Antrittsbesuch des Kanzlers:Partner mit Differenzen: Merz besucht China
Der Bundeskanzler möchte die wirtschaftlichen Beziehungen zu China stärken. China nutzt jedoch die aktuelle Lage rund um den Ukraine-Krieg für sich. ZDFheute live erklärt die Zusammenhänge.
Es geht darum, das deutsche Exportgeschäft anzukurbeln: Bei seinem Antrittsbesuch in China will Kanzler Merz die Beziehungen zu Peking stärken - trotz des weiterhin ambivalenten Verhältnisses der beiden Staaten.
Klar ist: China und Deutschland wollen wirtschaftlich enger zusammenarbeiten. Auch Europa soll davon profitieren. So kündigte Merz einen chinesischen Großauftrag für den europäischen Flugzeugbauer Airbus an.
Doch es bleiben Differenzen. China ist ein wichtiger Verbündeter Russlands. Mit Blick auf den Krieg gegen die Ukraine, versteht sich Peking als neutraler Beobachter. Eine Haltung, die Deutschland und die EU kritisieren. Merz fordert, dass sich China für ein Ende des Kriegs einsetzen müsse.
Wie wollen China und Deutschland ihre Beziehungen ausbauen? Und in welchen Bereichen? Bei welchen Themen gibt es weiterhin Unstimmigkeiten? Darüber spricht Philip Wortmann bei ZDFheute mit Bernhard Bartsch vom Mercator Institut für China Studien. Aus China berichten die ZDF-Korrespondentinnen Diana Zimmermann und Elisabeth Schmidt.
...ist Leiter External Relations des Mercator Institut für China Studien. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der deutschen und europäischen Chinapolitik, Herausforderungen der wirtschaftlichen Verflechtung, Chinas Rolle als globaler Akteur und Szenarienentwicklung. Bartsch lebte von 1999 bis 2013 in Peking.
Mit Material von dpa, afp und reuters.
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