"Unsere Welt braucht Liebe, keinen Hass":Infantino schießt gegen Kritiker und Medien
Eine Woche nach der WM meldet sich FIFA-Präsident Infantino auf bemerkenswerte Weise zu Wort. In den sozialen Medien attackiert er Journalisten und andere Kritiker des Turniers.
Keine Spur von Selbstkritik: Gianni Infantino lobt die Fußball-WM 2026 als das "größte Ereignis der Welt".
Quelle: dpaEine Woche nach dem Finale der Fußball-WM hat FIFA-Präsident Gianni Infantino seine Kritiker auf bemerkenswerte Weise attackiert. In einem 15-teiligen Beitrag bei Instagram sprach der Chef des Weltverbandes von der "herausragendsten FIFA-Weltmeisterschaft" und warb für den Fußball als Symbol für Einheit und Zusammenhalt.
Unsere Welt braucht Liebe, keinen Hass. Toleranz, keine Spaltung.
Gianni Infantino via Instagram
Während Kritiker "Hass und falsche Gerüchte" verbreiteten, habe die FIFA gemeinsam mit den Gastgebern Kanada, Mexiko und den USA das "größte Ereignis der Welt" organisiert, schrieb Infantino.
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20.07.2026 | 13:30 minFIFA-Chef betont friedliche Atmosphäre bei der WM
Der 56-Jährige hob die aus seiner Sicht friedliche Atmosphäre während des Turniers hervor. Nach Angaben des Weltverbandes besuchten rund sieben Millionen Menschen aus mehr als 200 Ländern die Spiele in 16 Städten.
Es habe "keine Zwischenfälle, keine Feindseligkeiten, keine Gewalt" gegeben, erklärte der Verbandschef. Milliarden Menschen hätten die WM zudem weltweit verfolgt.
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16.07.2026 | 13:19 minVorwurf an WM-Kritiker: Positive Seiten ausgeblendet
Zugleich warf Infantino den Kritikern vor, die positiven Seiten des Turniers bewusst auszublenden. Als Beispiel nannte er die problemlose Einreise der iranischen Mannschaft in die USA trotz der politischen Spannungen zwischen beiden Ländern sowie die Erteilung von Visa an Millionen Fans. Fußball verbinde Menschen und sei "größer als Hass und Diskriminierung".
Unerwähnt ließ Infantino dagegen die Kritik am Einreiseverbot für Schiedsrichter Omar Artan sowie die Vorwürfe iranischer Spieler, in den USA ungerecht behandelt worden zu sein.
Infantino verteidigt Disziplinarentscheidungen
Auch auf Kritik an umstrittenen Schiedsrichter- und Disziplinarentscheidungen ging Infantino ein. Fehler bei Gelben und Roten Karten oder spätere Korrekturen von Sperren gebe es auch in den größten Fußball-Ligen der Welt und würden dort akzeptiert. Es sei daher "merkwürdig", wenn gerade Vertreter solcher Länder die FIFA kritisierten.
Hintergrund ist unter anderem die aufgehobene Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun, die auf einen Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Infantino erfolgte. Das hatte für Empörung in der Fußballwelt gesorgt.
Die Fußballwelt ist in Aufruhr: US-Präsident Trump hat sich persönlich für die Überprüfung der Sperre für US-Spieler Balogun eingesetzt. ZDFheute live berichtet.
06.07.2026 | 33:20 minRatschlag an Kritiker von der FIFA
Für seine Kritiker hatte Infantino noch einen Ratschlag parat: "Nehmt euch bitte einen Moment Zeit, um nachzudenken, zu meditieren, zu beten oder ein Fußballspiel anzuschauen und die Gesichter, die Augen und die Emotionen wirklich zu betrachten." Seine Botschaft beendete der Italo-Schweizer mit den Worten:
Viel Liebe an alle.
Gianni Infantino via Instagram