Vorschlag der Wirtschaftsunion: Wer dürfte noch Teilzeit machen?

Vorschlag von Wirtschaftsunion:Schluss mit Teilzeit-Boom?

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Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), vor einer Grafik einer Anzeige: "Wir suchen in Teilzeit"

Teile der CDU wollen das Teilzeitrecht einschränken, um Wirtschaft und Sozialstaat zu stärken. Wie groß ist das Problem? ZDFheute live analysiert mit dem DIW‑Präsidenten Fratzscher.

CDU-Politiker wollen das Recht auf Teilzeit einschränken. Das steht in einem Antrag an den CDU-Bundesparteitag mit dem Titel „Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit“. Künftig soll ein Anspruch nur noch bei besonderen Gründen gelten, dazu zählen zum Beispiel die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen und berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung.  

Gitta Connemann, Vorsitzende der Gruppe Mittelstands- und Wirtschaftsunion innerhalb der CDU/CSU sagte dem ZDF: “Wenn jemand seine Arbeitszeit reduziert, bedeutet das für die Kolleginnen und Kollegen mehr arbeiten zu müssen oder aber Aufträge nicht mehr annehmen zu können. Angesichts des Anstiegs an Insolvenzen und an Arbeitslosigkeit wissen wir alle, dass in Deutschland wieder mehr gearbeitet werden muss.” Die Pläne stoßen auf Kritik auch innerhalb der CDU. 

Welche Formen von Teilzeit wären dann noch möglich? Wie groß ist das Problem von Teilzeit für die Wirtschaft? Bei ZDFheute live spricht Christina von Ungern-Sternberg mit dem Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

DIW-Präsident Marcel Fratzscher. Archivbild
Quelle: Daniel Naupold/dpa

... Jahrgang 1971, ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin und schreibt als Autor regelmäßig zu wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen.

Er ist unter anderem auch Mitglied des High-level Advisory Board der Vereinten Nationen zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs), Mitherausgeber des Journal of International Economics, Mitglied des Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums und Mitglied des Kuratoriums der Hertie School of Governance. Seine inhaltliche Arbeit fokussiert sich auf Themen der Makroökonomie, Verteilung und Integration Europas.


Mit Material von dpa

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