Tarifverhandlungen:Deutsche Bahn und Gewerkschaft GDL melden Annäherung
Die Verhandlungen zwischen der Deutsche Bahn und der Gewerkschaft GDL schienen festgefahren. Doch nach der vierten Tarifrunde sprechen beide Seiten nun von einer Annäherung.
Die Lokführergesellschaft GDL und die Deutsche Bahn gehen in die nächste Runde der Tarifverhandlungen. Aufgrund einer Friedenspflicht darf bis März nicht gestreikt werden.
08.01.2026 | 0:19 minIn die festgefahrenen Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn kommt Bewegung. Nach dem Ende der vierten Verhandlungsrunde teilte ein Unternehmenssprecher mit:
Wir haben uns angenähert und erste Verständigungen erzielt.
Sprecher der Deutschen Bahn
Und weiter: "Wir sind zuversichtlich, dass die letzten offenen Punkte in der nächsten Verhandlungsrunde gelöst werden können." Diese soll am 23. Februar beginnen.
Auch aus Sicht der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bewegen sich die Gespräche in die richtige Richtung. "In den zurückliegenden Verhandlungstagen konnten in wesentlichen Punkten tragfähige Annäherungen erzielt und strukturelle Fragen weiter geklärt werden."
Der geschäftsführende Gewerkschaftsvorstand mahnte aber, dass "das bisher Erreichte nur dann Bestand haben wird, wenn die Gespräche weiterhin mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit geführt werden".
Über die konkreten Inhalte des Verhandlungsstands wollten sich die Tarifparteien nicht äußern.
Angriffe auf das Bahnpersonal sind keine Einzelfälle. Zur Prävention werden unter anderem bei privaten Bahnbetreibern Bodycams genutzt, die deeskalierend wirken sollen.
13.02.2026 | 1:36 minGDL lehnte erstes Angebot ab
Noch Mitte der Woche hatte die GDL mit dem Abbruch der Verhandlungen gedroht. Ihr Chef Mario Reiß forderte, noch in dieser Woche zu einem Ergebnis zu kommen. Beschäftigte und Fahrgäste stimmte er bereits auf mögliche Warnstreiks ein. Zwar gilt noch bis Ende Februar eine Friedenspflicht, in der keine Arbeitskämpfe möglich sind. Ab März könnte die Gewerkschaft aber den Bahnverkehr erneut mit einem Ausstand lahmlegen.
Zuvor hatte die Bahn ein erstes Angebot in der Tarifrunde vorgelegt, das die GDL aber umgehend zurückgewiesen hatte. Es sah unter anderem eine Entgelterhöhung von 3,8 Prozent in zwei Schritten vor. Über sogenannte Strukturanpassungen im Tarifsystem sollten die Gehälter um weitere 2,2 Prozent steigen. Gemeint war damit etwa die Einführung einer weiteren Entgeltstufe.
GDL-Chef Reiß hatte erklärt: "Das DB-Angebot mit 6 Prozent bei 30 Monaten Laufzeit bedeutet für dieses Jahr lediglich 0,4 Prozent Steigerung."
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