Finale des Nationenpreises:Cooler Vogel führt deutsche Springreiter zum Sieg
Richard Vogel behält die Nerven: Nach einem Patzer in der zweiten Runde liefert der Weltranglisten-Erste im Stechen ab - und sichert Deutschland den Sieg gegen Brasilien.
Die deutsche Equipe gewinnt das Nationenpreis-Finale in Barcelona.
Quelle: ZDFKnapp sechs Wochen nach dem Triumph bei der Heim-Weltmeisterschaft in Aachen haben die deutschen Springreiter auch beim zweiten Saison-Höhepunkt eine starke Leistung gezeigt und die League of Nations gewonnen.
Zweiter Reit-Höhepunkt nach WM, EM und Olympia
Beim Finale in Barcelona setzte sich die Nationalmannschaft mit Trainer Otto Becker im Stechen durch. Auf Platz drei kam in der mit 1,6 Millionen Euro dotierten Prüfung das Quartett aus Belgien. Das Finale der traditionsreichen Nationenpreis-Serie ist für die Nationalmannschaften jedes Jahr der zweite Höhepunkt nach WM, EM oder Olympia.
Das Finale der FEI-Nationenpreis-Serie in Barcelona relive. Kommentator: Hermann Valkyser.
04.10.2026 | 265:26 minIn der spanischen Metropole durften lediglich die besten acht Nationen der Saison sowie der Gastgeber starten, vier Qualifikationsturniere auf drei verschiedenen Kontinenten gab es vorab. Deutschland gewann die Station im US-amerikanischen Ocala, Finalsiege gab es bereits 2023 und 2024.
Das Stechen muss die Entscheidung bringen
Den vorzeitigen Sieg verpasste das deutsche Team durch einen Fehler von Richard Vogel. Der Weltranglisten-Erste kassierte als letzter Starter der zweiten Runde mit seinem Pferd Cloudio vier Strafpunkte durch einen Abwurf, so dass Deutschland und Brasilien gleichauf lagen. Das Stechen musste entscheiden.
Michael Jung greift bei der Reit-WM in Aachen nach Gold in der Vielseitigkeit. Er geht als Führender ins abschließende Springen. Isabell Werth gewinnt in der Dressur Kür Bronze.
15.08.2026 | 4:51 minTrotz des Fehlers trat Vogel erneut an und ritt gegen den früheren Weltmeister Rodrigo Pessoa mit Major Tom. Pessoa patzte am ersten Sprung der entscheidenden Runde - und Vogel behielt die Nerven. Ohne Fehler bestritt der 29 Jahre alte Team-Weltmeister den letzten Ritt und ließ das deutsche Team mit Marcus Ehning, Jörne Sprehe und Sophie Hinners jubeln.