Zeitweise unter 1,733 Euro:Dieselpreis wieder günstiger als vor Iran-Krieg
Diesel kostete am Wochenende erstmals wieder weniger als vor dem Iran-Krieg. Benzin bleibt teurer. Und sinkende Ölpreise drücken aktuell die Spritpreise.
Diesel an den Tankstellen ist wieder günstiger als noch vor Ausbruch des Iran-Kriegs. Die Blockade der Straße von Hormus hatte den Ölpreis enorm steigen lassen.
22.06.2026 | 1:32 minWer am Wochenende Diesel getankt hat, kam dabei wahrscheinlich billiger weg als vor Ausbruch des Iran-Kriegs. Der bundesweite Tagesdurchschnittspreis am Freitag, Samstag und Sonntag lag für den Kraftstoff knapp unterhalb des Wertes vom 27. Februar, wie aus Daten des ADAC hervorgeht.
Der billigste Tag war dabei der Freitag mit 1,733 Euro pro Liter Diesel, das waren 1,3 Cent weniger als am letzten Tag vor dem Krieg. Am Sonntag waren es immerhin noch 0,8 Cent bei einem Literpreis von 1,738 Euro.
Auch Berechnungen auf Grundlage der Markttransparenzstelle zeigen die sinkenden Preise (siehe Grafik) in den vergangenen Tagen.
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Superbenzin der Sorte E10 schlug laut ADAC am Sonntag mit 1,822 Euro pro Liter zu Buche. Das waren 4,4 Cent mehr als vor Kriegsbeginn. Auch hier war der Freitag noch eine Kleinigkeit billiger. Auf dem Höhepunkt rund um Ostern war Diesel zwischenzeitlich mehr als 70 Cent pro Liter teurer als vor Kriegsbeginn, Benzin mehr als 40 Cent.
Der Tankrabatt soll für eine Entlastung der Autofahrer sorgen. Doch die Vorgabe für Tankstellen, die Preise nur einmal pro Tag zu erhöhen, wird nicht immer eingehalten.
22.05.2026 | 1:34 minTankrabatt und Fortschritte bei Verhandlungen ließen Preise sinken
Am Montag sanken die Preise zunächst weiter. Um 10.45 Uhr waren Diesel und E10 um 0,6 Cent billiger als zum selben Zeitpunkt am Sonntag. Diesel lag dabei im bundesweiten Durchschnitt sogar knapp unter 1,70 Euro pro Liter. Der Zeitpunkt 10.45 Uhr gehört seit Einführung der 12-Uhr-Regel allerdings zu den billigsten Tankzeitpunkten des Tages.
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Die Entspannung geht vor allem darauf zurück, dass Öl deutlich günstiger ist als noch Anfang Juni. Hintergrund sind erste Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Abkommen zur Beilegung des Kriegs. Die Blockade der Straße von Hormus hatte den Ölpreis im März zeitweise über 120 Dollar je Barrel getrieben.
Zudem spielt auch der Tankrabatt eine wichtige Rolle. Er senkt die Steuern pro Liter um 16,7 Cent. Ohne ihn wären Benzin und Diesel deutlich teurer als vor Kriegsbeginn. Immerhin deuten die aktuellen Preise aber darauf hin, dass Diesel und E10 auch ohne den Rabatt, der am Monatsende ausläuft, unter 2 Euro pro Liter bleiben könnten.
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