Argentinien wartet: Schweiz schlägt Kolumbien im Elfmeterschießen

Duell gegen Argentinien wartet:Drama pur: Die Schweiz schlägt Kolumbien im Elfmeterschießen

von Bastian Grieble

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Die Schweiz hat sich im Elfmeterschießen gegen Kolumbien durchgesetzt und steht im WM-Viertelfinale. Dort treffen die Eidgenossen auf Lionel Messi und Argentinien.

Granit Xhaka am 07.07.26

Von einem Offensivspektakel konnte man im WM-Achtelfinale zwischen der Schweiz und Kolumbien wahrlich nicht sprechen. Spannend war es dafür bis zum Schluss.

08.07.2026 | 10:27 min

In 120 Minuten ist in der Partie zwischen Schweiz und Kolumbien bei der Fußball-WM kein Tor gefallen. Im Elfmeterschießen setzten sich die "Eidgenossen" jedoch mit 4:3 gegen die Südamerikaner durch und schafften damit Historisches: Sie stehen erstmals seit 1954 in einem WM-Viertelfinale.

Das gelang ihnen, obwohl sie verletzungsbedingt auf ihren Topscorer bei dieser WM, Johan Manzambi, verzichten mussten. Der Spieler vom SC Freiburg könnte allerdings rechtzeitig für das Viertelfinale gegen Argentinien wieder fit werden.

Puerta mit der ersten Torchance

In der Anfangsphase begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe und agierten hochkonzentriert. Das hatte zur Folge, dass sich das Spielgeschehen hauptsächlich im Mittelfeld abspielte und Torchancen ausblieben.

 Der Schweizer Johan Manzambi (l) und der Algerier Rayan Aït-Nouri kämpfen um den Ball.

Im Sechzehntelfinale zwischen der Schweiz und Algerien entwickelt sich ein temporeiches und intensives Spiel. Der Schweizer Rieder bewirbt sich indes für den Fehlschuss der WM.

03.07.2026 | 5:46 min

Nach 21 Minuten schloss Puerta aus halblinker Position an der Strafraumkante ab und prüfte erstmals in der Partie Gregor Kobel. Der Torwart von Borussia Dortmund parierte den ersten gefährlichen Abschluss des Spiels.

Gelegenheit bei WM für die Schweiz durch Rieder

Beinahe hätte Fabian Rieder die Schweiz nach einem Fehler von Daniel Munoz in Führung gebracht. Der Außenverteidiger konnte den Ball nicht kontrollieren, sodass Rieder an ihm vorbeikam und aus halblinker Position abschloss. Aus spitzem Winkel scheiterte der Spieler vom FC Augsburg an Camilo Vargas (30.).

Tunierbaum am 07.07.26

Tunierbaum der WM 2026.

Quelle: zdf

Kurz danach kam auch Dan Ndoye aus spitzem Winkel zum Abschluss, dieser Ball war allerdings noch leichtere Beute für Vargas (32.).

Joker Sow sticht fast unmittelbar nach der Einwechslung

Nach der Halbzeitpause wechselte Murat Yakin den Ex-Frankfurter Djibril Sow für Ardon Jashari ein. In der 47. Minute gewann Ndoye auf der linken Seite ein Eins-gegen-eins-Duell und legte den Ball von der Grundlinie zurück. Freuler ließ die Kugel durch und Sow stand zum Einschuss bereit. Beim Ansatz zur Direktabnahme rutschte er allerdings weg und vergab dadurch die Torchance.

Johan Manzambi feiert sein Tor mit Mitspieler Ricardo Rodriguez

Nach Achtungserfolgen bei vorangegangen EM-Turnieren strebt die Schweiz ihr bestes WM-Ergebnis an. Im Sechzehntelfinale gibt es ein Duell mit Ex-Coach Vladimir Petkovic.

02.07.2026 | 8:39 min

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit kam die Schweiz zu einem weiteren gefährlichen Torabschluss. Ein Freistoß von Rieder aus rund 17 Metern Entfernung ging knapp am linken Torpfosten vorbei an das Außennetz (53.).

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Luis Suarez verzieht

Nachdem die "Eidgenossen" besser in die zweite Halbzeit gekommen waren, fand Kolumbien mit anwachsender Spieldauer auch wieder besser in das Spiel. Der erste nennenswerte Torabschluss von "Los Cafeteros" kam von Luis Suarez (63.). Dieser setzte sich im Zweikampf gegen Granit Xhaka durch, schoss den Ball aus zentraler Position allerdings weit am Tor vorbei. Das Spielgerät rutschte dem Stürmer über den Spann.

Bis zum Abpfiff der regulären Spielzeit blieben zwar beide Mannschaften auf einem Niveau, kamen aber nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor.

Kolumbiens Johan Mojica bei einem Kopfball

Im letzten Sechzehntelfinale dieser WM hat Ghana Favorit Kolumbien einen harten Fight geboten. Die Partie war bis zum Ende ganz eng.

04.07.2026 | 7:41 min

Kolumbien und die Schweiz mit Torchancen

Neun Minuten waren in der Verlängerung absolviert, als Kolumbien dem Führungstreffer ganz nahe kam. Nach einem Eckball von der linken Seite köpfte Lucumi aus knapp fünf Metern an den Querbalken (99.). Zwei Minuten später lenkte Kobel einen Flatterball von Campaz aus rund 23 Metern an den Außenpfosten.

In der 103. Minute wechselte Yakin den Stürmer Zeki Amdouni ein. Mit seiner ersten Aktion in der 104. Minute hatte Amdouni die Führung für die Eidgenossen auf dem Fuß. Nahezu genau vom Elfmeterpunkt aus schloss er ab, Vargas konnte die beste Torchance der Partie jedoch vereiteln.

Zunächst hatte Granit Xhaka per Direktabschluss die Chance auf den Führungstreffer für die Schweiz. Sein Versuch drehte sich oben rechts am Tor vorbei (114.). Eine Minute später vertändelte der Mittelfeldstratege im eigenen Strafraum den Ball. Campaz luchste ihm die Kugel ab, stand frei vor Kobel, schoss aber aus knapp zwölf Metern über das Tor (115.). So blieb es nach 120 Minuten beim 0:0.

Die Schweiz setzt sich im Elfmeterschießen durch

Quintero und Xhaka brachten die ersten Elfmeter für ihre Nationen im Tor unter. Davinson Sanchez schoss an die Latte und vergab den zweiten Strafstoß für Kolumbien. Danach brachte Amdouni die Schweiz mit 2:1 in Führung, Campaz traf zum 2:2. Den dritten Elfmeter der Schweizer schoss Manuel Akanji mittig über das Tor.

Gregor Kobel parierte daraufhin den vierten Schuss der Kolumbianer von Hernandez. Nach Itten traf auch Luis Diaz. Beim Stand von 3:3 trat Ruben Vargas zum fünften Elfmeter für die Schweiz an. Der Ex-Augsburger verwandelte und schoss die "Eidgenossen" in das Viertelfinale. Dort treffen die Schweizer, die erstmals seit 1954 die Runde der besten acht bei einer Weltmeisterschaft erreichten, auf den Titelverteidiger Argentinien.

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