Argentinier Rattín tot: Seinetwegen gibt es Rote und Gelbe Karten

Argentinischer Fußballer Rattín tot:Seinetwegen gibt es Rote und Gelbe Karten

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Seinetwegen gibt es die Rote Karte, nun ist der Argentinier Antonio Rattín gestorben. Ein Streit mit einem deutschen Schiedsrichter bei der WM 1966 machte ihn berühmt.

Schiedsrichter Konstantin Zečević (Jugoslawien, hinten) und Argentiniens Antonio Rattín im WM-Spiel gegen Deutschland.

Argentiniens Antonio Rattín (Mitte) im WM-Spiel gegen Deutschland am 16.07.1966 in Birmingham. Rattin war später im Viertelfinale gegen England vom deutschen Schiedsrichter Rudolf Kreitlein des Feldes verwiesen worden, weigerte sich aber, den Rasen zu verlassen, und musste mit Polizeigewalt abgeführt werden. Danach führte die FIFA Gelbe und Rote Karten ein.

Quelle: Imago

In die Geschichte des Weltfußballs ging Antonio Rattín durch seinen legendären Streit mit dem deutschen Schiedsrichter Rudolf Kreitlein bei der WM 1966 ein. Die Szene war ausschlaggebend für die Einführung Gelber und Roter Karten. Nun ist der einstige Mittelfeldspieler aus Argentinien nach Angaben seines ehemaligen Klubs im Alter von 89 Jahren gestorben. 

"Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Antonio Ubaldo Rattín, dem Idol und Aushängeschild unseres Vereins", teilte sein langjähriger Verein Boca Juniors am Samstag auf seinen Social-Media-Kanälen mit.

Nach Platzverweis muss die Polizei eingreifen

Der Vorfall, der Rattín berühmt machen sollte, ereignete sich beim Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1966. Die Argentinier trafen auf Gastgeber England, der das Spiel 1:0 gewann. Der Stuttgarter Referee Kreitlein hatte Rattín bereits zweimal verbal verwarnt. Als der Südamerikaner erneut den Unparteiischen beschimpfte, verwies dieser ihn des Platzes.

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Rattín weigerte sich minutenlang, das Spielfeld zu verlassen. Am Ende mussten gar englische Polizisten eingreifen. Beim Verlassen des Platzes zerknüllte Rattín schließlich auch noch eine englische Fahne. Als Konsequenz führte der Weltfußballverband FIFA die Gelbe und Rote Karte für Verwarnungen und Platzverweise ein.

Rattín spielte sein ganzes Leben für die Boca Juniors

Für die argentinische Nationalmannschaft spielte Rattín insgesamt 34 Mal. Bei dem Turnier in England war er Kapitän. Im Vereinsfußball war er ausschließlich für Boca Juniors aktiv. Bei den Blau-Gelben kam er von 1956 bis 1970 bei insgesamt 353 Spielen zum Einsatz und gewann vier Meisterschaften und einen Landespokal.

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Nach seiner Laufbahn arbeitete Rattín als Trainer und engagierte sich in der Politik. Von 2001 bis 2005 war er als Vertreter einer kleinen konservativen Partei in der Abgeordnetenkammer.

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