Drama pur: Die Schweiz schlägt Kolumbien im Elfmeterschießen

Die Schweiz hat sich im Elfmeterschießen gegen Kolumbien durchgesetzt und steht erstmals im WM-Viertelfinale. Dort treffen die Eidgenossen auf Superstar Messi und Argentinien.
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Die Schweiz hat sich im Elfmeterschießen gegen Kolumbien durchgesetzt und steht erstmals im WM-Viertelfinale. Dort treffen die Eidgenossen auf Superstar Messi und Argentinien.

Atlanta erlebt ein Feuerwerk der Emotionen: Nach Argentiniens Aufholjagd weint Lionel Messi auf dem Platz - und Ägyptens Trainer beklagt die Ungerechtigkeit der Welt.
Die WM-Begeisterung nimmt Argentinien jetzt richtig Fahrt auf. Nach dem dramatischen 3:2-Erfolg der "Albiceleste" im Achtelfinale gegen Ägypten kam es in Buenos Aires und anderen Städten zu spontanen Jubelszenen, die schon ein wenig an den WM-Triumph 2022 erinnerten.
In der Hauptstadt versammelten sich mehrere Tausend Menschen rund um den Obelisken und feierten Lionel Messi und das gesamte Team. Bis in die Abendstunden verwandelten sie die Teile der Innenstadt in eine Partyzone.
Der belgische Fußballverband wird den "Fall Balogun" auch nach dem Weiterkommen im WM-Achtelfinale gegen die USA weiter beobachten. Grund dafür seien Bedenken hinsichtlich "Rechtssicherheit, Transparenz, Gleichbehandlung und Fair Play", erklärte der Verband am Dienstag in einer Pressemitteilung.
Der Verband ist "überzeugt, dass der internationale Fußball ein Disziplinar- und Verwaltungssystem benötigt, das diese Prinzipien und das Fair Play uneingeschränkt wahrt", schrieb der RBFA. Man wolle "jegliche Form von Willkür vermeiden" und fühle sich in diesem Vorgehen "von Millionen von Fans weltweit sowie von vielen anderen Verbänden unterstützt".

Der Fußball-Verband der USA hat seinen Wunsch nach einer weiteren Zusammenarbeit mit Nationaltrainer Mauricio Pochettino bekräftigt. US Soccer bestätigte am Tag nach dem WM-Aus im Achtelfinale gegen Belgien (1:4), dass es schon vor dem Turnier "positive Gespräche" über eine Vertragsverlängerung gegeben habe. "Wir waren übereingekommen, diese Gespräche nach einer Phase der Erholung und Reflexion nach der Weltmeisterschaft fortzusetzen", hieß es in einer Mitteilung.
Pochettino ließ sich nach dem Spiel am Montagabend keine konkreten Aussagen zu seiner Zukunft entlocken. "Jetzt ist nicht der Moment, darüber zu sprechen", sagte der Argentinier. Vielmehr sei "jetzt der Moment, das Turnier zu betrachten, zu bewerten. Wissen Sie, ich bin sicher, dass wir in den nächsten Wochen anfangen können zu reden, falls der US-Verband sprechen möchte…"
Für Belgiens Mittelfeldspieler Amadou Onana ist die Fußball-Weltmeisterschaft vorzeitig beendet. Wie der belgische Fußballverband mitteilte, riss sich Onana beim furiosen 4:1 im Achtelfinale gegen die USA das rechte vordere Kreuzband. Der 24-Jährige war schon in der 21. Minute ausgewechselt worden.
Der Fußball-Weltverband FIFA will nach Informationen des britischen Senders Sky News über die Aufhebung des Teilnahmeverbots für russische Mannschaften beraten. Anlass ist demnach die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees, die Sanktionen gegen russische Sportlerinnen und Sportler vorerst weitgehend zu beenden.
Infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine im März 2022 waren sämtliche russischen Teams von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen worden. Diese Entscheidung trafen die FIFA und auch die Europäische Fußball-Union UEFA.

Nach einem echten Krimi ist Argentinien ins WM-Viertelfinale eingezogen. Superstar Lionel Messi reagierte nach dem Spiel sehr emotional.
Nach dem unglücklichen Aus im WM-Achtelfinale hat der ägyptische Fußball-Nationaltrainer Hossam Hassan schwere Vorwürfe erhoben. "Wir waren besser als der Weltmeister, aber das Ergebnis ist durch interne und externe Faktoren beeinflusst worden", sagte der 59-Jährige nach dem 2:3 (1:0) gegen Titelverteidiger Argentinien und nahm Schiedsrichter Francois Letexier aus Frankreich ins Visier.
"Die Argentinier haben Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt", behauptete Hassan und betonte, man habe ihn im Vorfeld "abgelehnt". Vor allem die spielentscheidende Szene brachte ihn in Rage: "Ein Elfmeter für uns ist nicht einmal vom VAR gecheckt worden." Nach Ansicht der Ägypter habe es vor dem argentinischen Siegtor durch Enzo Fernández (90.+2) ein Foul an Hamdy Fathy im argentinischen Strafraum gegeben. Außerdem sei seinem Team ein Tor von Mostafa Ziko (58.) "aus welchen Gründen auch immer" aberkannt worden.
"Wir hatten den Sieg verdient, aber wir haben keinen Respekt und kein Fair Play erfahren", ereiferte sich Hassan, "das Leben ist unfair, die Welt ist unfair, aber warum gibt es keine Fairness im Fußball, im Sport? Wir sind ungerecht behandelt worden."
Einmal in Fahrt, beklagte sich der Coach auch über die Anstoßzeit am Mittag. "Wer ein Spiel für 12.00 Uhr ansetzt, hat nie selbst Fußball gespielt", sagte er, "sollen die Spieler um 7.30 Uhr Mittag essen?" Sein Fazit nach dem WM-Aus: "Viele Dinge sind fragwürdig - auf dem Feld und außerhalb. Das schadet der Glaubwürdigkeit."
Der 3:2-Comebacksieg der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale gegen Ägypten hat Trainer Lionel Scaloni sichtlich mitgenommen. Im Interview wenige Minuten nach dem Schlusspfiff rang der Coach um Worte. Tränen standen ihm in den Augen.
"Ich kann nicht mehr. Tut mir leid. Das ist zu viel. Was für eine Gruppe von Spielern", sagte Scaloni. Dann brach er das Gespräch ganz plötzlich und emotional vollkommen aufgewühlt ab.
Scaloni ist für seine Tränen bekannt - sei es auf Pressekonferenzen beim Wiedersehen mit ehemaligen Wegbegleitern oder auf der Bank. Nur eines macht der frühere Abwehrspieler praktisch nie: richtig jubeln.
Die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft muss im WM-Achtelfinale gegen Kolumbien auf ihren Shootingstar Johan Manzambi verzichten. Der 20-Jährige vom SC Freiburg zog sich im Abschlusstraining eine Knieprellung zu und ist in der Partie am Dienstag (22.00 Uhr MESZ/ARD) nicht einsatzbereit sein.

Rudi Völler wird Sportdirektor beim DFB bleiben. Er soll nach dem neuerlichen WM-Debakel beim Neuaufbau des deutschen Fußballs helfen.
"Der argentinische Nationaltrainer Lionel Scaloni war mein Mitspieler bei Lazio Rom, wir stehen noch regelmäßig in Kontakt. Er hat ein Telefonat von Messi und mir arrangiert, nachdem er meinen WM-Torrekord eingestellt hat. Das war schon sehr bewegend", erklärte Miroslav Klose in einem Talk seines Klubs des 1. FC Nürnberg.
Es sei das erste Mal, dass Klose und Messi abseits des Platzes gesprochen haben. "Er hat gesagt, er schickt mir ein unterschriebenes Trikot", sagte der 48 Jahre alte Klose laut Clubmitteilung.
Hingucker in Manhattan: Am Rockefeller Center in New York steht jetzt ein über acht Meter hoher WM-Pokal, gebaut aus mehr als 1,3 Millionen Lego-Steinen. Der Pokal ist ganze 4,2 Tonnen schwer.
US-Präsident Trump zeigt sich verwundert über die Rot-Sperre von US-Stürmer Balogun. Die Bestrafung für ein Spiel, "das noch gar nicht stattgefunden hat", sei unfair, sagt Trump.
Ein kleiner Schockmoment für Englands Trainer Thomas Tuchel hat nach dem Achtelfinal-Erfolg gegen Mexiko für Lacher gesorgt. In einem Instagram-Video ist zu sehen, wie sich Verteidiger John Stones nach dem Spiel beim Feiern in der Kabine plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht die rechte Schulter hält.
Mittelfeldspieler Declan Rice macht den deutschen Trainer auf die vermeintliche Verletzung aufmerksam, Tuchel schaut mit besorgter Miene in die Richtung seines Verteidigers. Dann beginnt Stones, mit seinem scheinbar verletzten Arm zur Musik zu tanzen. In der Kabine der Three Lions bricht Gelächter aus, auch Tuchel fängt an zu lachen und nimmt seinen Schützling in den Arm.
ZDF-Reporter Nils Kaben zur Rücknahme der Rot-Sperre: "Wenn jetzt auch hier klar wird, dass das Recht des Stärkeren gilt, dann weiß ich nicht, wo das noch hinführen soll."
Uli Hoeneß würde eine Aufgabe von Ex-Weltmeister Per Mertesacker im deutschen Fußball sehr begrüßen. "Er hat als ehemaliger Profi große internationale Erfahrung. Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München der "Bild".
"Und: Er würde es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen. Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt", nannte Hoeneß weitere Gründe, die nach seiner Ansicht für den früheren Innenverteidiger vom FC Arsenal sprechen.
Die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft muss im WM-Achtelfinale gegen Kolumbien offenbar auf Shootingstar Johan Manzambi verzichten. Der 20-Jährige vom SC Freiburg zog sich nach Medienberichten im Abschlusstraining eine Knieverletzung zu und soll in der Partie am Dienstag (22.00 Uhr MESZ/ARD) nicht einsatzbereit sein.
Manzambi ist mit drei Treffern aktuell bester Schweizer Torschütze im Turnier und bereitete zudem zwei weitere Treffer vor. Er verletzte sich nun offenbar bei einer Spielform ohne Fremdeinwirkung am Knie und musste das Training abbrechen. Eine anschließende MRT-Untersuchung schloss laut dem Schweizer Medium Blick immerhin eine schwere Verletzung aus. Ob der Mittelfeldspieler, sollte die Schweiz weiterkommen, im weiteren Turnierverlauf noch einmal zum Einsatz kommen kann, ist offen.
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