Inflation im August gestiegen - erstmals in diesem Jahr

2,2 Prozent im August:Inflation erstmals in diesem Jahr gestiegen

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Zum ersten Mal seit Dezember verzeichnet das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Inflationsrate in Deutschland. Vor allem Lebensmittel seien teurer geworden.

Lebensmittel sind im August wieder teurer geworden. (Symbolfoto)

Lebensmittel sind im August wieder teurer geworden. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Der deutsche Inflationsrate ist im August zum ersten Mal in diesem Jahr gestiegen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um durchschnittlich 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte.

Von Juli auf August legten die Verbraucherpreise demzufolge um 0,1 Prozent zu. Zuletzt war die Inflationsrate im Dezember 2024 angestiegen.

Inflation in Deutschland (inkl. Nahrung und Energie)

ZDFheute Infografik

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Energie billiger, Nahrungsmittel teurer

Erneut billiger wurde Energie: Sie kostete 2,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dienstleistungen hingegen verteuerten sich im Schnitt um 3,1 Prozent. "Hier spielen die Lohnzuwächse, die im historischen Vergleich weiter überdurchschnittlich ausfallen, eine wichtige Rolle", sagte der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, Cyrus de la Rubia.

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Nahrungsmittel kosteten im August verglichen mit Juli 2,5 Prozent mehr. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen etwa mussten die Verbraucher deutlich mehr für Bohnenkaffee (+24,4 Prozent) und Apfelsaft (+14,2 Prozent) bezahlen als ein Jahr zuvor.

Inflation beschreibt die länger andauernde Verteuerung von Waren und Dienstleistungen. Vereinfacht gesagt bedeutet es, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher für das gleiche Geld weniger kaufen können als zuvor. Die Inflationsrate gibt an, um wie viel höher oder niedriger die Inflation im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt.


Preise für Obst und Gemüse gestiegen

Obst verteuerte sich um durchschnittlich 9,6 Prozent - darunter Erdbeeren, Himbeeren oder Stachelbeeren um 19,4 Prozent. Auch für Gemüse wurde oftmals mehr verlangt. Die Preise für Gurken zogen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 30,2 Prozent an, die für Tomaten um 26,9 Prozent.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oft auch als Kerninflation bezeichnet, lag unverändert bei 2,7 Prozent.

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Die Währungshüter haben wegen des nachlassenden Preisdrucks seit vergangenem Jahr achtmal ihren Leitzins gesenkt, im Juli aber eine Pause eingelegt. "Für die EZB sind diese Zahlen, zusammen mit der sinkenden Inflationsrate in Frankreich, kein Grund zur Besorgnis", sagte Ökonom de la Rubia.

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