Bestattungen und Friedhofsgebühren 2025 um 3,2 Prozent teurer

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts:Preise für Bestattungen und Friedhofsgebühren gestiegen

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Bestattungskosten und Friedhofsgebühren sind 2025 stärker gestiegen als die Verbraucherpreise insgesamt. Auch für Särge, Urnen und Grabsteine mussten Angehörige mehr zahlen.

Eine Kerze an einem Grab, aufgenommen am Samstag, 24. Oktober 2026.

Laut Statistischem Bundesamt steigen 2025 die Preise für Bestattungen und Friedhofsgebühren um 3,2 Prozent. Auch Begräbnisartikel werden teurer. Zugleich wächst die Zahl der Auszubildenden.

26.10.2026 | 0:34 min

Die Preise für Bestattungen und für Friedhofsgebühren sind im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gestiegen: Sie legten im Vergleich zu 2024 um 3,2 Prozent zu - die Verbraucherpreise insgesamt im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte.

Die Preise für Särge, Urnen, Grabsteine und andere Begräbnisartikel kletterten demnach um 1,9 Prozent.

Kommunen nehmen mehr Friedhofs- und Bestattungsgebühren ein

Die Städte und Gemeinden in den Flächenländern - also ohne die Stadtstaaten - nahmen laut Statistik im Jahr 2024 rund 952 Millionen Euro aus Verwaltungs- und Benutzungsgebühren und ähnlichen Entgelten im Friedhofs- und Bestattungswesen ein. Das waren demnach 2,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor und gut ein Drittel mehr als 2014.

Juliane Frankenheim im Gespräch über Bestattungsmöglichkeiten.

Ein Todesfall stellt Angehörige häufig vor viele Fragen: Welche Abläufe wichtig sind, welche Bestattungsformen möglich sind und wie man sich bestmöglich auf den Ernstfall vorbereiten kann.

24.07.2026 | 4:20 min

Die Alterung der Bevölkerung führt zu einer tendenziell steigenden Zahl der Sterbefälle, wie das Statistikamt erklärte - das habe auch Auswirkungen auf die Bestattungsbranche. Zum Jahresende 2025 waren 900 Menschen in einer dualen Ausbildung zur Bestattungsfachkraft - ein neuer Höchststand.

Die Zahl der Auszubildenden habe sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. 61 Prozent der Auszubildenden waren Frauen. Insgesamt waren 2024 rund 32.000 Menschen im Bestattungshandwerk tätig; der Umsatz lag bei 2,37 Milliarden Euro.

Swen Eichler, Feuerbestatter, zieht im Kühlraum im Krematorium Görlitz einen Sarg aus einem Regal.

Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung im Bestattungswesen. Der demografische Wandel sorgt für wachsenden Bedarf – und verändert das Berufsbild.

31.10.2025 | 1:29 min

Sozialhilfeträger übernehmen Bestattungskosten in 15.400 Fällen

Die Sozialhilfeträger mussten im vergangenen Jahr in 15.400 Fällen mit zusammen 51,6 Millionen Euro bei den Bestattungskosten einspringen, wenn diese nicht aus dem Nachlass der Verstorbenen zu bestreiten waren. Die Summe ist im Zehnjahreszeitraum um 16,3 Prozent gesunken. Die Zahl der Fälle ging um rund ein Drittel zurück.

2025 gab es laut Statistik rund eine Million Sterbefälle in Deutschland. Das waren neun Prozent mehr als 2015.

Quelle: AFP, dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute xpress am 26.10.2026 ab 11:58 Uhr in dem Beitrag "Bestattungen und Friedhofsgebühren steigen".

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