2:0-Sieg bei WM gegen Ecuador: Mexiko beendet K.o.-Runden-Fluch

2:0-Sieg bei WM 2026 gegen Ecuador:Mexiko beendet seinen K.o.-Runden-Fluch

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Mexiko verzückt seine Fans und zieht ins Achtelfinale der Fußball-WM 2026 ein. Beim 2:0 gegen Ecuador steht das Aztekenstadion kopf.

Raul Jimenez (r.) gegen Willian Pacho

Wegen eines Unwetters kann die Partie im legendären Aztekenstadion erst verspätet beginnen. Nachdem es endlich los geht, sorgen die Zuschauer für einen Hexenkessel.

01.07.2026 | 7:45 min

Sieben Mal in Folge ist Mexiko bei den Weltmeisterschaften zwischen 1994 und 2018 in der ersten K.o.-Runde hängengeblieben, im eigenen Land hat es nun geklappt. Mit 2:0 (2:0) setzte sich der Co-Gastgeber im Sechzehntelfinale gegen Ecuador durch - hauptsächlich dank einer ganz starken ersten Halbzeit, in der Julián Quiñones (22.) und Raúl Jiménez (31.) sehenswert trafen.

Anstoß eine Stunde später

Angeführt von Top-Talent Gilberto Mora zeigten die Mexikaner einen phasenweise berauschenden Auftritt. Das Spiel vor 80.824 Zuschauern im ausverkauften Fußball-Tempel Aztekenstadion hatte wegen Blitz und Donner mit einstündiger Verspätung begonnen.

Ecuador beendete die Partie zu zehnt, weil Verteidiger Piero Hincapie in der Nachspielzeit Rot sah. Er hatte sich in einem Disput mit einem Gegenspieler die Hand vor den Mund gehalten.

Im Achtelfinale - wieder im Aztekenstadion - kommt es für Mexiko entweder zum Duell mit der Demokratischen Republik Kongo oder Titelanwärter England.

Mexikos Top-Talent Gilberto Mora zaubert

Die Furcht der Mexikaner vor Deutschland-Bezwinger Ecuador erwies sich als weitgehend unberechtigt. Vor allem Teenager Gilberto Mora wirbelte. Der mit 17 Jahren zweitjüngste Startelfspieler eines WM-K.-o.-Spiels nach Pelé versuchte es mit einem Distanzschuss in der fünften Minute selbst.

Raul Jimenez feiert mit Julian Quinones sein Tor zum 2:0 im Spiel gegen Ecuador

Raúl Jiménez (links) trifft zum 2:0 und wird von Julián Quiñones, der zuvor das 1:0 schoss, gefeiert.

Quelle: AP Photo/Silvia Izquierdo

Kurz danach legte er den Ball wunderbar auf der rechten Seite vor, Luís Romo flankte direkt und in der Mitte setzte Jiménez zum Flugkopfball an - aber vorbei.

Dann kam wieder Mora. Sein Schlenzer verfehlte aber das Ziel (15.). Mexiko drückte, kontrollierte den Ball und das Spiel. Der Auftritt wirkte titelreif.

1:0 - und das Aztekenstadion bebt

Doch hätte Ecuadors John Yeboah die Fiesta beinahe früh gesprengt und traf nur das Außennetz. Die Antwort folgte prompt - und sie ließ das Aztekenstadion beben. Roberto Alvarado schickte aus der eigenen Hälfte Quiñones. Der ließ sich die Chance nicht nehmen und hämmerte den Ball aus rund zwölf Metern ins Tor.

Die Fiesta Mexicana ging aber weiter. Nach einem Abspielfehler der nun teils hilflos wirkenden Ecuadorianer knallte Jiménez den Ball in den Winkel.

Mexiko lässt in zweiter Halbzeit nach

Es war ein Auftritt der Mexikaner wie im Rausch - zumindest in der ersten halben Stunde. Und wenn es mal gefährlich vor dem mexikanischen Tor wurde, war Schlussmann Raúl Rangel zur Stelle. Nach der Pause zogen sich die Mexikaner allerdings gefährlich weit zurück und überließen Ecuador mehr den Ball und die Kontrolle.

Brandgefährlich blieben sie trotzdem, mit zwei Kopfbällen binnen einer Minute verpasste der mit aufgerückte Verteidiger jeweils das 3:0. Ansonsten zeigte Mexiko eine weitere Qualität: nämlich die, einen Vorsprung nach Hause zu bringen.

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Quelle: dpa
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