Fußball-WM 2026:FIFA: Das soll sich bei Gelber und Roter Karte ändern
Für die WM soll die Sperrenregelung bei den Gelben Karten angepasst werden. Auch die UEFA prüft für den Europacup mögliche Änderungen. Zu Roten Karten gab es einen Beschluss.
Die FIFA hat eine Regeländerung für die gelben Karten bei der WM verabschiedet.
Quelle: ddpDer Fußball-Weltverband FIFA entschärft die Regeln für Sperren durch Gelbe Karten bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Die Verwarnungen sollen nicht nur wie bislang üblich nach den Viertelfinals, sondern erstmals bereits nach den drei Gruppenspielen gestrichen werden. Diese Regelung soll nach dpa-Informationen bei der Sitzung des FIFA-Councils bestätigt werden.
Im Normalfall sind Spieler nach der zweiten Gelben Karte im Turnierverlauf für eine Partie gesperrt. Durch die Ausweitung der WM in den USA, Kanada und Mexiko vom 11. Juni bis 19. Juli von 32 auf 48 Teams kommt eine weitere K.-o.-Runde mit 32 Mannschaften hinzu. Damit erhöht sich die Gefahr für die Spieler, gelbgesperrt aussetzen zu müssen und beispielsweise im Halbfinale zu fehlen. Dem soll die neue Regelung entgegenwirken.
Die WM in den USA, Mexiko und Kanada ist das erste Turnier mit 48 Teams. Die wichtigsten Informationen zur Mega-WM vom 11. Juni bis zum 19. Juli.
28.04.2026 | 2:13 minKein zweiter Fall Michael Ballack
Bereits in der Vergangenheit waren Gelbe Karten nach dem Viertelfinale gestrichen worden. Damit wurde verhindert, dass sich ein Fall wie bei Michael Ballack wiederholt. Der einstige deutsche Nationalmannschaftskapitän war bei der WM 2002 im Finale gegen Brasilien ausgefallen, nachdem er im Halbfinale gegen Südkorea verwarnt worden war.
Gastgeber: Kanada, Mexiko, USA
Asien: Australien, Iran, Japan, Jordanien, Republik Korea, Katar, Saudi-Arabien, Usbekistan, Irak
Afrika: Algerien, Kap Verde, Elfenbeinküste, Ägypten, Ghana, Marokko, Senegal, Südafrika, Tunesien, DR Kongo
Nord- und Mittelamerika, plus Karibik: Curaçao, Haiti, Panama
Südamerika: Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Paraguay, Uruguay
Ozeanien: Neuseeland
Europa: Belgien, Kroatien, England, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schottland, Spanien, Schweiz, Bosnen-Herzegowina, Schweden, Türkei, Tschechien
Rote Karte möglich bei Mund zuhalten
Beschlossen hat das International Football Association Board (IFAB) indes nach einer Forderung von FIFA-Präsident Gianni Infantino, dass Profis, die sich in einer Auseinandersetzung mit Gegenspielern den Mund zuhalten, bei der WM mit der Roten Karte bestraft werden können.
Auslöser war die Aufregung um Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon, der Vinicius Junior von Real Madrid im Playoff-Duell der Champions League rassistisch beleidigt haben soll und sich dabei das Trikot vor den Mund gezogen hatte. Ob die Regel auch in anderen Wettbewerben wie beispielsweise der Bundesliga oder der Champions League zur Geltung kommt, ist zunächst den Organisatoren überlassen.
Änderung auch in Champions League?
Bei den Gelbsperren hatte sich zuletzt Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany von der UEFA eine Aufweichung der Regel in der Champions League gewünscht. In der Königsklasse werden die Verwarnungen nach dem Viertelfinale gestrichen, allerdings hatte sich die Anzahl der Partien durch die Reform des Formats vor der vorigen Saison erhöht.
Eine mögliche Änderung für Gelbsperren wird bei der UEFA derzeit in der Kommission für Klubwettbewerbe diskutiert. "Ich persönlich teile die Einschätzung von Vincent Kompany", sagte Bayer Leverkusens Klubchef Fernando Carro bei "t-online".
In der Kommission, deren Mitglied er ist, gebe es aber unterschiedliche Positionen dazu. "Wir diskutieren das in diesem Gremium aktuell intensiv und werden zu gegebener Zeit eine Entscheidung treffen." Da ist die FIFA schon weiter.
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