ist die Inflation gefühlt für viele Menschen deutlich höher als die offizielle Rate, die 2025 im Schnitt bei 2,2 Prozent lag.
Nach immensen Preissprüngen, vor allem in den Corona-Jahren, hat sich die Inflation eingependelt. Dennoch haben viele Menschen weiterhin nicht das Gefühl, mehr Geld in der Tasche zu haben.
06.01.2026 | 2:43 minDie Preiswelle, die Deutschland nach dem russischen Angriff auf die Ukraine erfasst hatte, ist aber ausgelaufen. Damals hatten sich Energie und Lebensmittel rasant verteuert, was die Inflationsrate hochschnellen ließ auf 6,9 Prozent im Jahresschnitt 2022 und 5,9 Prozent im Jahr 2023.
Mehr zur Inflation
2,1 Prozent zu Jahresbeginn:Lebensmittelpreise treiben Inflationsrate
mit Video0:25- FAQ
Leergeräumte Regale?:Warum die Angst vor Eier-Knappheit unbegründet ist
von Miriam Hantzschemit Video2:11 Vorbild Griechenland :SPD will Lebensmittel mit "Deutschland-Korb" billiger machen
von Henning Behrensmit Video1:30Immer mehr befristete Angebote:Mieten steigen schneller als die Inflation
mit Video0:20