E-Autos: Jede vierte Neuzulassung im April für Elektrowagen

Zulassungen im April 2026:Jeder vierte Wagen ist ein E-Auto, Benziner im Sinkflug

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Im April dieses Jahres sind die Neuzulassungen von E-Autos noch einmal gestiegen: Gut 25 Prozent haben einen Elektroantrieb. Die Benziner-Zahlen sind dagegen gefallen.

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Jedes vierte im April neu zugelassene Auto hat einen reinen Elektroantrieb. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte, wurden mehr als 64.300 solcher Fahrzeuge neu auf die Straßen geschickt - und damit 41,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil an allen Auto-Neuzulassungen lag bei 25,8 Prozent.

Nach Angaben des Beratungsunternehmens EY war das der dritthöchste bisher verzeichnete Marktanteil für reine Elektroautos. EY geht davon aus, dass in erster Linie die nur für Privatleute geltende neue Kaufprämie der Grund für die Entwicklung ist. Dafür spricht, dass die Zahl der von Privatleuten neu zugelassenen Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 8 Prozent gestiegen ist, während die Zahl der gewerblichen Neuzulassungen nahezu gleich blieb.

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Auto-Zulassungen: E-Autos mit Plus, Benziner sinken

Insgesamt stieg die Zahl der Neuzulassungen im April um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat - getragen vom großen Plus bei den Elektroautos. Hybride kamen mit gut 70.000 auf einen Marktanteil von 28,1 Prozent. Bei den übrigen Antriebsarten wurde laut der EY-Analyse ein Rückgang um sechs Prozent verzeichnet. Die Neuzulassungen reiner Benziner sanken sogar um 20 Prozent, bei Diesel-Pkw ging es um 14 Prozent nach unten.

Das Ergebnis ist - wie schon bei früheren Förderprogrammen - ein starkes Absatzwachstum bei E-Autos, das genau so lang anhält, wie die Prämie bezahlt wird. Nach Auslaufen der Förderung wird der Elektro-Absatz wieder einbrechen.

Constantin Gall, EY-Experte

Die allgemeinen Rahmenbedingungen für den Neuwagenmarkt seien insgesamt weiterhin sehr ungünstig, sagt Constantin Gall von EY. "Die Konjunktur schwächelt, die Investitionsbereitschaft sowohl bei Unternehmen wie bei Privatleuten ist gering, die Hoffnung, dass es bald zu einer Konjunkturwende und zu positiven politischen und wirtschaftlichen Impulsen kommt, schwindet", sagte Gall laut einer Mitteilung. Stattdessen sorgten immer neue geopolitische Krisen und kriegerische Auseinandersetzungen für Verunsicherung.

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete das heute journal am 06.05.2026 ab 21:45 Uhr.
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