Iran-Angriffe legen Flugverkehr im Nahen Osten lahm

Zahlreiche Länder schließen Luftraum:Flugverkehr in Nahost lahmgelegt - Viele Deutsche gestrandet

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Etliche Menschen aus der ganzen Welt sitzen im Krisengebiet in Nahost fest. Der Luftraum mehrerer Länder ist geschlossen. Der Außenminister schließt Evakuierungen gegenwärtig aus.

Ein Mann (von hinten zu sehen) schaut auf die Anzeigetafel am Flughafen Beirut im Libanon und verschränkt die Hände hinter dem Kopf.

Wegen der Kriegslage in Nahost ist auch der internationale Flugverkehr massiv eingeschränkt. Viele Flughäfen in der Region sind geschlossen, zahlreiche Verbindungen wurden gestrichen.

01.03.2026 | 0:30 min

Angriffe der USA und Israels auf Iran sowie iranische Vergeltungsschläge haben am Wochenende zu einer schweren Störung des weltweiten Flugverkehrs geführt. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben großen Flughäfen der Nahost-Region mehr als 3.400 Flüge gestrichen - betroffen waren neben Dubai auch etwa Abu Dhabi und Doha.

Aus Dubai berichtete ZDF-Reporter Sven Rieken am Sonntagnachmittag (MEZ), am Flughafen hingen viele Reisende fest. "Das ist eines der größten internationalen Drehkreuze und dort fliegen keine Flugzeuge mehr rein und raus." Bis zum 3. März gelte eine Flugverbotszone. Erst am 4. März solle die Lage neu bewertet werden. Allein in Dubai spreche man von einer Viertelmillion gestrandeter Menschen.

Sven Rieken

Der Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran hat auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Sven Rieken berichtet aus Dubai: "Am Flughafen hängen tatsächlich gerade sehr viele Reisende fest."

01.03.2026 | 1:48 min

Der Flughafen von Dubai war bei einem iranischen Vergeltungsangriff in der Nacht beschädigt worden. Auch die internationalen Flughäfen von Abu Dhabi und Kuwait wurden getroffen.

Angriff auf Iran: die Region im Überblick

ZDFheute Infografik

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Geschlossene Lufträume sorgen vielerorts für Chaos

Zahlreiche Länder im Nahen Osten schlossen ihren Luftraum, darunter Iran, Irak, Kuwait, Israel und Bahrain. Die Schließungen sorgten daher weltweit für Chaos, da etliche Passagiere in Asien, aber auch in Europa strandeten. Weil die Golf-Drehkreuze den Langstreckenverkehr zwischen Europa und Asien bündeln, befinden sich Flugzeuge und Besatzungen nun an falschen Standorten, was die Flugpläne weltweit durcheinanderbringt.

Golineh Atai

Bei arabischen US-Alliierten gibt es nach Angriffen Irans zivile Tote. Die Emirate wandten sich heute an Irans Regime und riefen es "zur Besinnung“ auf, so ZDF-Korrespondentin Golineh Atai.

01.03.2026 | 1:47 min

"Es ist die schiere Menge an Menschen und die Komplexität", sagte der britische Luftfahrtanalyst John Strickland. Es seien nicht nur die Kunden betroffen, sondern auch die Besatzungen und Flugzeuge, die überall verstreut seien. An Flughäfen etwa in Bali, Dhaka und Kathmandu bildeten sich lange Schlangen gestrandeter Reisender.

Lufthansa setzt Flüge in die Region aus

Auch die Lufthansa zog aufgrund der Lage Konsequenzen: Alle Airlines der Gruppe setzen ihre Flüge in die Region zunächst bis zum 8. März aus, wie die Airline am Sonntag mitteilte. Dies betrifft die Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran.

Ein Motorrad fährt an einem Bild des verstorbenen iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei auf einer leeren Straße vorbei, nachdem der Tod von Chamenei durch US-amerikanische und israelische Angriffe bestätigt wurde.

Über drei Jahrzehnte prägte Ali Chamenei als oberster Religionsführer die Politik Irans. Nun wurde er bei Angriffen getötet – die politische Zukunft des Iran bleibt unklar.

01.03.2026 | 2:41 min

Ebenfalls bis einschließlich 8. März werden die Lufträume über Israel, dem Libanon, Jordanien, dem Irak, Katar, Kuwait, Bahrain und Iran gemieden. Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi fallen bis einschließlich 4. März aus; auch der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate wird bis dahin nicht genutzt.

Deutscher Reiseverband: Zehntausende Fluggäste betroffen

Laut Deutschem Reiseverband (DRV) sind aktuell rund 30.000 Reisende von deutschen Veranstaltern von der Situation betroffen. Sie halten sich derzeit in der Region auf oder ihre Flüge aus anderen Regionen der Welt sollten über die Drehkreuze in der Region gehen. Wie viele Deutsche konkret aktuell in der Golfregion sind, ist unklar.

Thomas Reichart

Die iranischen Gegenangriffe haben massive Auswirkungen auf Israel, erklärt ZDF-Korrespondent Thomas Reichart. Die Zeichen stünden "eher auf weiterer Eskalation und weiteren Angriffen".

01.03.2026 | 1:29 min

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Sonntag, in der Krisenvorsorgeliste habe sich bislang eine niedrige fünfstellige Zahl betroffener Deutscher in der Golfregion registriert - also mehr als 10.000 Menschen. Das können Urlauber sein oder im Ausland lebende Deutsche, die Registrierung ist freiwillig.

Wadephul schließt Evakuierung Deutscher in Nahost derzeit aus

Deutsche Reisende und auch in der Golfregion wohnende Staatsbürger mit Hilfe der Bundeswehr zu evakuieren, schließt Außenminister Johann Wadephul (CDU) aktuell aus: "Das werden wir nicht machen können, denn die Lufträume sind insgesamt geschlossen", sagte Wadephul der "Bild".

Die Bundesregierung setzt laut Auswärtigem Amt alternativ zu einer Evakuierung auf Informationsangebote und konsularische Unterstützung. "Alle Botschaften, alle Auslandsvertretungen sind geöffnet. Wir arbeiten intensiv daran, mit Informationen da zu sein", sagte Wadephul der "Bild".

Aktuelle Meldungen zu den Entwicklungen in Nahost finden Sie in unserem Liveblog:

Aktuelle Entwicklungen der Eskalation
:Iran-Krieg: Alle Nachrichten im Liveblog

Israel und die USA greifen Iran an, das Teheraner Regime schlägt mit Raketenangriffen auf Israel und US-Basen zurück. Alle Entwicklungen zur Eskalation im Nahen Osten im Liveblog.
Archivfoto: Rauch steigt über der Ölraffinerie von Rjasan auf, die in Brand geraten ist
Liveblog
Quelle: dpa, Reuters
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, unter anderem ZDFspezial am 28.02.2028 um 19:25 Uhr, ZDFheute Xpress am 01.03.2026 in dem Beitrag "Flugverkehr weltweit massiv eingeschränkt" um 10:17 Uhr sowie heute spezial ab 15:17 Uhr.
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