Vor Start der WM:Kimmich sieht Stimmungsumschwung im DFB-Team
Nach zweimaligem Ausscheiden in einer WM-Vorrunde soll diesmal alles besser laufen. Joshua Kimmich sieht die Vorraussetzungen dafür gegeben.
Sieht die Stimmung im DFB-Team deutlich positiver, als vor vier Jahren: DFB-Kapitän Joshua Kimmich.
Quelle: ddpKapitän Joshua Kimmich hat einen Stimmungswechsel in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Vergleich zur WM vor vier Jahren in Katar ausgemacht. "Du sitzt in der Kabine, und da ist ein Team", betonte der Münchner im Gespräch mit Sports Illustrated: "Früher hatte ich in manchen Phasen das Gefühl, dass der eine oder andere zur Nationalmannschaft fährt und es ihm nur um sich selbst geht."
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Im Vorfeld der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) ist dies nach Ansicht des Anführers anders als beim Turnier 2022, bei dem das DFB-Team zum zweiten Mal nacheinander in der Vorrunde scheiterte.
Kimmich: "Jedem ist wichtig, dass wir erfolgreich sind"
Er empfinde es so, "dass es jedem Einzelnen wirklich wichtig ist, dass wir als Team erfolgreich sind. Es ist nicht mehr selbstverständlich, bei der Nationalmannschaft dabei zu sein, es ist etwas Besonderes. Und das sollte es auch", sagte Kimmich.
Um dieses Teamgefühl entstehen zu lassen, hält der 31-Jährige gemeinsame Zeit im Kreis der Kollegen aber für "überbewertet". Ein Mannschaftsabend allein werde "niemals dazu führen, dass alle auf dem Platz Freunde sind", betonte Kimmich: "Wenn wir allerdings im Spiel an einem Strang ziehen und dann abends noch Bock haben, gemeinsam wegzugehen, kann das wie ein Katalysator wirken. Andersherum funktioniert das nicht."
Politik-Themen "Aufgabe von Politik oder der Verbände"
Wenn es um die Positionierung zu politischen Themen gehe, sieht Kimmich die Verantwortung nicht bei Spielern der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Es sei "die Aufgabe von Politik oder der Verbände, sich zu solchen Themen zu positionieren", sagte der Kapitän des DFB-Teams.
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27.05.2026 | 45:28 minEs sei zwar "nicht die Lösung, keine Meinung zu haben. Jeder von uns hat zwangsläufig eine private Haltung zu gewissen Themen, und auch ich habe gewisse Werte, zu denen ich stehe", betonte der 31-Jährige: "Gleichzeitig ist es schwierig, diese Meinung in der Rolle des Fußballers oder des Kapitäns der Nationalmannschaft zu äußern. Denn nur weil man eine Meinung hat, ist man noch kein Experte."
Gerade politische Situationen seien "oft schwer einzuschätzen", sagte der Münchner, "selbst für die Menschen, die sich beruflich damit beschäftigen. Dass wir Spieler diese Probleme lösen oder daran etwas ändern können: Das ist die falsche Erwartungshaltung."
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